Kolumne des Asset Management Teams der Steubing AG:
In den letzten Tagen haben die geldpolitischen Beschlüsse der EZB das Gefühl vermitteln wollen, dass man sich wieder der Zins-Normalität annähert. Der amerikanische Protektionismus, die direkte Auswirkungen auf die Rohölpreise hat oder die immer wahrscheinlich werdendere harte Brexit, wird dabei aber zumindest offiziell nicht berücksichtigt.
Der EZB-Rat versichert, dass Leitzinserhöhungen frühestens ab dem Sommer des Jahres 2019 in Frage kommen, falls die (Kern-)Inflationsraten im Euroraum sich konstant bei 2% bewegen. Diese kleine Hintertüre lässt man sich offen. Gleichzeitig reduziert man ab jetzt konstant monatlich den Anleihenaufkauf bis Ende Dezember diesen Jahres und wird ab Anfang nächsten Jahres den Nettoaufkauf komplett einstellen. Aber was heißt das wirklich? Wird sich damit der Anleihenmarkt wieder normalisieren? Wohl eher nicht. Denn Milliarden Euro, die durch auslaufende Anleihen wieder frei werden, werden reinvestiert. Möglichweise nicht nur in italienische sondern auch in griechische Staatsanleihen, ...
Den vollständigen Artikel lesen ...