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MÄRKTE ASIEN/China leichter - Politische Börse in Australien

SCHANGHAI/TOKIO (Dow Jones)--An den asiatischen Börsenplätzen tanzen am Montag vor allem Australien und China aus der Reihe. Während am australischen Markt der überraschende Wahlsieg der regierenden Konservativen gefeiert wird, drückt an den chinesischen Börsen die anhaltende Unsicherheit um den Handelsstreit mit den USA. Allerdings haben die dortigen Märkte anfangs deutlich höhere Verluste vermindert und folgen der verhalten freundlichen Stimmung in der Region.

Als Belastungsfaktor wirkt aber weiter die verbale Verschärfung im Handelsstreit. Am Freitag hatte der chinesischen Handelsminister die Vorgehensweise der Regierung von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert und den Eindruck erweckt, dass seine Regierung keine Eile hat, die Handelsgespräche wieder aufzunehmen. In Schanghai verliert der Leitindex 0,6 Prozent, nachdem er bereits rund 2 Prozent nachgegeben hatte, in Hongkong geht es um 0,4 Prozent nach unten.

Australischen Bankenwerte gesucht 
 

Am australischen Markt rückt der S&P/ASX-200 um 1,6 Prozent vor. Dort hat die Mitte-Rechts-Koalition überraschend die Wahlen gewonnen. Größte Gewinner sind die Bankenwerte, deren Sektor um 5 Prozent zulegt und damit auf dem Weg zum höchsten Gewinn seit zehn Jahren ist. Anleger zeigen sich erleichtert, weil die oppositionelle Labor-Partei eine Reform des Sektors angestrebt hatte. Aber auch die Minenwerte sind Profiteure des Wahlausgangs, vor allem wegen geplanter Steuersenkungen.

In Japan legt der Nikkei-225 um 0,3 Prozent zu, unter anderem befördert durch ein unerwartet starkes Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Zeitraum von Januar bis März annualisiert um 2,1 Prozent und im Monatsvergleich um 0,5 Prozent. Ökonomen hatten hier mit einer Stagnation oder einem leichten Rückgang gerechnet.

Die neuerliche verbale Eskalation im Streit zwischen den USA und Iran hinterlässt unterdessen noch kaum Spuren an den Märkten, könnte sich aber im weiteren Verlauf noch als belastend erweisen. US-Präsident Trump hat dem Land per Twitter mit "Vernichtung" gedroht.

Am Ölmarkt begrüßen Teilnehmer die neuesten Aussagen aus Kreisen der Opec, denen zufolge beim Treffen im kommenden Monat mit einer Fortsetzung der Produktionsdrosselung zu rechnen ist, die Mitte des Jahres ausläuft. Der Preis für die global gehandelte Sorte Brent rückt um 1,4 Prozent vor.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD      Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    6.472,10     +1,68%   +14,62%     08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     21.329,23     +0,37%    +6,57%     08:00 
Kospi (Seoul)           2.066,23     +0,51%    +1,23%     08:00 
Schanghai-Comp.         2.865,25     -0,59%   +14,89%     09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     27.827,32     -0,43%    +8,28%     10:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Fr, 9:33    % YTD 
EUR/USD                   1,1154      -0,1%    1,1164    1,1176    -2,7% 
EUR/JPY                   122,94      +0,0%    122,90    122,60    -2,2% 
EUR/GBP                   0,8759      -0,1%    0,8767    0,8745    -2,7% 
GBP/USD                   1,2735      +0,0%    1,2734    1,2781    -0,1% 
USD/JPY                   110,22      +0,1%    110,08    109,69    +0,5% 
USD/KRW                  1194,75      +0,2%   1194,75   1195,10    +7,2% 
USD/CNY                   6,9186      +0,5%    6,9186    6,9118    +0,6% 
USD/CNH                   6,9353      -0,2%    6,9467    6,9393    +0,9% 
USD/HKD                   7,8486      -0,0%    7,8498    7,8493    +0,2% 
AUD/USD                   0,6921      +0,3%    0,6901    0,6886    -1,8% 
NZD/USD                   0,6538      +0,1%    0,6532    0,6543    -2,6% 
Bitcoin 
BTC/USD                 8.059,50      -0,1%  8.070,25  7.307,25  +116,7% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.     +/- %   +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  63,77      62,92     +1,4%      0,85   +34,8% 
Brent/ICE                  73,20      72,21     +1,4%      0,99   +33,0% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %   +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.276,55   1.277,62     -0,1%     -1,07    -0,5% 
Silber (Spot)              14,44      14,41     +0,2%     +0,03    -6,8% 
Platin (Spot)             824,00     819,00     +0,6%     +5,00    +3,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/gos

(END) Dow Jones Newswires

May 20, 2019 00:57 ET (04:57 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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