Zürich - Bis zum Redaktionsschluss am 12. Dezember waren die Anleger trotz nahender Festtage alles andere als in Champagnerlaune. Von einer Weihnachtsrallye fehlte jede Spur. Der am Jahresanfang herrschende Optimismus über den globalen und synchron in Fahrt kommenden Konjunkturaufschwung ist verflogen. Die Dynamik lässt nach und divergiert. Die USA sind mit einem BIP-Wachstum von 3.0% gegenüber dem Vorjahr solide unterwegs.
Die Eurozone (1.6% nach 2.2%) schwächelt und ist zusehends ins Kreuzfeuer aussenwirtschaftlicher Spannungen geraten. Deutschland, Europas Konjunkturlokomotive und wichtigster Handelspartner der Schweiz, legte im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal mit - 0.2% sogar den Rückwärtsgang ein. Die Schweiz folgte mit - 0.2% auf Schritt und Tritt. China wies mit 6.5% das tiefste Wachstum seit der Finanzkrise aus. Gewinnwarnungen und nach unten revidierte Geschäftsausblicke während des vierten Quartals seitens der Unternehmen liessen die Investoren aufhorchen. Die negativen Unternehmensnachrichten vermengten sich mit dem Handelsdisput zwischen den USA und China, dem Brexit und dem italienischen Budget zu einem unguten Gefühl, was die Unternehmensgewinnschätzungen für das nächste Jahr anbelangt. Diese wurden von den Analysten laufend reduziert.
Die weltweite Earnings Revision Ratio reduzierte sich von 0.79 im September auf ...
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