FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse peilt gut eineinhalb Jahre nach der geplatzten Fusion mit der London Stock Exchange wieder größere Übernahmen an, um zu Wettbewerbern aufzuschließen. "Wir brauchen größere Deals, die uns weiter nach vorne bringen", sagte Vorstandschef Theodor Weimer im Gespräch mit dem Handelsblatt. "Der Abstand zwischen uns und den wertvollsten Börsenbetreibern CME und ICE aus den USA darf nicht zu groß werden." Im Börsengeschäft sei Größe ein entscheidender Faktor. Organisches Wachstum allein werde dabei nicht reichen.
Die beiden kleineren Übernahmen in diesem Jahr, die Fondsplattform Swisscanto und die Devisenhandelsplattform GTX, seien schöne Ergänzungen, aber kein Durchbruch beim Thema Zukäufe, sagte Weimer. "Mein Aufsichtsrat lässt dem Vorstand bei dem Thema freie Hand und würde auch größere Übernahmen goutieren." Transaktionen bis zu 1,5 Milliarden Euro könne der DAX-Konzern aus eigener Kraft stemmen. "Aber wenn es notwendig sein sollte, könnten wir uns am Markt auch zusätzliches Eigenkapital für eine größere Übernahme besorgen", bekräftigte Weimer frühere Aussagen.
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November 14, 2018 08:32 ET (13:32 GMT)
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