Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
EZB: Eurosystem kauft in Vorwoche deutlich mehr Anleihen
Die Zentralbanken des Euroraums haben ihre Wertpapierkäufe in der Woche zum 10. August 2018 deutlich erhöht. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte, stieg das Volumen in allen Wertpapierkategorien um 6,717 (Vorwoche: 2,538) Milliarden Euro. Die Wochendaten sind von der wechselnden Marktliquidität beeinflusst, der sich die Zentralbanken anpassen.
Merkel gegen Zusammenarbeit mit Linken und AfD
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut strikt gegen eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausgesprochen. Sie lehne eine solche Zusammenarbeit schon seit vielen Jahren ab, sagte die CDU-Vorsitzende am Montag in Berlin. Die CDU werde alles versuchen, um bei den anstehenden Wahlen im Osten die Regierungen anzuführen. Dies ohne die Linken "und selbstverständlich auch ohne die AfD".
"Made in Germany" funktioniert als Gütesiegel noch weltweit - Studie
Das Gütesiegel "Made in Germany" genießt einer Studie zufolge weltweit immer noch viel Ansehen. Laut einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Außenhandelsgesellschaft Germany Trade and Invest (GTAI) wird die vor mehr als 130 Jahren eingeführte Herkunftsbezeichnung weltweit mit Begriffen wie langlebig und zuverlässig in Verbindung gebracht. Deutschen Produkten haftet allerdings auch der Ruf an, vergleichsweise teuer zu sein.
Merkel: Niemand hat Interesse an Destabilisierung der Türkei
Vor dem Hintergrund des Lira-Absturzes hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung der Türkei für den europäischen Wirtschaftsraum betont. "Niemand hat ein Interesse an einer wirtschaftlichen Destabilisierung der Türkei", sagte die CDU-Vorsitzende in Berlin. "Wir profitieren davon, wenn es ein stabiles wirtschaftliches Umfeld auch um die Europäische Union herum gibt", erklärte Merkel. Dazu müssten die entsprechenden Beiträge geleistet werden.
VDMA: Lira-Schwäche bremst Maschinenexporte in die Türkei
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Türkei machen sich in den Maschinenexporten aus Deutschland zunehmend bemerkbar. Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 sind die Maschinenlieferungen an den Bosporus um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Die negative Entwicklung dürfte sich in den nächsten Monaten fortsetzen, da die türkische Lira gegenüber dem Euro deutlich an Wert verloren hat, erklärte der Verband.
Erdogan: Die USA fallen der Türkei in den Rücken
Nach der Verhängung von Sanktionen und Strafzöllen durch die USA hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dem Nato-Partner vorgeworfen, seinem Land in den Rücken zu fallen. "Einerseits seid ihr mit uns in der Nato, andererseits versucht ihr, eurem strategischen Partner in den Rücken zu fallen", sagte Erdogan in einer Rede in Ankara. Er kündigte an, die Beziehungen zu anderen Ländern auszubauen.
Chamenei schließt Krieg und Verhandlungen mit den USA aus
Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hat neue Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. "Es wird weder Krieg geben noch werden wir mit den USA verhandeln", teilte der Ayatollah im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.
Ölproduktion der Opec steigt im Juli um 41.000 Barrel
Die Ölproduktion der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist im Juli leicht gestiegen, obwohl die Förderung von Saudi-Arabien, des wichtigsten Kartellmitglieds, rückläufig war. Die Rohölproduktion der Opec stieg um 41.000 Barrel auf durchschnittlich 32,32 Millionen Barrel pro Tag, erklärte die Organisation unter Berufung auf Sekundärquellen. Der Anstieg ist auf die höhere Produktion in Kuwait, Nigeria, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak zurückzuführen.
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August 13, 2018 13:00 ET (17:00 GMT)
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