Anzeige
Mehr »
Freitag, 13.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Top-Ergebnisse: 1,75 g/t Gold über 30,4 Meter + massives Tagebau-Potenzial
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
281 Leser
Artikel bewerten:
(0)

MÄRKTE EUROPA/Schwache Autobranche belastet DAX vor EZB-Entscheid

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwächer ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag in den Handel gestartet. Erneut belasten ihn schwache Autoaktien stärker als andere Länderbörsen in Europa. Die Augen sind aber hauptsächlich auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) gerichtet, was ohnehin für Zurückhaltung sorgt. Der DAX reduziert sich um 0,5 Prozent auf 11.531 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,3 Prozent auf 3.314 Punkte nach. Er hatte am Vortag sogar ein neues Jahreshoch markiert.

Der Fokus bei der EZB ist besonders darauf gerichtet, ob und wie detailliert sich Mario Draghi zu neuen langfristigen Geldmarkttendern äußert. Diese TLTRO würden den Banken noch lange weiter billiges Geld sichern. Als Profiteure dieser Entscheidung werden vor allem Finanzinstitute aus der südeuropäischen Peripherie gesehen. Entsprechend waren bereits die Banken aus Italien, Griechenland und Spanien am Vorabend die Hauptgewinner an den Aktienmärkten.

Gerechtfertigt seien neue langfristige Liquiditätsspritzen durch die jüngste Abschwächung der Konjunkturdaten. Die EZB dürfte daher ihre Wachstums- und Inflationsprognosen deutlich absenken, erwartet die Mehrheit der Marktteilnehmer. Zudem würde die Geldpolitik über die Rückzahlungen der auslaufenden Langfrist-Tender deutlich verknappt. Die schwachen Wachstumserwartungen spiegeln sich in den Rohstoffwerten wider, die um fast 2 Prozent fallen. Thyssenkrupp im DAX fallen um 2,4 Prozent und haben zudem ein neues Jahrestief markiert.

DAX nach oben von Wachstum und Verfalltag gebremst 
 

Nach oben sehen Händler vor allem den DAX als gebremst an. Die US-Börsen hätten wichtige Widerstände erreicht und fielen als Zugpferd aus. Der DAX leide ohnehin unter seiner extremen Relativen Schwäche sowohl gegen die USA als auch Europa. Grund seien die im Index hochgewichteten deutschen Autowerte, die seit Monaten nur noch eine Belastung für Anleger darstellten. Dazu werde der DAX gebremst vom anstehenden Großen Verfalltag kommende Woche an den Terminbörsen. Denn hier seien viele Optionen auf der Marke von 11.700 Punkten verkauft worden. Daher bestehe kein Interesse, den Markt bis dahin darüber steigen zu lassen.

Auch das "Beige Book" der US-Notenbank vom Vorabend wird zunehmend negativ interpretiert. Denn auch hier zeigte sich eine Abschwächung im Wachstum. Nur ein Teil der Bremsspuren gehe auf den langanhaltenden Regierungsstillstand zurück.

Die Welle schlechter Nachrichten im Autosektor setzt sich fort. Mit 1,5 Prozent Minus sind Autos zweitschwächster Sektor in Europa. Daimler fallen um 2,1 Prozent, da zusätzlich eine Abstufung durch Lampe belastet. VW und BMW fallen um 1,3 Prozent. Deutsche Autowerte leiden derzeit doppelt. Zum einen drückt die Drohung der USA für mögliche Strafzölle auf Importe, zum anderen die globale Konjunkturabschwächung, speziell in China. Zulieferer Schaeffler hatte dazu passend am Vortag einen düsteren Ausblick geliefert: Valeo fallen um weitere 3,2 Prozent und Faurecia um 2 Prozent. Knorr-Bremse reagieren mit nur 1,5 Prozent Minus auf ordentliche Geschäftszahlen.

Auch in der Medien- und Werbebranche sieht es nicht rosig aus. So brechen Axel Springer nach einem enttäuschenden Ausblick um fast 8 Prozent ein. Obwohl der Wechsel zur Digitalstrategie hier erfolgreich verläuft und über 80 Prozent des operativen Gewinns dort erzielt werden, geht Springer derzeit nicht von einer weiteren Steigerung im bereinigten EBIT aus. Prosieben legen um 0,5 Prozent zu. Um 4,7 Prozent nach oben springen aber JCDecaux, die Franzosen erwarten ein organisches Wachstum von 5 Prozent dank ihres China-und Nordamerika-Geschäfts. Der deutsche Aussenwerber Ströer profitiert davon aber nicht, die Aktien fallen um 1,3 Prozent.

Die Zahlen der Deutschen Post werden als in Ordnung bezeichnet, die Aktien geben nur 0,7 Prozent ab. Vor allem der Ausblick gefällt. Unter den Erwartungen liegen dagegen die Zahlen von Merck KGaA auf der operativen Ebene. Sowohl EBIT als auch EBITDA haben die Prognosen deutlich verfehlt. Zudem habe man sich eine bessere Marge versprochen. Jedoch sei auch hier der Ausblick in Ordnung, daher fällt die Aktie nur um 0,9 Prozent.

Lafargeholcim haben den Sprung zurück in die Gewinnzone beim Nettogewinn für das Gesamtjahr 2018 geschafft und legen um 0,3 Prozent zu. Bei Hannover Rück äußert man sich erfreut über eine höher als erwartete Dividende, dennoch geht es um 1,8 Prozent nach unten.

=== 
Aktienindex              zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.313,65      -0,33        -11,02          10,40 
Stoxx-50                3.049,35      -0,27         -8,24          10,48 
DAX                    11.530,70      -0,49        -56,93           9,20 
MDAX                   24.500,40      -0,77       -191,07          13,49 
TecDAX                  2.617,77      -0,96        -25,48           6,84 
SDAX                   10.767,49      -1,23       -133,58          13,23 
FTSE                    7.161,42      -0,48        -34,58           6,95 
CAC                     5.267,54      -0,40        -21,27          11,35 
 
Rentenmarkt              zuletzt                  absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite       0,12                     0,00          -0,12 
US-Zehnjahresrendite        2,69                     0,00           0,01 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %  Do, 8.24 Uhr  Mi, 18.26  Uhr   % YT 
EUR/USD                   1,1310     +0,02%        1,1303         1,1313   -1,3% 
EUR/JPY                   126,37     +0,03%        126,29         126,37   +0,5% 
EUR/CHF                   1,1360     -0,04%        1,1357         1,1360   +0,9% 
EUR/GBP                   0,8592     +0,09%        0,8580         0,8607   -4,5% 
USD/JPY                   111,74     +0,02%        111,73         111,70   +1,9% 
GBP/USD                   1,3165     -0,06%        1,3174         1,3144   +3,2% 
Bitcoin 
BTC/USD                 3.852,50     -0,01%      3.862,80       3.845,62   +3,6% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  56,34      56,22         +0,2%           0,12  +22,3% 
Brent/ICE                  66,18      65,99         +0,3%           0,19  +21,0% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.285,76   1.286,68         -0,1%          -0,93   +0,3% 
Silber (Spot)              15,08      15,09         -0,1%          -0,01   -2,7% 
Platin (Spot)             827,77     830,35         -0,3%          -2,58   +3,9% 
Kupfer-Future               2,91       2,92         -0,2%          -0,01  +10,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 07, 2019 03:57 ET (08:57 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.