Themen heute:
Feste Größe bei den Kleinwagen: 100.000 Kia Rio verkauft /// Atradius-Prognose: Deutlich höheres Insolvenzrisiko bei ungeregeltem Brexit
1.
Absatzjubiläum bei Kia: Der koreanische Hersteller hat in Deutschland den 100.000sten Rio verkauft. Das im Jahr 2000 eingeführte Modell ist heute eine feste Größe im deutschen Kleinwagenmarkt und wird seit 2017 in vierter Generation angeboten.
Das 4,07 Meter lange Modell mit dynamischem, mehrfach preisgekröntem Design (Red Dot Award, iF Award) ist seit März dieses Jahres auch in der betont sportlichen Ausführung GT Line erhältlich, die von einem modernen 1,0-Liter-Turbobenziner mit 74 oder 88 kW (100 oder 120 PS) angetrieben wird. Insgesamt stehen vier Motorisierungen zur Wahl, die alle der neuesten Abgasnorm Euro 6d-Temp entsprechen und je nach Triebwerk auch mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe (DCT7) oder einer Sechs-Stufen-Automatik kombiniert werden können.
Die Hälfte der 100.000 Einheiten verkaufte Kia von 2012 bis heute - denn der Durchbruch im deutschen Markt gelang dem Rio mit der Ende 2011 eingeführten dritten Generation. Sie trug erstmals die Handschrift von Kia-Chefdesigner Peter Schreyer und wurde prompt mit einem Red Dot Award prämiert. Das aktuelle Modell knüpfte im vergangenen Jahr nahtlos an den Erfolg des Vorgängers an und belegte mit 8.124 Neuzulassungen Rang vier in der Bestsellerliste von Kia Motors Deutschland hinter dem Kompakt-SUV Sportage, der Kompaktwagenfamilie Ceed und dem Kleinwagen Picanto. Im europa- und weltweiten Kia-Absatz lag der Rio 2017 sogar auf Platz zwei hinter dem Sportage.
2.
Atradius sieht kurzfristig stark steigende Insolvenzrisiken bei britischen Abnehmern, sollte es zu einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union kommen. Darauf weist der internationale Kreditversicherer in einer aktuellen Analyse hin.
Demnach würde es bei einem so genannten "No-Deal Brexit" rund 2.300 mehr Firmenpleiten in Großbritannien im Jahr 2020 geben als bei einem geregelten Ausscheiden aus der Staatengemeinschaft. Bereits in diesem Jahr rechnet der Kreditversicherer mit insgesamt 15.800 Insolvenzen in Großbritannien - ein Anstieg von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch das Forderungsrisiko in anderen Ländern würde bei einem "harten Brexit"-Szenario steigen. Laut der Risikoexperten wären besonders Irland, Belgien, Dänemark und die Niederlande betroffen. Sollte Großbritannien ohne Handelsabkommen aus der Europäischen Union austreten, würde das die gesamte Volkswirtschaft des Vereinigten Königreichs signifikant beeinträchtigen.
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