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Adyen und Mastercard - Zahlungsdienstleistungen im Wandel

Das digitale Bezahlen ist auf dem Vormarsch und Echtzeitzahlungen sollten in den nächsten Jahren zum Standard werden. Während Mastercard den bargeldlosen Zahlungsverkehr seit Jahren ermöglicht, entwickelt sich mit Adyen ein vielversprechender europäischer Player der noch einen Schritt weiter geht.

Das besonders komfortable mobile Bezahlen ist nicht erst seit der Vorstellung von Apples Kreditkarte auf der letzten Keynote ein großes Thema, auch Google Pay oder die chinesischen Äquivalente Alipay und WeChat Pay werden immer mehr genutzt. In Deutschland konnte sich bisher kein mobiles Bezahlverfahren durchsetzen, aber große Zahlungsdienstleister verknüpfen die traditionellen Zahlungswege mit denen der nächsten Generation. In den letzten Wochen fokussierte sich die Berichterstattung vor allem auf Wirecard, nach gründlichen Untersuchungen erwiesen sich die Anschuldigungen gegenüber dem Management als weniger gravierend. Dennoch konnte sich der Kurs bisher nicht wirklich erholen.

Adyen

Ein hierzulande noch recht wenig beachteter Konkurrent ist das niederländische Unicorn Adyen (WKN: A2JNF4 / ISIN: NL0012969182), welches sich zum Ziel gemacht hat den weltweiten Handel zu vereinfachen und eine Plattform bereitzustellen, die die unübersichtliche Anzahl von Bezahlmethoden bündelt und somit sowohl das Kundenerlebnis steigert, als auch den Zahlungsempfang für Anbieter vereinfacht. Zusätzlich werden den Händlern detaillierte Dateneinblicke über alle Verkaufskanäle ermöglicht. Adyen legte im Juni vergangenen Jahres ein fulminantes Börsendebüt hin: Der Kurs verdoppelte sich gleich am ersten Handelstag, seitdem ist der Kurs auch weiter stark gestiegen. Bekannte Investoren der ersten Stunde sind zum Beispiel Mark Zuckerberg oder Singapurs Staatsfonds "Temasek". Die Zahlen für 2018 bestätigten die positive Aussicht, mit der Abwicklung von Zahlungen in Höhe von 159 Milliarden Euro konnte das Unternehmen seinen Gewinn um 80% gegenüber dem Vorjahr steigern. Zudem expandiert Adyen momentan stark nach Asien, wo eine hohe Aufgeschlossenheit gegenüber modernen Bezahlmethoden herrscht. In Anbetracht des riesigen Potenzials, das der Markt bietet, könnte das Wachstum noch einige Zeit anhalten. Analysten sehen zukünftig wahrscheinlich eine Konsolidierung in dem Markt der Zahlungsdienstleister. Skaleneffekte könnten hier zum Beispiel durch die höhere Verwertbarkeit und Qualität der gesammelten Daten entstehen. Der Oxford Professor Martin Schmalz meint, dass dies die hohen Bewertungen der Unternehmen in diesem Sektor rechtfertigt. Adyens CEO schloss letztes Jahr in einem Interview Zukäufe im Kernbereich aus.

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