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DAX-Ausblick in der Vorweihnachtswoche: Impulse gesucht

Das Börsenjahr neigt sich dem Ende und setzt Investoren unter Druck. Rote Vorzeichen sind auf Jahressicht bei vielen Produkten der Finanzbranche nicht mehr auszuschliessen. Von einer Jahresendrallye mag niemand mehr reden. Das kleine Plus der Vorwoche täuscht im DAX über die brisante Situation hinweg. Immerhin generierten wir zum Wochenstart ein neues 2-jahrestief. Im direkten Vergleich zwischen dem DAX und dem Dow Jones geht der Punkt jedoch an unseren Index. Zwar betrug der Wochengewinn nur 0,72 Prozent, doch der Dow Jones rutschte vor allem am Freitag ins Minus und hinterlässt eine negative Woche mit -1,2 Prozent und einem Indexstand nahe der Verlaufstiefs. Darauf gehe ich etwas später noch einmal gesondert ein. Zuvor ein kleiner Wochenrückblick.

Nach der "tiefroten Woche zum 2. Advent" (hier nachzulesen) tauchte der Deutsche Aktienindex direkt am Montag tiefer in den skizzierten Auffangbereich des Wochencharts aus der Vorwochenanalyse ein:

Unter hohem Abgabedruck war der Montag auch der schwächste Börsentag der Handelswoche. Im Tief erreichten wir 10.585 Punkte und markierten damit ein neues 2-Jahrestief. Erst nach diesem "Ausschütteln" des Marktes kam es dann zu der in Aussicht gestellten Korrektur. Sie vollzog sich sehr langsam, wie man beim Blick auf die Wochenentwicklung sehen kann:

Der Markt folgte damit einem Korrekturmuster, was ich in der Vorwoche anhand des Tageschart wie folgt skizziert und angedeutet hatte (altes Chartbild):

Trägt man die aktuellen Hochpunkte der Woche nun in diesem Chartbild ab, wird die Berührung des Marktes mit der Trendlinie sehr gut sichtbar und ist keine "Überraschung" mehr. Sie stellte sich als Widerstand heraus:

Dabei war der Bereich um 10.940 Punkte sehr relevant - kurzer Einwurf aus der Vorwoche als Zitat:

Aufgezoomt wird der Bereich noch deutlicher sichtbar. Konkret endet er erst über 10.940 Punkten und unterstreicht noch einmal, dass solche Marken relevanter sind, als optisch runde Marken wie die 11.000er.

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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