Obwohl es keine konkrete Meldung gab, entdeckten die Anleger am gestrigen Mittwoch die Lufthansa-Aktie wieder für sich. Eine Aussage des obersten Lufthanseaten Carsten Spöhr sorgte für eine positive Stimmung. Er regte an, den Berliner Flughafen Tegel aufgrund des wachsenden Luftverkehrs offenzuhalten, und bezweifelte, ob der neue Hauptstadtflughafen Schönefeld, der Oktober 2020 eröffnet werden soll, ausreichende Kapazitäten besitzt. Die Zuversicht Spöhrs teilten die Anleger und ließen die Aktie steigen.
Diese war bereits durch die Aussicht auf geringere Treibstoffkosten in diesem Jahr beflügelt worden. Wegen der gesunkenen Ölpreise kalkuliert die Lufthansa im laufenden Jahr nun mit Kerosinkosten von 6,3 statt 7,0 Milliarden Euro. Als erfolgreich wird ebenso die Eingliederung von Teilen der im August 2017 in die Insolvenz gegangenen Air Berlin gesehen. Die Sitzplatzauslastung aller Airlines des Konzerns verbesserte sich im letzten Jahr auf 81,4 Prozent und erreichte einen neuen Rekord. Die Passagierzahlen stiegen um zehn Prozent.
Im Chart lässt sich bereits seit November ein Aufwärtstrend darstellen, der aktuell zwischen 19,50 und 23,30 Euro beschrieben werden kann. Dabei stiegen die Notierungen Anfang Dezember auf ein Hoch bei 21,87 Euro an, testeten anschließend aber noch einmal die Unterseite des Trendkanals. Entlang dieser bewegt sich die Aktie derzeit nach oben, wodurch sich Aufwärtspotenzial ergeben könnte. Ein verändertes Bild würde sich dagegen mit einem Ausbruch nach unten unter das Dezembertief von 18,71 Euro ergeben.
Auch Analysten äußerten sich in der letzten Zeit mehrheitlich positiv zur Aktie. Bernstein Research bestätigte vor kurzem seine Bewertung als Outperformer mit einem Kursziel von 27 Euro. Nach einem enttäuschenden Jahr 2018 erhoffe er sich 2019 weitere Signale der Umsetzung der Strategie. Sollte die Wirtschaft stabil bleiben, könnte die Lufthansa beim Gewinn positiv überraschen, schrieb der dort zuständige ...
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