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MÄRKTE EUROPA/Warnung von Osram belastet Autozulieferwerte

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit leichten Konsolidierungsansätzen zeigen sich Europas Börsen am Donnerstagmittag. Belastend wirken negative Nachrichten von den Autozulieferern. Dazu treibt auch keine Fantasie mehr rund um die Handelsgespräche zwischen den USA und China. Hier hat es zuletzt keine konkreten Aussagen mehr gegeben. Auch sind in den USA die Fronten im Streit um den US-Haushalt und die von US-Präsident Donald Trump geplante Grenzmauer verhärtet und eine Lösung nicht in Sicht. Analysten warnen davor, dass die bremsende Wirkung auf die Wirtschaft immer stärker wird, je länger der Streit anhält. Der DAX gibt 0,2 Prozent nach auf 10.867 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,3 Prozent auf 3.061 Zähler.

Im Fokus stehen erneut zahlreiche Reden von Fed-Vertretern am Nachmittag. Das Protokoll der Dezember-Sitzung der US-Notenbank war recht taubenhaft ausgefallen. Zwar schließt die Fed zukünftige Zinsschritte nicht aus, will sich damit aber Zeit lassen. Nach zuletzt sehr taubenhaften Aussagen gleich mehrerer Fed-Mitglieder, die ein Grund für die jüngste Erholung an den Märkten waren, setzt das Protokoll aber keine Akzente mehr. An den Finanzmärkten werden praktisch keine Zinserhöhungen im laufenden Jahr mehr eingepreist.

Osram-Gewinnwarnung belastet Autozulieferer 
 

Massiv unter Druck stehen die Autozulieferwerte in Europa: Eine unerwartete Gewinnwarnung von Osram drückt die Aktien um 7 Prozent nach unten. Im DAX fallen Conti um 3,1 Prozent, Hella um 3,5 Prozent und in Frankreich Faurecia um 7 Prozent. Bereits im Vorjahr war Osram eines der ersten Unternehmen aus dem Sektor, das eine Gewinnwarnung geliefert hatte - viele andere folgten. "Ich sehe dunkle Wolken für 2019 am Horizont aufziehen, die Nachfrage nach Leuchtdioden geht spürbar zurück", sagte Osram-Chef Olaf Berlien der Augsburger Allgemeinen. Das vierte Quartal sei noch schwächer ausgefallen als dies manche Finanzexperten und Osram selbst noch vor einigen Monaten erwartet hätten. Continental leiden zudem darunter, dass UBS die Aktie auf "Neutral" nach "Buy" gesenkt hat.

Deutsche Bank in den Schlagzeilen 
 

Die negativen Nachrichten bei der Deutschen Bank reißen nicht ab. Im Steuerskandal gibt es erneut Vorwürfe gegen die Bank. So soll nach Informationen von NDR und WDR das Hamburger Geldinstitut Warburg Klage gegen die Bank eingereicht haben. Auch haben die Analysten der Societe Generale ihre Verkaufsempfehlung bestätigt und das Kursziel auf 5,50 Euro gesenkt. Da sich bislang aber nichts substanziell Neues in den Vorwürfen finden lässt, erholt sich die Aktie nach 2 Prozent Minus auf minus 0,4 Prozent.

Die britische Supermarktkette Tesco (plus 1 Prozent) hat dank eines guten Weihnachtsgeschäfts den bereinigten Umsatz gesteigert. Er legte in den sechs Wochen zum 5. Januar in ganz Großbritannien und Irland um 2,6 Prozent zu. Damit habe sich Tesco sowohl beim Volumen als auch beim Umsatz besser als der Markt entwickelt.

Sodexo liefert Hausmannskost 
 

Die am Morgen vorgelegten Geschäftszahlen von Sodexo stuft ein Marktteilnehmer als "unspektakulär" ein. Das organische Wachstum liege leicht oberhalb der Markterwartung, was teilweise auf die Währungsentwicklung zurückzuführen sei. Investitionen könnten in den kommenden beiden Quartalen die Marge etwas belasten. Die Aktie legt 1,7 Prozent zu.

Laut Angaben aus dem Handel soll der Investor Triton einen 8,8-Prozentanteil an Befesa per beschleunigtem Bookbuildingverfahren bei 36 Euro je Aktie platziert haben, was die Aktie (minus 7 Prozent) belastet.

=== 
Aktienindex              zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.061,35      -0,29         -8,89           2,00 
Stoxx-50                2.811,57      -0,18         -4,97           1,87 
DAX                    10.867,42      -0,24        -25,90           2,92 
MDAX                   22.603,42      -0,77       -174,94           4,70 
TecDAX                  2.522,22      -1,00        -25,45           2,94 
SDAX                   10.049,73      -0,53        -54,04           5,68 
FTSE                    6.904,80      -0,03         -1,83           2,65 
CAC                     4.782,68      -0,64        -30,89           1,10 
 
Rentenmarkt              zuletzt                  absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite       0,19                    -0,03          -0,05 
US-Zehnjahresrendite        2,70                    -0,01           0,02 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %  Do, 8.31 Uhr  Mi, 17.57 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,1533     -0,14%        1,1533         1,1527   +0,6% 
EUR/JPY                   124,64     -0,22%        124,64         124,92   -0,9% 
EUR/CHF                   1,1267     +0,15%        1,1267         1,1257   +0,1% 
EUR/GBP                   0,9056     +0,36%        0,9056         0,9032   +0,6% 
USD/JPY                   108,07     -0,07%        108,07         108,38   -1,4% 
GBP/USD                   1,2734     -0,50%        1,2734         1,2762   -0,2% 
Bitcoin 
BTC/USD                 3.784,75     -5,60%      3.784,75       4.003,00   +1,8% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  52,09      52,36         -0,5%          -0,27  +14,7% 
Brent/ICE                  61,10      61,44         -0,6%          -0,34  +12,8% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.293,41   1.293,90         -0,0%          -0,50   +0,8% 
Silber (Spot)              15,72      15,75         -0,2%          -0,03   +1,5% 
Platin (Spot)             826,85     825,00         +0,2%          +1,85   +3,8% 
Kupfer-Future               2,65       2,66         -0,1%          -0,00   +0,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 10, 2019 07:26 ET (12:26 GMT)

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© 2019 Dow Jones News
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