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EURUSD Analyse: Europawahl spaltet die EU

Auch wenn die Briten an der EU Wahl teilgenommen haben ist sicher, dass sie Ende Oktober aus der EU ausscheiden. Da sich die EU Skeptiker durchgesetzt haben, besteht auch die Möglichkeit, dass es zum harten Brexit kommen könnte. Sollte ein EU Gegner als Premierminister gewählt werden, so würde die Wahrscheinlichkeit sogar steigen, dass die Briten die EU ohne Abkommen verlassen werden. Ob sich dann die überall geschilderten Szenarien einstellen, bleibt abzuwarten.

Eine Krise die lange vergessen war ist plötzlich wieder in der Optik der Anleger. Nachdem die italienischen Populisten bei den EU Wahlen gut abgeschnitten haben, wurden gestern gleich wieder die alten Forderungen nach laxer Haushaltspolitik, mehr Schulden und weniger Steuern formuliert, finanziert von der EZB. Diese utopischen Forderungen scheinen durchaus ernst gemeint. Es ist somit zu erwarten, dass es auf eine Machtprobe mit der EU herauslaufen wird. Das mag noch einige Wochen und Monate dauern, bis sich Brüssel neu konstituiert hat, dennoch scheinen die Italiener sich nicht mehr an den Stabilitätspakt gebunden. Die Zinsen für italienische Staatsanleihen sind dann auch gleich nach oben gesprungen, auch der EUR hat reagiert. Neben allen anderen Problemen die auf der Konjunktur lasten ist dies ein weiteres Pfund, was die Konjunktur belasten könnte.

Nun aber zu unserer Technischen Analyse:

eurusdweekly_29_05_2019_am_800.jpg

Rückblick (22.05.2019 - 28.05.2019)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1252 und damit 40 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR konnte sich am Mittwoch zwar nach Norden schieben, kam aber bei 1,1180 nicht weiter. Die Notierungen bröckelten im Nachgang sukzessive ab. Am Donnerstag wurde das Jahrestief dynamisch angelaufen und unterschritten. Diese Bewegung wurde aber im sofort wieder zurückgekauft. Der EUR konnte sich bis Donnerstagabend bis an die 1,1180/85 und am Freitag dann auch über die 1,1200 schieben und dort festsetzen. Zu Wochenbeginn ging es zunächst wieder unter die 1,1200, wobei es der EUR schaffte sich im Dunstkreis der 1,1190 festzusetzen. Dieses Level wurde dann aber am Dienstag übergeordnet wieder aufgegeben. Der EUR rutschte im späteren Handel an die 1,1160 und stabilisierte sich hier.

Das Hoch als auch das Tief im Betrachtungszeitraum lagen unter dem Level der Vorperiode. Der EUR konnte sich zwar über die 1,1200 schieben, dort aber nicht festsetzen. Auf der Unterseite wurde ein neues Jahrestief formatiert. Der Wochenschluss lag allerdings über dem Niveau der Vorwoche. Die Range war mit 106 Pips etwas größer wie in der Vorwoche, lag aber unter dem Jahresdurchschnitt.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1201/03 weiter bis an die 1,1210/12 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde exakt getroffen, das Setup hat damit perfekt gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1113/11 nicht ganz an unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1105/03. Hier hat 1 Pip gefehlt. Damit hat das Setup für den Betrachtungszeitraum, auch übergeordnet, sehr gut gegriffen.

  • Wochenhoch*: 1,1212 Vorwoche 1,1224
  • Wochentief*: 1,1106 Vorwoche 1,1142
  • Wochenschluss: 1,1205 Vorwoche 1,1157
  • Wochen-Range*: 106 Pips Vorwoche: 82 Pips

Wie könnte es weitergehen?

  • EUR/USD-WS: 1,1171.....1,1213/33/75.....1,1303/33/77....1,1424/62.....1,1562/72
  • EUR/USD-US: 1,1171/58/45/38/23/04.....1,1088/27....1,0955

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1304 und 1,1028
  • Intraday-Marken: 1,1213 und 1,1107
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

EURUSD Chartcheck - Betrachtung im 4h Chart:

Der EUR konnte sich in der letzten Handelswoche mit einem dynamischen Impuls über die EMA20 (aktuell 1,1187) und die EMA50 (aktuell bei 1,1172) schieben. Die Bewegung lief exakt an die EMA200 (aktuell bei 1,1208). Von hier aus ging es zunächst zurück an die EMA20 und am Dienstag auch unter die EMA50. Damit hat sich der EUR wieder unter alle wesentlichen Durchschnittslinien etabliert. Die EMA200 ist damit der wesentliche Widerstand. Erst über dieser Durchschnittslinie würde ich das Chartbild etwas aufhellen. Solange der EUR unter der EMA50/20 notiert, hat er die Perspektive übergeordnet das Jahrestief anzulaufen. Wird dies unterschritten wären unsere nächsten Anlaufziele übergeordnet bei 1,1150 bzw. bzw. 1,0948 zu finden.

Fazit: Der EUR solange der EUR nicht wieder über der EMA20/50 notiert, besteht die Möglichkeit, dass neue Jahrestiefs formatiert werden. Im Bereich der 1,1110/00 könnte sich der EUR zunächst etwas stabilisieren und wieder erholen. Geht es darunter, insbesondere auf Tagesschlussbasis wären weitere Abgaben möglich, die bis an die 1,1050/1,0948 gehen könnten. Perspektiven auf der Oberseite bestehen erst bei einem Überwinden der EMA200.

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1160 zu halten. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1171/73 zu erreichen. Bereits hier könnten sich Rücksetzer einstellen. Gelingt es dem EUR sich über die 1,1171/73 zu schieben, so könnte er dann unsere Anlaufziele bei 1,1180/82 bzw. bei 1,1187/89 zu erreichen. Auch im Bereich der 1,1187/89 könnte es schwer werden weiter zu kommen. Wird das Level mit Dynamik und mit Momentum erreicht, so könnte es auch direkt weiter an unsere nächste Anlaufmarke gehen, die bei 1,1206/08 zu finden wären. Sollte der EUR bis in diesen Bereich laufen, so könnte es hier zu einem Auslaufen der Bewegung kommen. Schafft es der EUR aber, sich über dieses Level zu schieben, so könnte er dann unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1217/19, bei 1,1224/26, bei 1,1231/33, bei 1,1242/44, bei 1,1252/54 und dann bei 1,1259/61 bzw. bei 1,1268/70 erreichen. Sollte es in den nächsten fünf Handelstagen über die 1,1268/70 gehen, so wären unsere Anlaufziele bei 1,1282/84, bei 1,1295/1,1297 bzw. bei 1,1305/07 zu finden.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1160 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst an die 1,1153/51, an die 1,1144/42 und dann die 1,1136/34 gehen. Unter der 1,1136/34 wären unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1125/23, bei 1,1113/11 und dann bei 1,1103/01 zu finden. Sollte der EUR bis an die 1,1113/01 zurücksetzen, so hätte er hier Gelegenheit auf Stabilisierung und Erholung. Schlagen diese aber fehlt, so könnte er unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1094/92, bei 1,1087/85, bei 1,1078/76 und bei 1,1067/65 erreichen. Unter der 1,1067/65 wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1055/53, bei 1,1048/46, bei 1,1040/38 bzw. bei 1,1029/27 zu finden.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 30.05.2019: USA - Rohöllagerbestände
  • 03.06.2019: USA - ISM Einkaufsmanagerindex
  • 04.06.2019: EUR - Verbraucherpreisindex
  • 05.06.2019: USA - ADP Beschäftigungsänderung

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Die Basisinformationsblätter ("KID") zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier, den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link:

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Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Admiral Markets Group AS Member of the Management Board, Co-CEO


Über das Unternehmen:

Admiral Markets stellt seinen Kunden einen Brokerage-Service und eine innovative Handelstechnologie, den MetaTrader 4, mit einigen unternehmensspezifischen Features zur Verfügung. Den Leitsatz des Brokers "Trading for everyone" setzen die Mitarbeiter weltweit konsequent um. So stehen den Kunden beispielsweise umfangreiche Webinare und Seminare zur Verfügung, und der Broker verspricht, niemals Kurse gegen den Kunden zu stellen.?

Die weltweit aktive Admiral Markets Group ist mit ihren Divisionen einer der größten Forex- und CFD-Broker für Privatkunden weltweit. Seit 2011 ist die Marke "Admiral Markets" in Deutschland aktiv - seit 2014 unter der weltweit renommiertesten Regulierung für Forexbroker, der (britischen) Financial Conduct Authority, FCA. In Deutschland herrscht zusätzliche Bafin-Registrierung und Regulierung.

Der Kundenservice betreut von Berlin aus seine Kunden umfassend mit Support für die Handelssoftware, mehreren Live-Webinaren pro Woche, Schulungen und Marketingaktivitäten.

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