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MÄRKTE ASIEN/Gute Daten und Handelsgespräche stellen Ampeln auf grün

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--An den asiatischen Börsen ist der Schrecken über den geplatzten Koreagipfel schnell verflogen. Anleger widmen sich anderen Themen, die zum Kauf von Aktien animieren. Bis auf wenige Ausnahmen präsentieren sich die Börsen der Region mit moderaten Aufschlägen. Der Nikkei-225 in Tokio zeigt sich sogar fest mit Aufschlägen von 1,1 Prozent auf 21.625 Punkten. Hongkong und Schanghai kommen von ihren Tageshochs wieder zurück. In Südkorea ruht der Handel wegen eines Feiertages.

Gestützt wird die Stimmung von Berichten, wonach die US-chinesischen Handelsgespräche in wenigen Wochen zu einem Ergebnis führen könnten. US-Vertreter bereiten angeblich ein finales Abkommen vor, das Mitte März von den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping unterzeichnet werden könnte. Eine Bestätigung für die Kreisemeldungen liegt freilich nicht vor.

Daneben zeigt die chinesische Konjunktur nach zuletzt überwiegend schwachen Daten ein kleines Lebenszeichen. In der chinesischen Industrie hat sich die Aktivität im Februar leicht belebt. Der von Caixin und Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich leicht, verharrte aber im Kontraktionsbereich.

MSCI-Entscheidung stützt kaum noch 
 

Positiv wird vor allem in China zur Kenntnis genommen, das der globale Indexbetreiber MSCI die Gewichtung chinesischer A-Aktien deutlich angehoben hat. Dieser Schritt wurde aber erwartet und sorgte bereits an den Vortagen für Käufe. MSCI vervierfacht die Gewichtung der A-Titel aus China in seinen globalen Indizes. Einige Analysten leiten daraus ein potenzielles langfristiges Kaufinteresse an chinesischen Aktien ab.

In Tokio stützt auch der schwächere Yen, was die Exportaussichten der japanischen Unternehmen befeuert. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China lässt die Attraktivität der japanischen Währung als vermeintlich sicherer Hafen verblassen. Am Vortag hatte die Krise um Nordkorea den Yen noch gestützt. Der US-Dollar geht bei 111,70 Yen um, am Vortag wurden im Tief weniger als 110,70 bezahlt. Das ist der höchste Stand seit Dezember. Gestützt wird der Greenback auch von den starken US-BIP-Daten sowie weiteren überzeugenden US-Konjunkturdaten vom Vortag.

Der Schanghai-Composite steigt um 0,1, der HSI in Hongkong um 0,3 Prozent. Gut laufen Finanzwerte; Immobilienentwickler sind dagegen schwächer - belastet von jüngsten Plänen zur Flächenversorgung in der Sonderverwaltungszone. SHK Properties und CK Asset verlieren rund 1 Prozent.

In Australien schloss der S&P/ASX-200 auf einem Fünfmonatshoch und legte 0,4 Prozent zu. Auch dort waren Finanzwerte gesucht angesichts zuletzt wieder gestiegener Renditeniveaus. Der Subsektor verbuchte den besten Monat seit sechs Jahren im Februar. Rohstoff- und Energiewerte zählten dagegen zu den Verlierern.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD          Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    6.192,70     +0,38%    +9,68%         06:00 
Nikkei-225 (Tokio)     21.622,53     +1,11%    +8,03%         07:00 
Kospi (Seoul)                            Feiertag 
Schanghai-Comp.         2.943,27     +0,08%   +18,02%         08:00 
Hang-Seng (Hongk.)     28.692,26     +0,21%   +10,77%         09:00 
Straits-Times (Sing.)   3.220,51     +0,24%    +5,91%         10:00 
KLCI (Malaysia)         1.698,69     -0,53%    +1,01%         10:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Do, 9:54 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,1372      +0,0%    1,1371        1,1383   -0,8% 
EUR/JPY                   127,05      +0,3%    126,64        126,13   +1,1% 
EUR/GBP                   0,8579      +0,1%    0,8574        0,8557   -4,7% 
GBP/USD                   1,3255      -0,1%    1,3263        1,3303   +4,0% 
USD/JPY                   111,72      +0,3%    111,37        110,80   +1,9% 
USD/KRW                  1124,85      -0,1%   1125,63       1123,78   +0,9% 
USD/CNY                   6,6976      +0,1%    6,6942        6,6868   -2,6% 
USD/CNH                   6,6988      -0,0%    6,7000        6,6865   -2,5% 
USD/HKD                   7,8497      -0,0%    7,8498        7,8497   +0,2% 
AUD/USD                   0,7091      -0,1%    0,7098        0,7140   +0,7% 
NZD/USD                   0,6814      -0,0%    0,6815        0,6842   +1,5% 
Bitcoin 
BTC/USD                 3.800,75      +0,2%  3.794,75      3.815,65   +2,2% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.     +/- %       +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  57,51      57,22     +0,5%          0,29  +24,8% 
Brent/ICE                  66,73      66,31     +0,6%          0,42  +22,0% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %       +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.311,71   1.314,05     -0,2%         -2,35   +2,3% 
Silber (Spot)              15,57      15,55     +0,1%         +0,02   +0,5% 
Platin (Spot)             870,42     879,70     -1,1%         -9,28   +9,3% 
Kupfer-Future               2,95       2,95     -0,1%         -0,00  +12,1% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/gos

(END) Dow Jones Newswires

March 01, 2019 01:22 ET (06:22 GMT)

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© 2019 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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