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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -3-

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Der Chemiekonzern BASF kann seine Jahresprognose nicht halten. Das DAX-Unternehmen erwartet nun einen deutlicher als bislang befürchteten Rückgang des operativen Ergebnisses. Als Gründe gab die BASF SE den niedrigen Rheinpegel, das schwächere Geschäft mit der Automobilindustrie und niedrigere Preise für ein Produkt im Segment Chemicals an. Die Aktie fiel am Freitagabend nachbörslich um gut 4 Prozent. So rechnet BASF aufgrund der Daten für November nun mit einem deutlichen Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 7,65 Milliarden Euro. Bisher war der Konzern von einem Minus von bis zu 10 Prozent ausgegangen. Beim nicht bereinigten EBIT wird weiterhin ein deutlicher Rückgang erwartet. Der Umsatz soll wie geplant leicht um bis zu 5 Prozent zulegen.

TAGESTHEMA II

Die Deutsche Bahn hat wegen des Warnstreiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Montag bundesweit den Fernverkehr eingestellt. Auch der Regionalverkehr ist eingeschränkt. Ab 9.00 Uhr soll der Verkehr wieder aufgenommen werden.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- DE 
    08:00 Handels- und Leistungsbilanz Oktober 
          Handelsbilanz saisonbereinigt 
          PROGNOSE: +18,1 Mrd Euro 
          zuvor:    +17,6 Mrd Euro 
          Leistungsbilanz nicht-saisonbereinigt 
          PROGNOSE: +19,5 Mrd Euro 
          zuvor:    +21,1 Mrd Euro 
 

AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN

Keine Auktionen angekündigt.

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX                    Stand  +/- % 
S&P-500-Future        2.619,70  -0,62 
Nikkei-225           21.219,50  -2,12 
Schanghai-Composite   2.589,86  -0,61 
 
INDEX            zuletzt      +/- % 
DAX            10.788,09      -0,21 
DAX-Future     10.707,00      -2,10 
XDAX           10.709,79      -2,11 
MDAX           22.535,45       0,39 
TecDAX          2.516,63       0,45 
EuroStoxx50     3.058,53       0,41 
Stoxx50         2.828,92       0,78 
Dow-Jones      24.388,95      -2,24 
S&P-500-Index   2.633,08      -2,33 
Nasdaq-Comp.    6.969,25      -3,05 
EUREX            zuletzt    +/- Ticks 
Bund-Future     163,37%        +12 
 

ÜBERSICHT RENDITEN ANLEIHEMARKT

ANLEIHERENDITEN    aktuell  Vortag  YTD absolut 
Deutschland 2 J.     -0,61   -0,61         0,00 
Deutschland 10 J.     0,25    0,25        -0,18 
USA 2 Jahre           2,70    2,72         0,81 
USA 10 Jahre          2,84    2,85         0,43 
Japan 2 Jahre        -0,14   -0,14         0,00 
Japan 10 Jahre        0,04    0,06        -0,01 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Mit weiter fallenden Kursen an den Aktienmärkten rechnen Händler am Montag. "Die Risiko-Aversion ist ungebrochen hoch", sagt ein Händler. Er verweist auf den Gegenwind für die britische Regierung vor der Brexit-Abstimmung, die für Dienstag geplant ist - aber nach Medienberichten auch verschoben werden könnte -, auf die Gelb-Westen-Proteste, die in Frankreich bereits die Wirtschaft belasten und nun auf die Niederlande sowie Belgien übergeschwappt sind, auf den Handelsstreit, auf schwache chinesische Außenhandelsdaten sowie auf die Gewinnwarnung von BASF. Die Vorlagen von den asiatischen Börsen sind schwach, und mit den US-Index-Futures fallen auch DAX- sowie Euro-Stoxx-50-Future im neuen Frühhandel bereits weiter. Daneben wächst der Druck Richtung Jahresende nun auch aus steuerlichen Gründen, zum einen wegen der Repatriierungen von US-Geldern nach der Steuerreform und zum anderen auch von Inländern.

Rückblick: Uneinheitlich - Die Börsen haben ihre Tagesgewinne zum Wochenausklang wieder abgegeben, der DAX rutschte sogar ins Minus. Sah es zunächst nach einer deutlicheren Erholung aus, kamen die Kurse dann am Nachmittag mit der erneut schwachen Wall Street wieder unter Druck. Der DAX litt zusätzlich unter den Abgaben der Fresenius-Aktie. Im Gegenzug wurde der Euro-Stoxx-50 von den kräftigen Gewinnen der Ölwerte gestützt, nachdem sich die Opec auf eine Fördermengenkürzung geeinigt hatte. Die Ölwerte in Europa setzten sich mit einem Plus von 2,2 Prozent an die Spitze der Kursgewinner. BP stiegen um 2,3 Prozent und Shell um 2,6 Prozent. Dagegen hatte der schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht kaum Auswirkungen. Etwas in den Hintergrund gedrängt wurde auch der Handelsstreit zwischen den USA und China, der am Vortag mit der Festnahme der Finanzchefin von Huawei erneut eskaliert war.

DAX/MDAX/TECDAX

Etwas leichter - Ein Kursdebakel erlebten die Aktien der Fresenius-Familie. Der Kurs von Fresenius brach um 17,7 Prozent ein, der Kurs der Tochter FMC fiel um 8,5 Prozent. Die Kursverluste am Markt hätten Anleger in die vermeintlich sicheren Gesundheitswerte getrieben, daher flöhen sie nun in Scharen, erklären Händler den Kurseinbruch. Denn Fresenius wird wohl die eigenen Mittelfristziele verfehlen. Carl Zeiss Meditec gewannen 0,9 Prozent nach Vorlage ihrer Jahreszahlen. Positiv kam dabei die leicht gesteigerte Gewinnmarge an. Die Dividende soll aber nur konstant bleiben. Wirecard waren stärkster DAX-Gewinner mit 2,8 Prozent Plus, Linde verbesserten sich um 0,7 Prozent. Bei den Autowerten führten VW mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent die Erholung an. Der Autokonzern hatte am Vortag das Renditeziel überraschend vorgezogen.

XETRA-NACHBÖRSE

In einem freitagsbedingt etwas ruhigeren Geschäft gaben die meisten Werte im Gefolge der Wall Street nach, wie ein Händler sagte. BASF fielen mit einer Gewinnwarnung um 4,4 Prozent, im Gefolge gaben Lanxess 1,6 Prozent ab. Continental reagierten nicht auf Aussagen zum Gesamtjahr. Wirecard bauten die hohen Tagesverluste um weitere 0,7 Prozent aus. Elmos Semiconductor legten mit Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms 3,8 Prozent zu.

USA / WALL STREET

Kurseinbruch - Die Wall Street hat eine rabenschwarze Woche erneut mit massiven Verlusten beendet. Nach kleinen Gewinnen zum Start drehte der Markt nach unten ab, und in immer neuen Wellen kamen Verkäufer herein. Vor allem bei den Nasdaq-Indizes mit Verlusten von 3 Prozent sprachen Teilnehmer von panikartigen Verkäufen. Dabei drückten vor allem die Sorgen wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und China wieder auf den Markt. Auch der Brexit, die Gefahr einer inversen Zinskurve und die Unsicherheit um die Geldpolitik ängstigt viele Anleger. Abverkauft wurden potenzielle Opfer einer verschärften internationalen Zollpolitik: Technologiewerte wie Nvidia (-6,7 Prozent) und Intel (-4,4 Prozent) oder Industriewerte wie Deere (-4,6 Prozent) oder Caterpillar (-3,8 Prozent). Broadcom legten nach gut aufgenommenen Geschäftszahlen um 0,6 Prozent zu. Für Ulta Beauty ging es um 13,1 Prozent nach unten. Der Kosmetik-Einzelhändler hat mit seinen Viertquartalszahlen enttäuscht.

US-Anleihen waren als vermeintlich sicheres Investment gesucht. Die Rendite zehnjähriger Titel verlor 2,8 Basispunkte auf 2,86 Prozent. Die Differenz zwischen der Zwei- und der Zehnjahresrendite verengte sich aber nicht weiter, weil auch die Rendite der Kurzläufer kräftig nachgab. An den vergangenen Tagen hatte die drohende inverse Zinsstruktur als Vorbote einer möglichen Rezession die Teilnehmer am Aktienmarkt verschreckt.

DEVISENMARKT

DEVISEN   zuletzt   +/- %  Fr, 9:54  Do, 17:42   % YTD 
EUR/USD    1,1438  +0,36%    1,1380     1,1366   -4,8% 
EUR/JPY    128,63  +0,19%    128,39     127,76   -4,9% 
EUR/CHF    1,1299  +0,09%    1,1298     1,1288   -3,5% 
EUR/GBP    0,8969  +0,04%    0,8923     0,8904   +0,9% 
USD/JPY    112,46  -0,15%    112,83     112,41   -0,2% 
GBP/USD    1,2753  +0,31%    1,2754     1,2768   -5,6% 
Bitcoin 
BTC/USD  3.529,87  +0,31%  3.352,75   3.612,24  -75,4% 
 

Der Dollar geriet mit der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten unter Druck. Im Gegenzug kletterte der Euro bis auf ein Tageshoch bei 1,1416 Dollar und notierte im späten Geschäft nach einem Rücksetzer fast genauso hoch. Die allmählich sinkenden Zinserhöhungserwartungen in den USA machen der US-Devise zu schaffen, die am Montagmorgen erneut schwächelt. Der Dollar fällt am Morgen zum Euro auf den tiefsten Stand seit drei Wochen und der Goldpreis steigt im Gegenzug auf den höchsten Stand seit fast einem halben Jahr. Goldman Sachs geht zwar immer noch von einer US-Zinserhöhung in der kommenden Woche aus, sieht die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im März nun aber unter 50 Prozent.

ROHSTOFFE

ÖL

ROHÖL           zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex         52,51      52,61  -0,2%    -0,10   -9,1% 
Brent/ICE         61,97      61,67  +0,5%     0,30   -1,6% 
 

Die Ölpreise legten deutlich zu. Beim Opec-Treffen in Wien hat sich das Kartell mit seinen Verbündeten auf eine Senkung der Fördermenge geeinigt. Der Umfang von 1,2 Millionen Barrel pro Tag liegt im Rahmen der Schätzungen des Marktes. Die 14 Opec-Staaten reduzierten ihre Produktion um 800.000 Barrel, weitere 400.000 Fass übernähmen Nicht-Mitglieder, sagte der zuständige irakische Minister. Zudem geht auch die US-Produktion zurück. Die Zahl der aktiven Bohrlöcher in den USA ist auf Wochensicht um 10 auf 877 gefallen. Für WTI ging es zum Settlement um 2,2 Prozent auf 52,61 Dollar nach oben, Brent stieg um 2,48 Prozent auf 61,53 Dollar.

METALLE

METALLE         zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)    1.249,08   1.248,57  +0,0%    +0,52   -4,1% 
Silber (Spot)     14,60      14,62  -0,1%    -0,02  -13,8% 
Platin (Spot)    793,60     793,70  -0,0%    -0,10  -14,6% 
Kupfer-Future      2,74       2,76  -0,7%    -0,02  -18,3% 
 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

December 10, 2018 01:47 ET (06:47 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Gold als "sicherer Hafen" legte weiter zu, der Preis für die Feinunze stieg um 0,9 Prozent auf 1.248 Dollar. Mit dem weiter ungelösten Handelsstreit zwischen den USA und China, dem Brexit sowie dem italienischen Haushaltsstreit gebe es weiterhin eine ganze Reihe von politischen Unwägbarkeiten, heißt es. Dazu komme die Aussicht auf ein verlangsamtes Tempo bei den US-Zinserhöhungen. Dies wirke positiv für das zinslose Edelmetall.

MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR

KONJUNKTUR CHINA

Das Wachstum der chinesischen Exporte hat sich im November unerwartet deutlich abgeschwächt. Sowohl in die Schwellen- wie auch die Industrieländer verlangsamte sich das Exportwachstum. Etwas anders sah es aber im Handel mit den USA aus, wo China erneut einen rekordhohen Handelsüberschuss erzielte. Insgesamt wuchsen die Exporte Chinas im Jahresvergleich um 5,4 Prozent, was nicht nur einen starken Rückgang gegenüber dem Oktoberwert von 15,6 Prozent darstellt, sondern zugleich das niedrigste Wachstum in den vergangenen acht Monaten bedeutet. Ökonomen hatten das Wachstumsplus auf 10,0 Prozent geschätzt . Chinas Importe weiteten sich im November um 3,0 Prozent aus, was ebenfalls weit unter dem Oktoberwert von 21,4 Prozent liegt.

KONJUNKTUR JAPAN

Die japanische Wirtschaft hat im dritten Quartal deutlich schlechter als ursprünglich befürchtet abgeschnitten. Die Wirtschaft schrumpfte von Juli bis September mit einer annualisierten Rate von 2,5 Prozent, wie aus der zweiten Veröffentlichung der Regierung hervorgeht. Ursprünglich war ein Rückgang von 1,2 Prozent festgestellt worden.

HANDELSSTREIT/HUAWEI

Nach der Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei hat Peking den kanadischen Botschafter einbestellt. Wie Xinhua berichtete, protestierte Vize-Außenminister Le Yucheng bei dem Gespräch mit dem Diplomaten John McCallum gegen die "skrupellose und abscheuliche" Festnahme von Meng Wanzhou.

Die in Kanada festgenommene Finanzchefin des chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei droht nach kanadischen Angaben in den USA jahrzehntelange Haft. Ein Rechtsvertreter der kanadischen Regierung sagte bei einer gerichtlichen Anhörung in Vancouver, die US-Justiz werfe Meng Wanzhou betrügerischen Verstoß gegen Iran-Sanktionen der USA vor. Dafür drohe ihr eine mehr als 30-jährige Haftstrafe.

US-INNENPOLITIK

US-Präsident Donald Trump dreht weiter am Personalkarussell: John Kelly, Stabschef im Weißen Haus, werde den Posten Ende des Jahres aufgeben, sagte Trump. Einen Nachfolger werde er in "ein oder zwei Tagen" bekanntgeben.

Trump hat Armeechef Mark Milley als neuen Generalstabschef nominiert. Der 60-jährige Vier-Sterne-General solle Joseph Dunford ersetzen, der im Oktober in den Ruhestand geht.

US-GELDPOLITIK

Der Präsident der Federal Reserve Bank von St. Louis, James Bullard, will die Zinsen nicht weiter erhöhen. Der Notenbanker spricht sich seit längerer Zeit gegen weitere Zinserhöhungen aus.

INFLATION CHINA

Der Preisauftrieb in China hat sich im November verlangsamt. Der Verbraucherpreisindex stieg im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent, verglichen mit 2,5 Prozent im Vormonat. Ökonomen hatten eine Zunahme um 2,4 Prozent geschätzt, Ziel der Regierung in Peking ist es, den Preisauftrieb unter rund 3 Prozent zu halten.

INNENPOLITIK

Angesichts der Proteste in Frankreich richtet sich Präsident Emmanuel Macron am Montag in einer Ansprache an die Bevölkerung. Der Staatschef werde um 20.00 Uhr eine Rede zur Krise halten, teilte der Elysée-Palast am Sonntagabend in Paris mit. Die Protestbewegung der sogenannten Gelbwesten fordert den Rücktritt Macrons sowie allgemeine Steuersenkungen, höhere Renten und Löhne. Die Massenproteste wurden von gewalttätigen Ausschreitungen begleitet. Macron will am Montag zunächst Vertreter von Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden sowie von Nationalversammlung und Senat empfangen. Ministerpräsident Edouard Philippe hatte nach den jüngsten Massenprotesten am Samstag einen "Dialog" angekündigt. Er stellte neue Vorschläge des Präsidenten in Aussicht, die es der Nation ermöglichen sollten, "auf der Höhe der Herausforderungen zu sein". Details nannte er nicht. Arbeitsministerin Muriel Pénicaud kündigte an, Macron werde "konkrete und sofortige Maßnahmen" vorstellen. Dazu würden aber keine Verbesserungen beim Mindestlohn gehören. Die bisherigen Zusagen der Regierung zur Minderung des Anstiegs der Lebenshaltungskosten reichen den Aktivisten nicht aus. Sie hat unter anderem angekündigt, die geplante Erhöhung der Ökosteuer auf Sprit im kommenden Jahr auszusetzen. Macrons Sprecher Benjamin Griveaux räumte am Sonntag ein, dass die Regierung offenbar das Bedürfnis der Franzosen unterschätzt habe, sich Gehör zu verschaffen. Die Proteste der "Gelbwesten" in Paris waren im Verlauf des Samstags, des vierten Wochenendes in Folge, zunehmend in Gewalt umgeschlagen. In der Nähe des Boulevards Champs-Elysées bewarfen Demonstranten die Polizei mit Knallkörpern und Pflastersteinen. Sie steckten Barrikaden und Autos in Brand. Mehrere Demonstranten versuchten zudem, ein Luxuskaufhaus anzuzünden, wie AFP-Reporter berichteten. Die Polizei war diesmal allein in der Hauptstadt mit einem Großaufgebot von 8000 Kräften im Einsatz, um einen weiteren "Schwarzen Samstag" zu vermeiden. Am vergangenen Wochenende hatte es bürgerkriegsähnliche Szenen in Paris gegeben, mit mehr als 130 Verletzten allein in der Hauptstadt sowie Sachschäden in Millionenhöhe, auch am Triumphbogen. Die Sicherheitskräfte griffen diesmal früher ein und nahmen nach Taschenkontrollen hunderte Gewaltbereite fest, die Messer, Hämmer oder Baseballschläger bei sich führten. In Paris blieben zahlreiche Touristen-Attraktionen wie Eiffelturm und Louvre sowie zahlreiche Geschäfte aus Furcht vor Chaos und Plünderungen geschlossen, es waren deutlich weniger Menschen in der Innenstadt unterwegs als normalerweise an Adventssamstagen. Zahlreiche Metrostationen blieben geschlossen, auch Busse und Vorortbahnen fuhren teilweise nicht. Frankreichs Einzelhändler beklagen schon jetzt Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe, das Wirtschaftsministerium spricht von bis zu 40 Prozent weniger. Die Gewalt vor allem in Paris sei eine "Katastrophe für den Handel, sie ist eine Katastrophe für unsere Wirtschaft", sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Sonntag in Paris. Laut dem Hotelkettenverband gingen die Buchungen zum Jahresende um mindestens zehn Prozent zurück. Landesweit beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums vom Sonntag rund 136.000 Menschen an den Kundgebungen. Ihnen standen insgesamt 89.000 Sicherheitskräfte gegenüber. Es gab fast 2000 vorläufige Festnahmen, davon knapp 1100 in Paris; in mehr als 1700 Fällen wurde anschließend eine längere Ingewahrsamnahme angeordnet. Auch außerhalb von Paris kam es zu Gewalt: Unter anderem aus Lyon, Toulouse und Bordeaux wurden Zusammenstöße von Demonstranten mit der Polizei gemeldet. Landesweit wurden mehr als 260 Menschen verletzt. Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com DJG/kla (END) Dow Jones Newswires December 10, 2018 01:29 ET (06:29 GMT) ISO-8859-11.0

BREXIT

Die britische Premierministerin Theresa May hat ihre Partei vor einem Machtverlust gewarnt, sollte das Brexit-Abkommen bei der entscheidenden Abstimmung am Dienstag im Unterhaus keine Mehrheit bekommen.

INNENPOLITIK FRANKREICH

Tränengas, Zusammenstöße mit der Polizei und eine Höchstzahl von Festnahmen: Auch der vierte Protesttag der "Gelbwesten" in Frankreich war von Gewalt bestimmt. Doch diesmal waren die Behörden auf einen "Schwarzen Samstag" besser vorbereitet: Die Polizei nahm landesweit rund 1.700 Gewaltbereite mit Messern, Baseballschlägern oder Boulekugeln vorübergehend fest, die meisten in der Hauptstadt.

INNENPOLITIK BELGIEN

Das Regierungsbündnis in Belgien ist am Streit über den UN-Migrationspakt zerbrochen. Die flämische Nationalisten-Partei N-VA erklärte ihren Rückzug aus der Viererkoalition, weil Premierminister Charles Michel gegen ihren erklärten Willen zur UN-Migrationskonferenz nach Marrakesch reisen wollte.

WIRTSCHAFT DEUTSCHLAND

Die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Chefin hat für Enttäuschung im Wirtschaftslager gesorgt. "Die CDU igelt sich so in die lauwarme Weiter-so-Blase ein", sagte der Unternehmer Martin Herrenknecht dem Handelsblatt. Mit der Niederlage von Friedrich Merz hätten die Delegierten auf dem Hamburger CDU-Parteitag "gegen Erneuerung und mutige Zukunftsprogrammatik gestimmt". Als Konsequenz will der Vorstandsvorsitzende der Herrenknecht AG seine CDU-Parteimitgliedschaft ruhen lassen. Auch der Unternehmer Jürgen Heraeus ist enttäuscht.

EINZELHANDEL DEUTSCHLAND

Der Einzelhandel in den deutschen Innenstädten leidet im diesjährigen Weihnachtsgeschäft weiter unter schwachen Kundenfrequenzen. Nach einer aktuellen Trendumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) berichten hingegen Einzelhändler außerhalb der Zentren über gute Geschäfte.

CONTINENTAL

Nach zwei Gewinnwarnungen in diesem Jahr steht der Automobilzulieferer Continental kurz vor Geschäftsjahresende zu seiner im August aufgestellten Prognose einer bereinigten operativen Marge von über 9 Prozent. Das Unternehmen bewege sich im vierten Quartal im Rahmen der Erwartungen: "Unser Umsatzziel von rund 44,5 Milliarden Euro werden wir aller Voraussicht nach erreichen."

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

December 10, 2018 01:47 ET (06:47 GMT)

Der Autozulieferer erwägt derweil nach dem für 2019 geplanten Teilbörsengang der Antriebssparte die Übernahme eines Softwarespezialisten. "Ein solcher Zukauf ist nicht auszuschließen", sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer der "Börsen-Zeitung".

DEUTSCHE POST

geht weiterhin davon aus, bald ihr Briefporto von aktuell 70 Cent erhöhen zu dürfen, nachdem die Bundesnetzagentur einen Antrag auf eine Erhöhung zum Jahresende abgelehnt hatte. "Es handelt sich hier nur um eine Terminverschiebung der Entscheidung um ein paar Monate", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Appel im Interview mit Welt am Sonntag.

ELMOS

will für maximal gut 21 Millionen Euro rund 1 Million eigene Aktien zurückkaufen.

DEUTSCHE UMWELTHILFE

Koalitionsstreit um die DUH: Die CDU beschloss auf ihrem Parteitag in Hamburg, die Gemeinnützigkeit der DUH zu prüfen. Die Partei will sich zudem dafür einsetzen, dass der in vielen Städten auf Dieselfahrverbote klagende Verein keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt bekommt. Das Bundesumweltministerium will die Organisation dagegen weiter fördern. Die DUH spielt eine zentrale Rolle in der Debatte um Fahrverbote für Dieselautos in deutschen Städten und hat vor Gericht in den vergangenen Monaten bereits mehrfach Fahrverbote durchgesetzt.

PORSCHE

will in Zukunft deutlich mehr Geld erwirtschaften. "Wir wollen ab 2025 jährlich einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag in Höhe von zwei Milliarden Euro erzielen", sagte Porsche-Chef Oliver Blume der Automobilwoche.

DOCMORRIS

Die Muttergesellschaft von DocMorris, Deutschlands größter Versandapotheke, sieht auch nach den jüngsten Übernahmen kein Ende des Wachstums auf dem deutschen Markt. "Die Konsolidierung ist in unserer Branche längst nicht vorbei", sagte der Vorstandschef der Zur Rose-Gruppe, Walter Oberhänsli, der Welt am Sonntag.

ZALANDO

Der Online-Modehändler ist kurz vor Jahresende verhalten zuversichtlich für das Schlussquartal. "Wir sind positiv gestimmt", sagte Mitgründer und Vorstandsmitglied David Schneider der Zeitung Die Welt. Das sei beispielsweise in der Cyber-Woche Ende November spürbar gewesen.

TOTAL

Der Erdölriese Total bekommt keine Lizenz für Ölbohrungen vor der Amazonas-Mündung in Brasilien. Die brasilianische Umweltbehörde Ibama teilte mit, die Bohrgenehmigung werde "wegen einer Reihe technischer Probleme", die sich im Antragsverfahren herausgestellt hätten, nicht erteilt.

ROCHE

Der Pharma- und Biotechnologiekonzern Gilead Sciences ist auf der Suche nach einem neuen Chef beim Schweizer Konkurrenten Roche fündig geworden. Wie das US-Unternehmen mitteilte, hat es Daniel O'Day zum Chairman und CEO mit Wirkung zum 1. März 2019 ernannt. Er leitet seit 2012 das Pharmageschäft von Roche.

AKORN

Der US-Generikahersteller Akorn bekommt einen neuen CEO. Kurz nachdem der Delaware Supreme Court entschieden hatte, dass Fresenius wegen gravierender Akorn-Verstöße zu Recht die 4,75 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Akorn aufgekündigt hat, kündigte Akornan, dass CEO Raj Rai das Unternehmen verlassen wird.

FACEBOOK

weitet den Umfang seiner Aktienrückkäufe aus. Der Board hat grünes Licht gegeben, dass dafür weitere 9 Milliarden Dollar bereitgestellt werden.

NISSAN

Die Staatsanwaltschaft in Japan hat Medienberichten zufolge Anklage gegen den Automanager Carlos Ghosn erhoben. Wie der Rundfunksender NHK und die Nachrichtenagentur Kyodo berichteten, wird Ghosn darin unter anderem vorgeworfen, jahrelang ein viel zu niedriges Einkommen bei der Börse deklariert zu haben. Nissan werfen die Ermittler vor, den Fall betreffende Dokumente der Börsenaufsicht vorenthalten zu haben.

UBER

Der Beförderungsdienstleister Uber Technologies treibt den schon länger geplanten Börsengang voran. Laut mit der Materie vertrauten Personen hat das Unternehmen vertraulich Unterlagen dafür bei der US-Börsenaufsicht eingereicht.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/raz/flf

(END) Dow Jones Newswires

December 10, 2018 01:47 ET (06:47 GMT)

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© 2018 Dow Jones News
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