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Steuereinnahmen legen auch im April zu

BERLIN (Dow Jones)--Die deutschen Steuereinnahmen sind im April erneut gestiegen, nachdem sie schon im März zugelegt hatten. Im April nahmen sie ohne reine Gemeindesteuern gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent zu, gab das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht bekannt.

Der Bund verbuchte 4,3 Prozent mehr an Steuereinnahmen und erreichte ein Aufkommen von 23,0 Milliarden Euro. Die Länder nahmen mit 23,7 Milliarden Euro um 2,5 Prozent mehr an Steuern ein. Insgesamt belief sich das Steueraufkommen im April auf rund 52,3 Milliarden Euro.

In den ersten vier Monaten des Jahres 2019 legten die Steuereinnahmen insgesamt um 2,0 Prozent auf 227,5 Milliarden Euro zu. Während der Bund ein Minus von 2,7 Prozent verzeichnete, verbuchten die Länder eine Zunahme um 2,6 Prozent.

Die Zahlen berücksichtigen nach Angaben des Finanzministeriums aber noch nicht die Folgen der jüngsten Wachstumsdelle. "Mögliche Auswirkungen der konjunkturellen Abschwächung dürften aufgrund der veranlagungsbedingten Verzögerungen erst im Laufe des Jahres sichtbar werden", hieß es in dem Bericht.

Anhaltend unsichere Industriekonjunktur 
 

Im März waren die deutschen Steuereinnahmen bereits um 4,3 Prozent gestiegen. Im Februar hatten die Steuereinnahmen hingegen um 1,6 Prozent verloren, was aber mit Sondereffekten begründet worden war.

Mit Blick auf die Konjunkturentwicklung betonten die Ökonomen aus dem Haus von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), diese sei zu Anfang des Jahres "stark von binnenwirtschaftlichen Kräften getragen" worden. Positive Impulse seien insbesondere vom Dienstleistungssektor und dem privaten Konsum gekommen.

Im Verarbeitenden Gewerbe deute sich dagegen weiterhin eine verhaltene Entwicklung an. Zwar habe sich die Industrieproduktion im März stabilisiert, jedoch deuteten Frühindikatoren auf eine "anhaltend unsichere Industriekonjunktur" hin. Die Exporte hätten im März zwar merklich zugelegt, jedoch deuteten auch hier Frühindikatoren "auf eine weiterhin verhaltene Entwicklung in den kommenden Monaten hin". Risiken im außenwirtschaftlichen Umfeld blieben weiterhin bestehen.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/mgo

(END) Dow Jones Newswires

May 19, 2019 18:00 ET (22:00 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
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