BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Gründern der Kreativwirtschaft eine stärkere staatliche Unterstützung in Aussicht gestellt. "Wir wollen in Zukunft auch Fördermöglichkeiten schaffen", sagte der CDU-Politiker an der Freien Universität Berlin anlässlich einer Podiumsrunde zu Hochschul-Startups.
Die Kreativwirtschaft umfasse eine Vielfalt von kulturellen und digitalen Initiativen, aber viele seien nicht profitabel, etwa wenn es um Nachbarschafts- und Freizeitangebote gehe oder um Apps, bei denen Menschen mit Behinderung kommunizieren können. "Natürlich kann ich nicht mit jeder beliebigen Idee reich werden", sagte Altmaier, "aber wir haben erkannt, da ist eine Förderlücke in unserem System". Dies sei auch eine staatliche Aufgabe. Die Erkenntnis habe er auch bei einem Fachkongress im Februar gewonnen, wo er mit Kultur- und Kreativunternehmern aus ganz Deutschland diskutierte.
Altmaier rief die jungen Gründer auf, sich stärker zu vernetzen und Forderungen gegenüber der Politik zu formulieren: "Sie müssen auch proaktiv für Ihre Interessen eintreten." Zugleich ermutigte er mehr Menschen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und sich auch nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen. Es brauche eine "Kultur des Scheiterns", so Altmaier. "Scheitern darf nicht als Versagen angesehen werden."
Anlass der Gesprächsrunde war die Gründungsoffensive "GO!", mit der das Ministerium Ausgründungen an Hochschulen unterstützt. Das sogenannte Exist-Programm fördert derzeit vor allem Start-ups aus der Wissenschaft.
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June 13, 2019 09:22 ET (13:22 GMT)
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