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Wirtschaftskommentar des Mannheimer Morgen

Mannheimer Morgen über die Folgen des Boeing-Desasters 
 
Überschrift: Branche muss nachdenken 
 
Vor einem Monat war die Lage genau umgekehrt: Airbus lag am Boden, Boeing erschien als Überflieger. Der europäische Flugzeugbauer musste die Einstellung seines Prestigeprojekts A380 bekanntgeben. Analysten lobten zugleich die Amerikaner dafür, rechtzeitig auf mittelgroße, verbrauchssparende Jets gesetzt zu haben - so wie die 737 Max. Nach den beiden Abstürzen in Indonesien und Äthiopien sowie dem tragischen Tod von fast 350 Menschen ist jedoch alles anders. 
Die Boeing-Ingenieure hatten den Auftrag, bei der Runderneuerung der 737 für die Max-Reihe auch den Spritverbrauch zu senken. Die besonders großen Triebwerke, die dafür nötig waren, erforderten mehr aktive Sicherheitsfunktionen in der Steuersoftware. Umfangreichere Tests hätten die Nöte, die Piloten mit den Funktionen haben können, vermutlich zutage gefördert. 
Doch Boeing lag bei den Auslieferungen hinter Airbus zurück und stand unter Zeitdruck. Neue Technik am Kunden testen und dann per Software-Update nachzubessern, scheint ein Trend in der Industrie zu sein. Vermutlich hat die 737 Max jedoch keinen grundsätzlichen Baufehler, sondern allenfalls einige Besonderheiten - die aber katastrophale Folgen haben können. Kein Flugzeug ist perfekt. Die Branche muss aber eingehend über das Zusammenspiel von Pilot und Software nachdenken. Wenn Mensch und Maschine im Cockpit ein schlechtes Team sind, drohen weitere Katastrophen. 
 
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MANNHEIMER MORGEN 
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Redaktion 
 
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F +49 (0) 621 392-261490 
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www.mannheimer-morgen.de 
 
Sitz der Gesellschaft und Handelsregister Mannheim, HRB 2664 
Geschäftsführung: Dr. Björn Jansen, Florian Kranefuß, Jost Bauer 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 15, 2019 14:56 ET (18:56 GMT)

© 2019 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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