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MÄRKTE ASIEN/Handelsstreit und Schwellenländerkrise belasten

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Negative Vorgaben aus den USA und Europa dämpfen am Mittwoch die Stimmung an den Börsen in Ostasien und Australien. Der Handelsstreit zwischen den USA und anderen Ländern lastet ebenso weiter auf der Stimmung der Anleger wie die Ungewissheit um die krisenhaften Entwicklungen in einigen Schwellenländern.

In Tokio verliert der Nikkei-225-Index 0,3 Prozent auf 22.633 Punkte. Der Verkaufsdruck wird dort etwas gedämpft durch den im Vergleich zum Wochenbeginn wieder etwas schwächeren Yen, der die Chancen japanischer Exporteure auf dem Weltmarkt verbessert. Unter Druck stehen vor allem Aktien von Reedereien, Fluggesellschaften und Immobilienunternehmen. So verlieren Mitsui O.S.R. Lines 2,2 Prozent und Mitsui Fudosan 2 Prozent.

Die Aktien von All Nippon Airways und Japan Airlines verlieren 1,8 und 0,8 Prozent. Beide Gesellschaften mussten wegen des Typhoons Jedi hunderte Flüge absagen, weil der größte japanische Flughafens bei Osaka geschlossen wurde. Doch obwohl Jedi beträchtliche Schäden angerichtet hat, belastet er den breiten Markt bislang nicht.

Deutlich stärker geht es an den chinesischen Börsen nach unten. In Schanghai fällt der Composite-Index um 0,9 Prozent, nachdem der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im August etwas deutlicher gesunken ist. In Hongkong rutscht der Hang-Seng-Index sogar um 1,7 Prozent ab. Hier belasten auch Kursverluste des Schwergewichts Tencent von 2,5 Prozent den Index stärker. China Unicom verbilligen sich um 0,8 Prozent und China Telecom um 1 Prozent. Die Kurse der beiden staatlich kontrollierten Mobilfunkanbieter hatten am Dienstag mit Spekulationen auf einen Zusammenschluss noch zugelegt.

Börse Jakarta im Sog der Schwellenländerkrise unter Druck 
 

Trotz guter heimischer Wirtschaftsdaten verliert der S&P-ASX in Sydney knapp 1 Prozent. Das australische Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal stärker als erwartet und zudem bereits das 27. Quartal in Folge. Der Austral-Dollar legt darauf zum US-Dollar etwas zu.

Die heftigsten Verluste in der Region verzeichnet derweil die indonesische Börse, an der die Kurse im Schnitt 3 Prozent nachgeben. Als Schwellenland wird Indonesien von den Problemen der Türkei und Argentiniens in Sippenhaft genommen. Die indonesische Rupiah fiel zum Dollar in dieser Woche auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren. Zeitweise wurden für einen Dollar 15.000 Rupiah gezahlt, aktuell sind es 14.969.

Der Handelsstreit und der starke Dollar drücken unterdessen die Ölpreise. Ebenso, dass der Sturm im Golf von Mexiko offenbar keine Förderanlagen bedroht. Der Preisanstieg in den zurückliegenden Wochen aufgrund von Spekulationen auf ein geringeres iranisches Ölangebot sei möglicherweise übertrieben gewesen, sagt Thomas Pugh von Capital Economics in Anspielung auf die Folgen der US-Sanktionen gegen Iran. Er hält es für möglich, dass der Handelsstreit und die Befürchtung eines schwächeren Wirtschaftswachstums zu einem Rückgang der Ölpreise führen. Aktuell verbilligt sich das Barrel Brentöl um 0,5 Prozent auf 77,81 Dollar.

Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD           Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    6.232,90     -0,96%    +2,77%          08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     22.633,62     -0,28%    -0,58%          08:00 
Kospi (Seoul)           2.311,52     -0,18%    -6,32%          08:00 
Schanghai-Comp.         2.725,26     -0,92%   -17,62%          09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     27.512,14     -1,65%    -6,89%          10:00 
Straits-Times (Sing.)   3.184,40     -0,81%    -5,57%          11:00 
KLCI (Malaysia)         1.807,26     -0,30%    +0,89%          11:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Di, 10.15 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,1594      +0,1%    1,1586         1,1563   -3,5% 
EUR/JPY                   129,33      +0,1%    129,14         128,87   -4,4% 
EUR/GBP                   0,9016      +0,0%    0,9015         0,9015   +1,4% 
GBP/USD                   1,2859      +0,0%    1,2855         1,2828   -4,9% 
USD/JPY                   111,54      +0,1%    111,45         111,47   -0,9% 
USD/KRW                  1116,85      -0,4%   1121,87        1116,17   +4,6% 
USD/CNY                   6,8374      -0,1%    6,8442         6,8298   +5,1% 
USD/CNH                   6,8544      +0,1%    6,8507         6,8467   +5,2% 
USD/HKD                   7,8492      +0,0%    7,8492         7,8492   +0,5% 
AUD/USD                   0,7191      +0,1%    0,7180         0,7173   -8,0% 
NZD/USD                   0,6555      -0,0%    0,6557         0,6554   -7,7% 
Bitcoin 
BTC/USD                 7.367,17      -0,0%  7.370,58       7.299,61  -46,1% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.     +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  69,35      69,87     -0,7%          -0,52  +18,1% 
Brent/ICE                  77,80      78,17     -0,5%          -0,37  +21,9% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.193,83   1.191,35     +0,2%          +2,48   -8,4% 
Silber (Spot)              14,15      14,13     +0,1%          +0,02  -16,5% 
Platin (Spot)             780,15     778,50     +0,2%          +1,65  -16,1% 
Kupfer-Future               2,59       2,59     -0,2%          -0,00  -22,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 05, 2018 01:09 ET (05:09 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.

© 2018 Dow Jones News
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