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Wirtschaftskommentar des Mannheimer Morgen

Mannheimer Morgen über die Anklage gegen den Ex-VW-Chef 
 
Überschrift: Ein Paukenschlag 
 
Die Anklage gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn und seine Mitarbeiter gleicht einem Paukenschlag. Die Braunschweiger Staatsanwälte haben lange ermittelt, für manche zu lange. Doch in Deutschland lässt die Justiz die Großen nicht laufen, wie schon vermutet wurde. Bis zu zehn Jahre Haft drohen Winterkorn, wenn die Vorwürfe vom Gericht bestätigt werden sollten. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung, so schwer es vielleicht auch fallen mag. 
Nun darf der Betrachter gespannt abwarten, ob die Ermittler auch noch andere prominente Vertreter des Konzerns überführen können. Doch das ist nur die individuelle Betrachtung des Verfahrens. Schwerer wiegen womöglich die Folgen für Volkswagen, sollte am Ende eine höchstrichterliche Bestätigung des Betrugsvorwurfes stehen. In zahlreichen Verfahren erwehrt sich der Konzern Rückgabe- und Schadenersatzforderungen seitens seiner Kunden. Bislang ist VW in Deutschland dabei mit einem blauen Auge davongekommen. Das könnte sich ändern, etwa, wenn die Verbraucherzentralen und der ADAC ihre Musterfeststellungsklage gegen das Unternehmen gewinnen. 
Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um einen Vergleich mit den betroffenen Fahrzeughalter herbeizuführen. Das wäre teuer, aber kalkulierbar. Und es wäre endlich einmal ein ernst zu nehmender Versuch, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. 
 
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MANNHEIMER MORGEN 
Großdruckerei und Verlag GmbH 
Redaktion 
 
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Redaktionssekretärin 
 
amarx@mamo.de 
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F +49 (0) 621 392-261490 
Dudenstraße 12-26 
68167 Mannheim 
www.mannheimer-morgen.de 
 
Sitz der Gesellschaft und Handelsregister Mannheim, HRB 2664 
Geschäftsführung: Dr. Björn Jansen, Florian Kranefuß, Jost Bauer 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

April 15, 2019 12:05 ET (16:05 GMT)

© 2019 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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