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Daimler: Der Countdown läuft - Entscheidung über "Projekt Zukunft"

Am Mittwochvormittag, um 10 Uhr, startet die Hauptversammlung von Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) in Berlin. Im Rahmen dieser Veranstaltung geht es um eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft. Der Automobilkonzern will sich mit einer neuen Struktur und mehr Selbstständigkeit in den einzelnen Sparten flexibler aufstellen und für die Veränderungen in der Branche rüsten.

Neuer Vorstandsvorsitzender
Außerdem soll bei der Hauptversammlung ein neuer Mann die Führung des Stuttgarter Konzerns übernehmen. Der bisherige Entwicklungschef Ola Källenius löst den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche ab. Dessen Amtszeit läuft mit dem Ende der Hauptversammlung ab.

Drei eigenständige Konzerneinheiten
Doch zunächst haben die Aktionäre von Daimler das Wort, bevor das "Projekt Zukunft" endgültig in Angriff genommen werden kann. Denn die Anleger entscheiden über den Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat, nach dem das Unternehmen in drei rechtlich eigenständige Einheiten aufgeteilt wird.

Mehr Freiräume schaffen
In der Mercedes-Benz AG soll in Zukunft das Geschäft mit Autos und Vans zusammengefasst werden. Der Bereich Lastwagen und Busse wird in die Daimler Truck AG integriert. Der Sektor der Mobilitäts- und Finanzdienstleistungen, der auch bisher schon eigenständig war, bekommt den neuen Namen Daimler Mobility AG. Ziel der Umstrukturierung ist es, den einzelnen Bereichen mehr Freiräume zu schaffen wie bspw. bei der Kooperation mit anderen Konzernen.

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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