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EASA erteilt 737-Max-Starterlaubnis nur nach Extra-Prüfung

Von Robert Wall

LONDON (Dow Jones)--Die Bemühungen des US-Flugzeugbauers Boeing, für seinen Problemflieger 737 Max 8 wieder die Starterlaubnis zu bekommen, könnten auf weitere Schwierigkeiten stoßen. Patrick Ky, Chef der europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA, versprach am Dienstag, die Maschinen des Typs einer zusätzlichen Kontrolle zu unterziehen, bevor sie die Start- und Überflugerlaubnis zurückerhielten.

Ky sagte in einer Anhörung vor dem Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr des Europäischen Parlaments: "Ich kann Ihnen garantieren, dass wir von unserer Seite das Flugzeug nicht werden fliegen lassen, bis wir nicht akzeptable Antworten auf alle unsere Fragen gefunden haben, ungeachtet dessen was auch immer die FAA macht". Am Montag erklärte der kanadische Verkehrsminister Marc Garneau, seine Regierung werde eine eigene Zertifizierung der von Boeing versprochenen Softwaremodifikation von MCAS durchführen, selbst wenn die US-Behörde Federal Aviation Administration (FAA) dieses durchgewunken habe.

Boeing arbeitet seit dem Absturz der Lion Air im Oktober 2018 daran, das Flugkontrollsystem (Maneuvering Characteristics Augmentation System - MCAS) mit einem Software-Update zu verbessern. Boeing-Chef Dennis Muilenburg bekräftigte zum Wochenanfang, das Software-Update werde in Kürze freigegeben. MCAS soll eventuell den Absturz der Lion-Air-Maschine im Herbst 2018 mitverursacht haben. Das Trimmsystem soll bei einem steilen Flugwinkel einen Strömungsabriss verhindern, indem es automatisch die Nase der Maschine absenkt.

Der Absturz einer Ethiopian-Airlines-Maschine vor einer Woche mit 157 Toten geht wahrscheinlich auf die gleiche Ursache wie der Lion-Air-Absturz zurück. Die Daten des Flugschreibers der verunglückten Maschine vom Typ Boeing 737 MAX 8 zeigen nach einer ersten Einschätzung der Behörden in Addis Abeba klare Ähnlichkeiten mit denen der Lion-Air-Maschine. Damit steigt der Druck auf Boeing. Zahlreiche Länder, darunter auch Kanada und die EU, sperrten ihren Luftraum für Maschinen des Typs 737 Max 8. Nach internationalen Vereinbarungen schließen sich EASA und Kanada im Allgemeinen dem Sicherheitsurteil der FAA bei Boeing-Flugzeuge an. Die Behörden wollten so in den vergangenen Jahren doppelte, teurere Prüfungen vermeiden. Nach Angaben der FAA soll das Software-Update vor Ende April zur Verfügung stehen.

Auch Piloten-Schulung soll genau geprüft werden 
 

Ky sagte weiter, man werde das Update "sehr genau" prüfen und wenn nötig auch die Bauweise von MCAS anschauen, um alle Fehlermodi und deren Behandlung zu checken. Im Vorfeld der Erteilung der Sicherheitsgenehmigung für die Max-Flugzeuge im Jahr 2017 habe die EASA die von der FAA für sicher erklärten Flugsteuerungsfragen nicht separat überprüft, so Ky weiter.

FAA und Boeing hatten sich im Februar an die EASA gewandt, um Änderungen bei MCAS zu besprechen. Einen Monat später und nur wenige Tage vor dem Absturz der Ethiopian Airlines seien auch Änderungen bei der Schulung für das System zur Sprache gekommen. Damals habe die EASA die Änderungen als ausreichend angesehen, um die nach dem Absturz der Lion Air gefundenen Sicherheitsrisiken abzudecken, fügte Ky hinzu.

Die zwei Abstürze einer Boeing 737 MAX 8 innerhalb weniger Monate haben auch das US-Verkehrsministerium auf den Plan gerufen. Dieses will nun untersuchen, wie Boeing das Flugzeug entwickelt hat. Medien berichteten, bei der Zertifizierung und Zulassung des neuen Flugzeugs habe es möglicherweise Versäumnissen gegeben. Die US-Behörden wollen nun auch checken, ob die Piloten eine angemessene Schulung zu dem Trimmsystem erhalten haben.

Ky sagte, dass im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für das Software-Update auch die Piloten-Schulung geprüft werde. "Wir wollen sicherstellen, dass die Upgrades nicht nur in Bezug auf Architektur, Design und Validierung sicher sind, sondern auch von den entsprechenden Schulungsanforderungen begleitet werden", sagte er. Zudem werde EASA die Untersuchung der beiden Abstürze fortsetzen. Man habe Äthiopien gebeten, die Ermittlungen der Crash-Ursachen zu beobachten, so Ky. Die EASA habe sich auch andere Daten angesehen, um andere Fällen zu finden, in denen das MCAS nicht richtig funktioniert habe. Man habe aber keine gefunden, sagte der Executive Director der EASA weiter.

Für Boeing ist der Absturz ein schwerer Imageschaden, der den Konzern teuer zu stehen kommen könnte. Der Flugzeugbauer teilte jüngst mit, vorerst diese Maschinen nicht mehr auszuliefern.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/cbr/jhe

(END) Dow Jones Newswires

March 19, 2019 08:15 ET (12:15 GMT)

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© 2019 Dow Jones News
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