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MÄRKTE ASIEN/US-Klage gegen Huawei drückt auf die Stimmung

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Die Stimmung an den Börsen in Ostasien und Australien wird am Dienstag etwas getrübt von schwachen Vorgaben aus den USA und der Klage der USA gegen den chinesischen Huawei-Konzern. An der Wall Street hatten Geschäftszahlen von Caterpillar und Nvidia wieder Konjunktursorgen geschürt, weil beide Unternehmen unter einem schwächelnden Geschäft in China litten.

Hinzu kommt als Verunsicherungsfaktor, dass die US-Justiz Anklage gegen den chinesischen Smartphone- und Technologieriesen Huawei und dessen Finanzdirektorin Meng Wanzhou erhoben hat, unter anderem wegen Verstoßes gegen Iran-Sanktionen und Industriespionage. Das könnte die in dieser Woche weitergehenden Gesprächen zur Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China belasten, befürchten Börsianer. Im Falle Wanzhou hat Peking bereits eine Freilassung gefordert und Gegenmaßnahmen gegen amerikanische und kanadische Manager angedroht. Laut US-Finanzminister Steven Mnuchin wird sich derweil bei den Gesprächen ab Mittwoch US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Vizepremier Liu He treffen.

In diesem Umfeld halten sich die Aktienmärkte in Ostasien vergleichsweise gut. In Tokio geht es für den Nikkei-Index um 0,2 Prozent nach unten auf 20.600 Punkte, nachdem das Marktbarometer im früheren Handel schon deutlich niedriger gelegen hat. In Schanghai und Hongkong büßen die Indizes bis zu 0,2 Prozent ein. Sydney hat nach der Feiertagspause am Montag mit einem Minus von 0,6 Prozent den Handel bereits beendet.

Baumaschinenhersteller nach Caterpillar-Enttäuschung unter Druck 
 

Verkauft werden in Tokio nach den enttäuschenden Geschäftszahlen von Caterpillar Aktien von Baumschinenherstellern. Hitachi Construction knicken um 4,9 Prozent ein, Komatsu um 5,0 Prozent und für Mitsubishi Heavy geht es um 1,1 Prozent nach unten. Besser halten sich Aktien von Unternehmen, die stärker von der Binnenkonjunktur abhängen. Der Kurs des Getränkeherstellers Asahi notiert unverändert, für die Aktie des Versorgers Tokyo Electric Power geht es um über 3 Prozent nach oben.

Dafür, dass sich die Kurse an den chinesischen Börsen relativ stabil halten, dürfte beitragen, dass Peking detaillierte Maßnahmen zur Ankurbelung des heimischen Konsums vorgestellt hat, nachdem sich zuletzt die Anzeichen für ein nachlassendes Wirtschaftswachstum vermehrt hatten. Im Rahmen des neuen Plans sollen Subventionen für mit neuen Energien betriebene Fahrzeuge verbessert und in ländlichen Gebieten, wo das Konsumpotenzial relativ groß ist, die Modernisierung des Fahrzeugbestandes vorgetrieben werden. Städte, die den Kauf von Neuwagen wegen der Umweltbelastung begrenzen, sollen ermutigt werden, Quoten für verschrottete Autos besser zu nutzen.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD      Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    5.874,20     -0,53%    +4,03%     06:00 
Nikkei-225 (Tokio)     20.598,27     -0,25%    +2,92%     07:00 
Kospi (Seoul)           2.174,00     -0,15%    +6,51%     07:00 
Schanghai-Comp.         2.592,35     -0,18%    +3,95%     08:00 
Hang-Seng (Hongk.)     27.497,86     -0,29%    +5,11%     09:00 
Straits-Times (Sing.)   3.183,45     -0,50%    +5,07%     10:00 
KLCI (Malaysia)         1.689,66     -0,46%    +0,10%     10:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Mo, 8:54   % YTD 
EUR/USD                   1,1429      +0,0%    1,1427    1,1407   -0,3% 
EUR/JPY                   124,94      +0,0%    124,91    124,78   -0,6% 
EUR/GBP                   0,8691      +0,0%    0,8690    0,8663   -3,4% 
GBP/USD                   1,3151      +0,0%    1,3149    1,3167   +3,2% 
USD/JPY                   109,33      +0,0%    109,30    109,38   -0,3% 
USD/KRW                  1116,95      -0,5%   1122,50   1118,15   +0,2% 
USD/CNY                   6,7446      -0,0%    6,7453    6,7347   -2,0% 
USD/CNH                   6,7593      +0,0%    6,7570    6,7457   -1,6% 
USD/HKD                   7,8464      +0,0%    7,8460    7,8462   +0,2% 
AUD/USD                   0,7163      +0,0%    0,7160    0,7186   +1,7% 
NZD/USD                   0,6845      +0,2%    0,6828    0,6853   +2,0% 
Bitcoin 
BTC/USD                 3.388,26      -1,2%  3.431,14  3.437,73   -8,9% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.     +/- %   +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  52,23      51,99     +0,5%      0,24  +14,2% 
Brent/ICE                  60,21      59,93     +0,5%      0,28  +11,2% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %   +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.303,20   1.303,50     -0,0%     -0,31   +1,6% 
Silber (Spot)              15,73      15,74     -0,1%     -0,02   +1,5% 
Platin (Spot)             813,00     813,00        0%         0   +2,1% 
Kupfer-Future               2,70       2,68     +0,6%     +0,02   +2,4% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/flf

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January 29, 2019 00:57 ET (05:57 GMT)

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© 2019 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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