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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Hartes Ringen um den Brexit-Deal belastet

Frankfurt (Dow Jones)--Die Börsen in Europa schlossen am Donnerstag ins Minus. Zentrales Thema am Kapitalmarkt war, wie es mit dem Brexit nun weitergeht. Nachdem am Vortag das britische Kabinett grünes Licht für den Brexit-Entwurf gegeben hatte, folgten die Rücktritte des Nordirland-Ministers, des Brexit-Ministers und weiterer Regierungspolitiker in Großbritannien. Aber auch ein mögliches Misstrauensvotum gegen Premierministerin Theresa May steht im Raum.

"Jeder Minister steht für einen Teil der Fraktion, deshalb macht jeder Rücktritt die Lage für May schwieriger und den Deal weniger wahrscheinlich", erläuterte Ulrich Leuchtmann, Devisenanalyst bei der Commerzbank. Großbritannien habe vermutlich den "bestmöglichen Deal" erzielt. "Der ist aber meilenweit von dem entfernt, was die Brexiteers wollen", so der Devisenanalyst. Damit laufe es nun auf diesen Deal heraus oder auf einen "No-Deal". Bei einem No-Deal könne die britische Währung auf die Tiefs vom Sommer bei 0,91 Pfund je Euro zurückfallen, erwartet Leuchtmann. Am Abend handelt das Währungspaar bei etwa 0,8876.

Die Anleger sind verunsichert, in Folge verlor der DAX 0,5 Prozent auf 11.354 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 handelte 0,5 Prozent leichter bei 3.190 Punkten.

Britische Banken, Häuslebauer und Einzelhändler wurden verkauft 
 

"Investoren flüchten aus Großbritannien wie die Minister aus dem Kabinett" hieß es in einem Kommentar von David Riley, Chief Investment-Stratege bei BlueBay Asset Management. In der Folge verliere das Pfund stark an Wert, die Renditen der britischen Staatsanleihen fielen und die Spreads auf britische Banken und Unternehmen würden immer größer. In dieser Gemengelage verloren Royal Bank of Scotland 9,6 Prozent, Barclays 4,1 Prozent und Lloyds rund 5 Prozent.

Aber auch die Aktien der Einzelhändler wie auch der Bauunternehmen standen unter Druck. An der Börse wird davon ausgegangen, dass die Briten aufgrund der politischen Unsicherheit in den kommenden Monaten erst einmal ihr Geld zusammenhalten. Zudem kauften die Einzelhändler ihre Waren teils im Ausland ein und bezahlen mit dem schwachen Pfund. Das belastet die Marge oder macht die Waren teurer - und damit weniger attraktiv für die Kunden. So gaben die Aktien der goßen Bauunternehmen Taylor Wimpey und Persimmon um rund 7,5 Prozent nach, Marks & Spencer, Tesco, Next und Dixons Carphone verloren zwischen 3,8 und 4,7 Prozent.

Die britische Royal Mail bleibt zuversichtlich, die Jahresprognose trotz eines schwachen ersten Halbjahres zu erreichen. Der Vorsteuergewinn brach im ersten Halbjahr 18/19 um 57 Prozent ein. Dem Paketversand GLS schwinde bei steigenden Kosten die Marge, hieß es von den Citi-Analysten. Den bestätigten Ausblick stuften die Analysten von Jefferies als "herausfordernd" ein, die Aktie verlor 6,5 Prozent.

Streikgefahr belastet Lufthansa - Sektor schwach 
 

Lufthansa gerieten am Mittag in die Wirbelschleppe der der britischen Airlines und fielen um 1,9 Prozent. Der Sektor der Reise- und Freizeitwerte führte mit einem Minus von 2,5 Prozent die Verlierer in Europa an. Belastet wurde er hauptsächlich von Easyjet (minus 6,6 Prozent) und Ryanair (minus 5,3 Prozent), die an der Londoner Börse besonders unter den Brexit-Sorgen litten. Das Minus bei Lufthansa führten Händler auf die Berichte zurück, dass bei ihrer Tochter Eurowings nun ein Tarifstreit droht. Die monatelangen Tarifverhandlungen zwischen Verdi und Eurowings haben laut der Gewerkschaft zu keinem Ergebnis geführt.

Nach einem guten Lauf in den vergangenen beiden Wochen ging es für die Aktie von RWE um 1,7 Prozent nach unten. Verschreckt reagierten Anleger zum einen auf die Nachricht, dass der Bebauungsplan für das neue Braunkohlekraftwerk in Niederaußem unwirksam sei. Zudem ist der Versorger stark vom britischen Markt abhängig: RWE Generation UK erzeugt im Vereinigten Königreich mehr als 10 Prozent der Elektrizität.

Im DAX gehörten Henkel mit einem Plus von 0,3 Prozent zu den wenigen Gewinnern des Tages. Das organische Wachstum ist etwas unter, der bereinigte Gewinn aber etwas über den Prognosen ausgefallen. Linde schlossen nach Zahlen unverändert. Der für die ersten neun Monate ausgewiesene operative Gewinn liege leicht über den Schätzungen, und der Ausblick sei vergleichsweise optimistisch, hieß es.

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.                          Index    Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                                      stand      absolut         in %          seit 
.                                                                       Jahresbeginn 
Europa             Euro-Stoxx-50    3.190,31       -15,05        -0,5%         -9,0% 
.                       Stoxx-50    2.924,85       -18,62        -0,6%         -8,0% 
.                      Stoxx-600      358,43        -3,84        -1,1%         -7,9% 
Frankfurt              XETRA-DAX   11.353,67       -58,86        -0,5%        -12,1% 
London           FTSE-100 London    7.033,75        -0,04        -0,0%         -8,5% 
Paris               CAC-40 Paris    5.033,62       -35,23        -0,7%         -5,3% 
Amsterdam          AEX Amsterdam      524,89        -2,24        -0,4%         -3,6% 
Athen             ATHEX-20 Athen    1.658,95        -9,77        -0,6%        -20,4% 
Brüssel          BEL-20 Bruessel    3.526,18       -12,64        -0,4%        -11,4% 
Budapest            BUX Budapest   39.070,97       -44,59        -0,1%         -0,8% 
Helsinki        OMXH-25 Helsinki    3.914,85       -41,34        -1,0%         -0,1% 
Istanbul    ISE NAT. 30 Istanbul  117.023,48      -181,28        -0,2%        -17,0% 
Kopenhagen    OMXC-20 Kopenhagen      906,03       -20,74        -2,2%        -11,5% 
Lissabon         PSI 20 Lissabon    4.959,67       -43,00        -0,9%         -8,8% 
Madrid            IBEX-35 Madrid    9.073,50       -33,10        -0,4%         -9,7% 
Mailand         FTSE-MIB Mailand   18.905,36      -172,11        -0,9%        -12,7% 
Moskau                RTS Moskau    1.131,13       +13,87        +1,2%         -2,0% 
Oslo                    OBX Oslo      798,75        -5,64        -0,7%         +7,5% 
Prag                    PX  Prag    1.081,03        -3,41        -0,3%         +0,3% 
Stockholm      OMXS-30 Stockholm    1.489,79       -12,66        -0,8%         -5,5% 
Warschau         WIG-20 Warschau    2.202,91       -28,99        -1,3%        -10,5% 
Wien                    ATX Wien    3.135,11       -16,83        -0,5%         -7,8% 
Zürich               SMI Zuerich    8.870,03       -61,17        -0,7%         -5,5% 
 
 
DEVISEN             zuletzt      +/- %      Do 8:49  Mi 17:58   % YTD 
EUR/USD              1,1316     +0,01%       1,1333    1,1314   -5,8% 
EUR/JPY              128,39     -0,11%       128,69    128,65   -5,1% 
EUR/CHF              1,1384     -0,05%       1,1396    1,1386   -2,8% 
EUR/GBP              0,8882     +1,99%       0,8727    0,8692   -0,1% 
USD/JPY              113,47     -0,13%       113,57    113,72   +0,7% 
GBP/USD              1,2742     -1,88%       1,3006    1,3014   -5,7% 
Bitcoin 
BTC/USD            5.578,70      -1,9%     5.666,24  5.861,87  -59,2% 
 
ANLEIHERENDITEN     aktuell     Vortag  YTD absolut 
Deutschland 2 J.      -0,64      -0,61        -0,02 
Deutschland 10 J.      0,36       0,40        -0,07 
USA 2 Jahre            2,83       2,87         0,94 
USA 10 Jahre           3,09       3,12         0,68 
Japan 2 Jahre         -0,14      -0,15        -0,01 
Japan 10 Jahre         0,10       0,10         0,05 
 
ROHOEL              zuletzt  VT-Settl.        +/- %   +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex             56,82      56,25        +1,0%      0,57   -2,2% 
Brent/ICE             67,09      66,12        +1,5%      0,97   +6,1% 
 
METALLE             zuletzt     Vortag        +/- %   +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)        1.213,74   1.210,90        +0,2%     +2,84   -6,8% 
Silber (Spot)         14,25      14,14        +0,8%     +0,11  -15,9% 
Platin (Spot)        838,60     835,50        +0,4%     +3,10   -9,8% 
Kupfer-Future          2,75       2,71        +1,5%     +0,04  -17,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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November 15, 2018 12:15 ET (17:15 GMT)

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