Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BAYER - Der Leverkusener Bayer-Konzern will seine Organisation straffen und startet dazu ein neues Sparprogramm in mehreren Sparten. Es sieht auch den Abbau von Arbeitsplätzen vor, wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr. Besonders betroffen ist demnach die seit längerem kriselnde Division Consumer Health, die verschreibungsfreie Medikamente wie Aspirin und Claritin herstellt. Aber auch in der Pharmaforschung und in der mit Monsanto kombinierten Agrarsparte würden Jobs wegfallen, heißt es. (Handelsblatt S. 4)
STADA - Der Pharmakonzern Stada macht reinen Tisch, was die Vorwürfe gegen ehemalige Vorstandsmitglieder angeht. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat der Aufsichtsrat am vergangenen Freitag beschlossen, Compliance-Untersuchungen gegen den früheren Vorstandsvorsitzenden und Finanzvorstand, Matthias Wiedenfels und Helmut Kraft, einzustellen. An diesem Freitag solle der Vorstand das auf einer Sitzung bestätigen, ist aus Branchenkreisen zu hören. Außerdem ist das Unternehmen noch mit Vorwürfen gegen Wiedenfels' Vorgänger Hartmut Retzlaff befasst. Die seien weitgehend geklärt, ist zu hören; einige Regressansprüche seien aber noch zu besprechen. (FAZ S. 20)
DEUTSCHE BANK - Die Deutsche Bank sieht sich in ihrem aktuellen Sparprogramm auf gutem Wege. "Wir sind vor drei Jahren bei 103.000 Mitarbeitern gestartet. Wir erwarten, zum Jahresende gut unter 93.000 zu kommen. Das haben wir versprochen und das werden wir erreichen", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bank, Karl von Rohr, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Er gehe zudem fest davon aus, dass die Bank ihr angestrebtes Kostenziel von 23 Milliarden Euro in diesem Jahr erreiche. Auf die Frage nach einer möglichen Fusion mit der Commerzbank sagte von Rohr: "Unsere Aktionäre würden uns schelten, wenn wir uns nicht mit strategischen Alternativen befassen würden. Aber entscheidend ist: Derzeit ist das kein Thema, wir haben in den kommenden zwölf bis 18 Monaten erst einmal genug Hausaufgaben zu erledigen." (FAZ S. 22)
NORDLB - Die Commerzbank nimmt Finanzkreisen zufolge Abstand von einer Beteiligung oder Übernahme der NordLB. Das Institut wolle kein verbindliches Angebot für die Hannoveraner Landesbank abgeben, sagten informierte Personen. Mehrere Teile der NordLB seien nicht attraktiv für die Commerzbank. Und diese würden nach Überzeugung von Vorstandschef Martin Zielke die Wachstums- und Synergieeffekte überlagern, die das Institut durch eine Übernahme im Privat- und Firmenkundengeschäft erzielen könnte. Auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) werde wahrscheinlich kein Gebot abgeben, berichtet die Süddeutsche, es sei denn die niedersächsischen Sparkassen erfüllten wichtige Bedingungen. (Handelsblatt S. 30/SZ S. 20/FAZ S. 18/Börsen-Zeitung S. 8)
OSRAM - Die Aktie des Lichtkonzerns Osram ist nach Gerüchten um eine Übernahme in die Höhe geschnellt. Bain Capital prüfe ein Angebot für die frühere Siemens-Tochter. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf unterrichtete Kreise. Auch andere Private-Equity-Gesellschaften hätten demnach Interesse an Osram. Ein Sprecher des Konzerns wollte auf Handelsblatt-Anfrage den Vorgang nicht kommentieren. (Handelsblatt S. 23/Börsen-Zeitung S. 9)
DAIMLER - Dieter Zetsche gibt nächstes Jahr seinen Posten als Daimler-Vorstandsvorsitzender auf, um nach weiteren zwei Jahren Pause in den Aufsichtsrat einziehen und dessen Vorsitz übernehmen zu können. Doch nun scheint es einen Konkurrenten zu geben. Bodo Uebber, seit 15 Jahren Finanzvorstand des Konzern, scheint ebenfalls Aufsichtsratschef werden zu wollen. (FAZ S. 22)
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November 28, 2018 00:50 ET (05:50 GMT)
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