WIESBADEN (Dow Jones)--Die Unterstützung von einkommensschwächeren Haushalten in Deutschland mit Wohngeld ist im vergangenen Jahr gesunken. Mit 592.000 Haushalten war die Zahl am Jahresende um 6,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Insgesamt gaben Bund und Länder dafür zusammen 1,134 Milliarden Euro aus, rund 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Durchschnittlich beliefen sich die Zahlungen auf gut 150 Euro pro Monat und Haushalt.
Die Quote bezogen auf alle privaten Haushalte verringerte sich auf 1,4 von 1,5 Prozent. Den höchsten Wert unter den Bundesländern verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit 3,0 Prozent, den geringsten Bayern mit 0,8 Prozent.
Die Statistiker erklärten die höhere Zahl 2016 - nach einem stetigen Rückgang seit 2010 - mit der Wohngeldreform in jenem Jahr und der damit verbundenen Anpassung an die Mieten- und Einkommensentwicklung seit der Wohngeldreform 2009.
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September 04, 2018 03:20 ET (07:20 GMT)
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