Der Biotechkonzern Morphosys muss sich einen neuen Chef suchen. Der Vorstandsvorsitzende und Mitbegründer, Simon Moroney, werde seinen Vertrag nicht verlängern und in den Ruhestand treten, teilte die Gesellschaft am Dienstag in Planegg bei München mit. Er werde zurücktreten, sobald sein Vertrag am 30. Juni 2020 auslaufe oder sobald ein Nachfolger benannt worden sei, je nachdem, welches Ereignis zuerst eintrete. Die Morphosys-Aktie stand nach der Nachricht mit einem Abschlag von mehr als zwei Prozent unter Druck./jha/mis
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.
Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.
Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.
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