Anzeige
Mehr »
Donnerstag, 12.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Drohnen, Robotik, E-Autos: Diese Hightech-Aktie könnte jetzt zünden
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
516 Leser
Artikel bewerten:
(4)

Eon-Chef will sich Innogy-Deal nicht "kaputt treten" lassen

Von Christian Grimm

ESSEN (Dow Jones)--Eon-Chef Johannes Teyssen hat die Kritik von Wettbewerbern aus Deutschland an der geplanten Übernahme der RWE-Tochter Innogy mit deutlichen Worten gekontert. Er verglich sie mit unfairen Gegnern im Fußball, die nach dem Motto verführen, "wenn wir hier schon nicht gewinnen können, können wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt treten". Teyssen bediente sich dabei bei einem Gespräch mit Journalisten in Essen eines Zitats des früheren Fußballprofis Rolf Rüssmann.

Stadtwerke, wie die Oldenburger EWE, und der Ökostromanbieter Lichtblick sehen sich durch den Mega-Deal in der Energiebranche einem dominierenden Konzern gegenüber und fürchten um den Wettbewerb. Es entstehe dadurch "im deutschen Strommarkt eine Datenkrake, vergleichbar mit Amazon und Google", beklagte EWE-Chef Stefan Dohler jüngst im Interview mit der Welt am Sonntag. Er verwies darauf, dass die "neue Eon" nach der geplanten Transaktion Beteiligungen an mehr als 100 deutschen Stromnetzbetreibern halten werde. Dohler verlangt deshalb strenge Auflagen der Kartellbehörden.

Nirgends einen Marktanteil von über 20 Prozent 
 

Teyssen wollte die Einwände nicht gelten lassen. Das Geschäft mit Strom- und Gasnetzen sei durch die Bundesnetzagentur komplett reguliert. Auch nach der Eingliederung der Innogy habe Eon im Vertrieb nirgends in Deutschland einen Marktanteil von über 20 Prozent. "Sie werden keine einzelne Postleitzahl in Deutschland finden, wo sie weniger als 100 Angebote kriegen", sagte Teyssen. Der Stromriese würde hierzulande durch die Großexpansion auf 12,5 Millionen Strom- und 2,1 Millionen Gaskunden kommen.

Derzeit befindet sich die Übernahme in der Prüfung der Wettbewerbshüter. Der Eon-Vorstandsvorsitzende erwartet, dass erst im Sommer grünes Licht für die Einverleibung von Vertrieb und Netzen der Innogy gegeben wird. Bis zum 07. März schauen sich die EU-Kartellwächter das Geschäft in einer ersten Bewertung an. Eine Transaktion in der Größenordnung sei aber noch nie in Phase 1 gebilligt worden, so Teyssen. "Das geht so sicher wie das Amen in der Kirche in Phase 2."

Das eingehende Prüfverfahren wird einige Monate in Anspruch nehmen. Beobachter erwarten, dass Brüssel die Essener zwingt, sich in einigen europäischen Ländern von Teilen des Portfolios zu trennen. In Osteuropa würde Eon teilweise eine mächtige Position auf sich vereinen.

Am Dienstag hatten die EU-Kommission und das Bundeskartellamt die Erlaubnis für einen Teil der zwischen Eon und RWE angestrebten Neuvermessung der deutschen Energielandschaft gegeben. RWE darf die Ökostromsparte der Innogy nach knapp drei Jahren zurückholen und am zum Abschluss außerdem mit knapp 17 Prozent an Eon beteiligt sein. Ende dieses Jahres soll der Deal unter Dach und Fach gebracht werden.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/chg/sha

(END) Dow Jones Newswires

February 28, 2019 05:00 ET (10:00 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.