Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,90 US-Dollar. Das waren 59 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 62 Cent auf 58,76 Dollar.
Am Mittwoch waren die Rohölpreise vorübergehend deutlich gestiegen, nachdem die US-Regierung einen kräftigen Rückgang der landesweiten Erdölvorräte gemeldet hatte. Das kann sowohl auf eine höhere Nachfrage als auch ein schwächeres Angebot hindeuten. Bereits am Mittwoch hatten die Ölpreise einen Teil ihrer Gewinne wieder abgegeben.
Die Kursreaktionen auf den Rückgang sind nach Einschätzung von Carsten Fritsch, Devisenexperte bei der Commerzbank, verhalten ausgefallen. Schließlich handelte es ich um den stärksten Rückgang der Lagerbestände seit September 2016. Allerdings lägen die Lagerbestände auch weiterhin auf einem recht hohen Niveau. Trotz des starken Rückgangs lägen sie sechs Prozent über dem zu dieser Jahreszeit üblichen Niveau, sagte Fritsch.
Bislang gilt das hohe Angebot in den USA stets als Gegengewicht für Angebotskürzungen auf Seiten des Ölkartells Opec. Die Opec will gemeinsam mit anderen großen Produzenten nächste Woche über ihr weiteres Vorgehen beraten.
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AXC0151 2019-06-27/13:14
