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MÄRKTE ASIEN/Hongkong mit Nachholeffekten - Sydney profitiert von Zinssenkung

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Nach den Kursgewinnen zu Wochenanfang zeigen sich die Aktienmärkte in Ostasien und Australien am Dienstag uneinheitlich. Während sich Hongkong nach einer feiertagsbedingten Pause mit Aufschlägen zurückmeldet, üben sich die Anleger an den anderen Börsen weitgehend in Zurückhaltung. Sydney gewinnt nach der Zinssenkung der Notenbank leicht hinzu. Von der Wall Street kamen positive Vorgaben. Die wichtigsten US-Indizes legten um bis zu 1,1 Prozent zu.

Der Euphorie über den am Wochenende verkündeten "Waffenstillstand" im Handelskonflikt zwischen den USA und die Wiederaufnahme von Verhandlungen ist schnell verflogen. Die Anleger wägen nunmehr die Chancen eines künftigen Abkommens zwischen beiden Ländern ab.

US-Präsident Donald Trump zufolge haben die neuerlichen Gespräche zwischen Washington und Peking "bereits begonnen". Jeder Deal "müsse für uns besser sein als für sie", so Trump weiter. Weitere Details zu den Gesprächen wurden bisher jedoch nicht bekannt, besonders was Verhandlungen auf höherer Ebene betrifft. Zudem besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass sich die Verhandlungen wieder festfahren und es zu keiner Einigung kommt.

Für Verunsicherung sorgt, dass die USA im Streit um Subventionen für die Flugzeugbranche erwägen, Strafzölle auf Produkte aus Europa zu erheben. Das Büro von US-Handelsvertreter Robert Lighthizer legte am Montag eine Liste mit dutzenden Produkten aus der Europäischen Union mit einem Handelsvolumen von vier Milliarden Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro) vor, die mit zusätzlichen Zöllen belegt werden könnten.

Hongkong mit Nachholeffekten - Sydney mit Zinssenkung 
 

In Hongkong legt der Hang-Seng-Index 1,4 Prozent zu. Marktbeobachter sprechen hier von Nachholeffekten nach der Handelspause zu Wochenanfang aufgrund der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie an China. Auch die am Montag erneut aufgeflammten Demonstrationen halten die Anleger nicht zurück. An den anderen Handelsplätzen zeigt sich jedoch ein anderes Bild, hier dominiert weitgehend eine zurückhaltende Stimmung. Schanghai, Tokio und Seoul zeigen sich wenig verändert zum Vortag. Keine große Rolle spielen in Südkorea veröffentlichte Daten zu den Verbraucherpreisen, welche leicht unter den Erwartungen der Ökonomen lagen.

In Sydney steigt der S&P/ASX-200 um 0,4 Prozent, nachdem die australische Notenbank die Cash Rate um 25 Basispunkte auf 1,00 Prozent gesenkt hat. Am Markt wurde allerdings eine Zinssenkung bereits erwartet.

In Hongkong legen Casino-Aktien deutlich zu, nachdem die offiziellen Zahlen für Juni einen Anstieg der Brutto-Glücksspieleinnahmen in Macao um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufgezeigt haben, was die Erwartungen übertroffen hat. Sands China gewinnen 7,5 Prozent, für Galaxy Entertainment geht es um 7,8 Prozent nach oben.

Deutliche Aufschläge in China verzeichnen zudem Schiffsbauwerte, nachdem im Sektor eine Konsolidierung erwartet wird. China Shipbuilding verbessern sich um 7,8 Prozent.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %      % YTD       Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    6.675,90     +0,42%    +18,23%      08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     21.780,47     +0,23%     +8,82%      08:00 
Kospi (Seoul)           2.122,80     -0,33%     +4,01%      08:00 
Schanghai-Comp.         3.043,01     -0,06%    +22,02%      09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     28.929,19     +1,35%    +10,45%      10:00 
Straits-Times (Sing.)   3.354,22     -0,54%     +8,24%      11:00 
KLCI (Malaysia)         1.688,83     +0,31%     -0,41%      11:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %      00:00  Mo, 10:01    % YTD 
EUR/USD                   1,1283      -0,0%     1,1288     1,1323    -1,6% 
EUR/JPY                   122,29      -0,1%     122,41     122,65    -2,7% 
EUR/GBP                   0,8932      +0,0%     0,8931     0,8943    -0,8% 
GBP/USD                   1,2633      -0,1%     1,2639     1,2660    -0,9% 
USD/JPY                   108,38      -0,1%     108,44     108,32    -1,2% 
USD/KRW                  1165,94      +0,4%    1160,85    1159,90    +4,6% 
USD/CNY                   6,8638      +0,2%     6,8517     6,8432    -0,2% 
USD/CNH                   6,8662      +0,1%     6,8579     6,8437    -0,1% 
USD/HKD                   7,8005      -0,2%     7,8132     7,8076    -0,4% 
AUD/USD                   0,6980      +0,2%     0,6965     0,6997    -0,9% 
NZD/USD                   0,6678      +0,1%     0,6672     0,6699    -0,5% 
Bitcoin 
BTC/USD                 9.875,00      -6,5%  10.564,50  10.897,25  +165,5% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.      +/- %    +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  58,96      59,09      -0,3%      -0,19   +23,7% 
Brent/ICE                  64,96      65,06      -0,2%      -0,10   +17,6% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag      +/- %    +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.390,31   1.382,40      +0,6%      +7,91    +8,4% 
Silber (Spot)              15,20      15,15      +0,3%      +0,05    -1,9% 
Platin (Spot)             835,12     835,00      +0,0%      +0,12    +4,9% 
Kupfer-Future               2,68       2,68      +0,1%      +0,00    +1,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 02, 2019 00:58 ET (04:58 GMT)

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© 2019 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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