Tschechien hält am Ausbau der Atomenergie im eigenen Land fest. "Es gibt keinen anderen Weg als die Kernenergie", sagte Industrieminister Karel Havlicek in einer Sendung des tschechischen Fernsehens vom Dienstag. Den Bedarf mit erneuerbaren Energiequellen decken zu wollen, sei aus wirtschaftlicher, geografischer und technischer Sicht "Unsinn", erklärte der Unternehmer und Politiker. Der Energiewende-Vorreiter Deutschland sei "ein sehr reiches Land, das sich solche Investitionen erlauben kann".
Unterdessen wurde bekannt, dass der teilstaatliche Stromkonzern CEZ
Als wichtigste Interessenten an dem Auftrag, zunächst in Dukovany einen neuen Reaktor für umgerechnet rund 10 Milliarden Euro zu bauen, gelten das koreanische Unternehmen KHNP und der russische Staatskonzern Rosatom. Umweltschützer kritisieren die bestehenden Atomkraftwerke in Tschechien seit Jahren als veraltet und pannenanfällig. Temelin ist nur rund 60 Kilometer von den Grenzen zu Deutschland und Österreich entfernt./hei/DP/jha
ISIN CZ0005112300
AXC0115 2019-07-09/11:20
