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Wirtschaftskommentar des Mannheimer Morgen

Mannheimer Morgen fordert ein Umdenken in der Wirtschaftspolitik 
 
Überschrift: Bequemes Ruhekissen 
 
Die Konjunktur lahmt, der Arbeitsmarkt brummt. Was die Bundesregierung in ihrem neuen Jahreswirtschaftsbericht zu Papier gebracht hat, mutet widersprüchlich an. Ist es aber nicht. Denn im Kern profitiert die große Koalition immer noch von den arbeitsmarktpolitischen Weichenstellungen der Schröder-Ära. Durch die Zunahme von Teilzeitbeschäftigung und flexiblen Arbeitszeitkonten in den Betrieben ist die Beschäftigungslage heute deutlich weniger konjunkturabhängig als noch in den 1990er Jahren. Daher floriert jetzt auch die Binnennachfrage. Sie ist gewissermaßen der konjunkturelle Rettungsanker in - global betrachtet - sehr unsicherem Fahrwasser. 
Allerdings ist diese Rechnung nicht für die Ewigkeit gemacht. Ein wirtschaftlicher Einbruch hätte längerfristig auch negative Auswirkungen auf den privaten Konsum. Und auf den Arbeitsmarkt. Deshalb ist der zuständige Minister Peter Altmaier auch gut beraten, wenn er genau dieses Szenario jetzt in den Blick nimmt und auf Wachstumsimpulse für die heimische Wirtschaft sinnt. Die große Koalition verwendet viel Elan darauf, die sozialen Sicherungssysteme auszubauen. Die Perspektiven der deutschen Wirtschaft sind eher ein politisches Randthema - die Bundesregierung hat es sich schlicht auf dem jahrelangen Ruhekissen des Wachstums bequem gemacht. Die konjunkturelle Delle sollte ein Anlass zum Umdenken sein. 
 
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Unsere Kommentare im Morgenweb: 
 
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MANNHEIMER MORGEN 
Großdruckerei und Verlag GmbH 
Redaktion 
 
Andrea Marx 
Redaktionssekretärin 
 
amarx@mamo.de 
T +49 (0) 621 392-1332 
F +49 (0) 621 392-261490 
Dudenstraße 12-26 
68167 Mannheim 
www.mannheimer-morgen.de 
 
Sitz der Gesellschaft und Handelsregister Mannheim, HRB 2664 
Geschäftsführung: Dr. Björn Jansen, Florian Kranefuß, Jost Bauer 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 30, 2019 14:24 ET (19:24 GMT)

© 2019 Dow Jones News
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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