DJ LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte
Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
AKTIENMÄRKTE (18:20 Uhr)
INDEX Stand +-% +-% YTD EuroStoxx50 3.482,83 -0,54% +16,04% Stoxx50 3.187,01 -0,06% +15,47% DAX 12.227,85 -0,92% +15,81% FTSE 7.493,09 -0,56% +12,00% CAC 5.550,55 -0,38% +17,33% DJIA 27.125,76 -0,35% +16,28% S&P-500 2.979,92 -0,15% +18,87% Nasdaq-Comp. 8.155,45 -0,36% +22,91% Nasdaq-100 7.844,51 -0,56% +23,93% Nikkei-225 21.046,24 -1,97% +5,15% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 173,25 +17
ROHSTOFFMÄRKTE
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 55,17 56,78 -2,8% -1,61 +15,9% Brent/ICE 62,05 63,66 -2,5% -1,61 +12,4% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.427,52 1.426,80 +0,1% +0,72 +11,3% Silber (Spot) 16,16 15,98 +1,2% +0,18 +4,3% Platin (Spot) 847,73 845,50 +0,3% +2,23 +6,4% Kupfer-Future 2,71 2,72 -0,2% -0,01 +2,5%
Eine neue Zuspitzung des Iran-Konflikts stützte am Ölmarkt die Preise nur vorübergehend. Die iranischen Revolutionsgarden halten nach eigenen Angaben einen "ausländischen Tanker" fest, der Öl geschmuggelt haben soll. Nun lasten nochmals die hohen Benzin-Lagerbestände, die am Vortag in den USA ausgewiesen wurden. Gold tendiert kaum verändert.
FINANZMARKT USA
Konjunktursorgen und der ungelöste Handelskonflikt lassen die US-Börsen am Donnerstag erneut nachgeben. Dazu lasten einige enttäuschende Quartalsausweise wichtiger Unternehmen auf der Stimmung. Der überraschend stark ausgefallene Philadelphia-Fed-Index stützt nicht, denn er gilt als notorisch volatil. Der Index der Frühindikatoren fiel schwächer aus als erwartet, die wöchentlichen Erstanträge trafen genau den Ökonomenkonsens. Derweil läuft die Bilanzsaison auf Hochtouren. Besonders enttäuscht reagiert der Markt darauf, dass Netflix im zweiten Quartal weniger Kunden gewonnen hat als erwartet. Die Aktie bricht um gut 11 Prozent ein. Für Ebay geht es um 3 Prozent nach oben. Der Betreiber des gleichnamigen Online-Auktionshauses hat nicht nur besser abgeschnitten als erwartet, sondern auch den Ausblick angehoben. IBM hat zwar das vierte Quartal in Folge einen Umsatzrückgang verbucht, dafür aber mehr verdient als erwartet. Die Aktie steigt um 3,7 Prozent. Die Alcoa-Aktie reagiert volatil auf die Geschäftszahlen und fällt aktuell um 0,4 Prozent. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben und seine Wachstumsprognose für die weltweite Aluminiumnachfrage gesenkt. Morgan Stanley (+0,4 Prozent) verbuchte zwar einen Gewinnrückgang, schnitt aber dennoch besser ab als erwartet. Unitedhealth hat im Quartal mehr verdient als erwartet und traut sich im laufenden Geschäftsjahr mehr zu. Die Aktie verliert dennoch 3 Prozent. Anleger bemängeln, dass der Gewinn von einem Sondereinfluss getrieben wurde. Philip Morris verteuern sich um 7,5 Prozent. Der Tabakkonzern überzeugte im zweiten Quartal mit Umsatz und Gewinn und hat die Jahresprognose angehoben. Am Anleihemarkt geben die Notierungen leicht nach. Die Zehnjahresrendite legt um 0,7 Basispunkt zu auf 2,06 Prozent.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
22:02 US/Microsoft Corp, Ergebnis 4Q
FINANZMÄRKTE EUROPA
Enttäuschende Quartalsausweise haben die europäischen Börsen am Donnerstag belastet. Mit Abstand schwächster Sektor waren Technologiewerte, nachdem SAP enttäuschende Zahlen vorgelegt hatte. Der Sektor gab 1,6 Prozent ab, SAP fielen um 5,6 Prozent. Novartis gewannen dagegen 3,1 Prozent, nachdem der Pharmakonzern gute Zahlen geliefert und überdies die Jahresgewinnprognose erneut angehoben hatte. Der Stoxx-Sektor der Pharmawerte stieg um 0,8 Prozent. Ubisoft schaffen nach sehr starken Quartalszahlen ein Plus von 4,3 Prozent. Nach einer Gewinnwarnung brachen Heidelberger Druck um gut 15 Prozent ein. Für Hochtief ging es um 9 Prozent abwärts - hier drückte der schwache Aktienkurs der Australien-Tochter Cimic nach Zahlenausweis. Die Titel der Hochtief-Mutter ACS verloren 4,2 Prozent. Givaudan verbilligten sich nach Zahlenausweis um 2 Prozent. Wie Davy anmerkt, sind Umsatz und währungsbereinigte Erlöse über den Schätzungen ausgefallen. Allerdings sei das EBITDA sowohl unter der Davy- als auch der Marktschätzung geblieben. Die Aktie des Mitbewerbers Symrise gab 1,5 Prozent nach. Nordea büßten 6,3 Prozent ein. Der Gewinn habe die Erwartungen deutlich unterboten, hieß es. Volvo hat im zweiten Quartal von deutlichem Wachstum bei Verkäufen und Service profitiert, doch für das zweite Halbjahr deutet sich eine holprige Entwicklung an. Volvo verloren 2,2 Prozent.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:36 Uhr Mi, 17:30 Uhr % YTD EUR/USD 1,1223 -0,04% 1,1240 1,1224 -2,1% EUR/JPY 120,99 -0,15% 121,00 121,35 -3,8% EUR/CHF 1,1080 -0,01% 1,1078 1,1086 -1,6% EUR/GBP 0,8987 -0,47% 0,9037 0,9030 -0,1% USD/JPY 107,80 -0,11% 107,68 108,11 -1,7% GBP/USD 1,2487 +0,37% 1,2439 1,2428 -2,2% Bitcoin BTC/USD 10.572,50 +7,39% 9.988,25 9.771,50 +184,3%
Berichte, dass die EZB ihr Inflationsziel überarbeiten wolle, drückten den Euro zeitweise dicht an die Marke von 1,12 Dollar. "Anscheinend zielt das darauf ab, zeitweise auch Inflationsraten von mehr als 2 Prozent zuzulassen", so ein Händler. Inzwischen zeigt sich die Gemeinschaftswährung etwas erholt bei 1,1226 Dollar, im Tageshoch kostete der Euro allerdings 1,1244 Dollar.
Gute Daten zum britischen Einzelhandel verhelfen dem Pfund zu einer Erholung. Es steigt auf 1,2486 Dollar, nachdem es am Mittwoch zeitweise unter 1,24 Dollar gerutscht war. Trotzdem bleiben Marktteilnehmer misstrauisch: Im Fall einer Ernennung von Boris Johnson zum Premierminister könnte das Pfund kräftig fallen, heißt es. Johnson steuert auf einen so genannten No-Deal-Brexit zu, der die Wachstumsraten in Großbritannien drücken dürfte.
FINANZMÄRKTE OSTASIEN
Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien haben sich am Donnerstag durch die Bank mit Abgaben gezeigt. Belastet wurde die Stimmung von den eher zäh verlaufenden Handelsgesprächen zwischen den USA und China sowie von schwachen Daten zur japanischen Handelsbilanz und vom australischen Arbeitsmarkt. In Südkorea und Indonesien haben die Zentralbanken wegen der trüben Konjunkturaussichten ihre Leitzinsen gesenkt. Von der Wall Street kamen negative Vorgaben. Unter den Einzelwerten brachen Cimic in Sydney um 19 Prozent ein, nachdem die Hochtief-Tochter enttäuschende Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorgelegt hatte. Die Analysten von Macquarie haben die Aktie daraufhin auf "Underperform" von "Neutral" abgestuft. Die Aktien der australischen Woodside gaben 2,7 Prozent aufgrund von schwächeren Produktionszahlen ab. Taiwan Semiconductor hat im zweiten Quartal zum Teil wegen höherer Kosten weniger verdient. Die Umsätze steigerte der Halbleiter-Hersteller aber und übertraf dabei die eigenen Prognosen für das Quartal. Die Aktie kletterte in Taipeh um 0,8 Prozent.
UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR
Bayer und Bristol-Myers untersuchen Darmkrebs-Kombitherapie
Die Pharmakonzerne Bayer und Bristol-Myers Squibb wollen prüfen, ob zwei ihrer Krebsmedikamente sich in Kombination zur Behandlung der häufigsten Form des metastasierten Kolorektalkarzinoms eignen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten beide Konzerne und das ebenfalls beteiligte japanische Unternehmen Ono Pharmaceutical, wie Bayer erklärte.
S&P erhöht Ausblick für Heidelbergcement auf "positiv"
Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) wird zuversichtlicher für die Bonität von Heidelbergcement. Wie die Agentur mitteilte, hat sie den Ausblick für das Rating des DAX-Konzerns auf positiv von neutral angehoben. Die Bonitätseinstufung selbst wurde mit BBB- bestätigt.
Munich Re sieht Gewinn im zweiten Quartal bei rund 1 Milliarde Euro
Geringere Großschäden und eine hohe Auflösung von Reserven haben der Munich Re im zweiten Quartal einen hohen Gewinn beschert. Wie der Rückversicherer mitteilte, geht er für die drei Monate von April bis Juni von einem Konzernergebnis von rund 1 Milliarde Euro aus nach 728 Millionen im Vorjahr. Die Jahresprognose von 2,5 Milliarden Euro bleibe unverändert.
Adler bezahlt Immobilienportfolio teils mit eigenen Aktien
Die Adler Real Estate AG bezahlt ein Immobilienportfolio teilweise mit eigenen Aktien. Wie das SDAX-Unternehmen mitteilte, wird es 980.000 eigene Aktien aus seinem Bestand zum Preis von 14,50 Euro das Stück an die Verkäuferin des Portfolios übertragen. Der Rest des gesamten Kaufpreises von 20,6 Millionen Euro werde in bar bezahlt. Die Adler-Aktie kostet an der Börse kurz vor Handelsschluss 12,00 Euro.
Haniel verkauft Metro-Aktien für 16 (NICHT 15,50) EUR
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
July 18, 2019 12:22 ET (16:22 GMT)
Der langjährige Metro-Aktionär Haniel hat wie erwartet seine Aktien an den tschechisch-slowakischen Investor EPGC verkauft. Das Duisburger Family-Equity-Unternehmen teilte mit, die 100-prozentige Tochter Haniel Finance Deutschland GmbH habe am 16. Juli das von EPGC am 10. Juli veröffentlichte Übernahmeangebot für alle knapp 55 Millionen gehaltenen Metro-Stammaktien angenommen.
S&P erhöht Ausblick für Heidelbergcement auf "positiv"
Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) wird zuversichtlicher für die Bonität von Heidelbergcement. Wie die Agentur mitteilte, hat sie den Ausblick für das Rating des DAX-Konzerns auf positiv von neutral angehoben. Die Bonitätseinstufung selbst wurde mit BBB- bestätigt.
Innogy ruft Ideenwettbewerb zu Elektromobilität aus
Das Energieunternehmen Innogy hat erneut einen Ideenwettbewerb zum Thema Elektromobilität ausgeschrieben. Die diesjährige Auflage widme sich dem Thema Mobilitätswende, erklärte die RWE-Tochter in Dortmund. Im Zentrum stehe die Frage, wie die smarte Ladeinfrastruktur der Zukunft aussehe. Die Ausschreibung richtet sich laut Innogy sowohl an Studierende als auch an andere Interessierte. Der Preis für den Wettbewerb 2019 ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert, Einsendeschluss ist der 25. Oktober 2019.
Ghosn verklagt Nissan und Mitsubishi wegen Vertragsbruchs
Der frühere Automanager Carlos Ghosn geht juristisch selbst in die Offensive und verklagt Nissan und Mitsubishi wegen Vertragsbruchs. Ein Sprecher des 65-Jährigen in Frankreich bestätigte am Donnerstag, dass Klage gegen die beiden japanischen Autobauer in den Niederlanden eingereicht wurde. Der in Japan festgehaltene frühere Chef von Renault und Nissan fordert bis zu 15 Millionen Euro an Entschädigung.
US-Senatoren wollen Huawei Patentansprüche erschweren
Der Gegenwind aus den USA für den chinesischen Technologiekonzern Huawei nimmt zu. Republikanische Senatoren wollen eine Gesetzesvorlage einbringen, nach der Huawei der Kauf oder Verkauf von US-Patenten untersagt werden soll. Die Regierung soll mit dem Gesetz in die Lage versetzt werden, Unternehmen, welche auf einer schwarzen Liste stehen, vom Verkauf, Erwerb oder der exklusiven Lizenzierung von US-Patenten auszuschließen. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, in den das Wall Street Journal Einblick hatte.
Morgan Stanley verdient weniger - Erwartungen übertroffen
Ein verhaltener Wertpapierhandel hat der US-Bank Morgan Stanley im zweiten Quartal einen Ertrags- und Gewinnrückgang beschert. Gleichwohl übertraf die Bank beim Gewinn die Erwartungen der Analysten. Morgan Stanley verdiente im zweiten Quartal 2,2 Milliarden US-Dollar, 9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,23 Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 1,13 Dollar gerechnet.
Philip Morris übertrifft Erwartungen und erhöht Prognose
Philip Morris hat im zweiten Quartal mehr verdient und umgesetzt als erwartet. Der Zigarettenhersteller hob seine Jahresgewinnprognose an. Die Aktie legt im vorbörslichen US-Handel um 2,2 Prozent zu. Der Nettogewinn legte in den drei Monaten auf 2,31 Milliarden von 2,19 Milliarden US-Dollar zu. Je Aktie verdiente der vor allem für die Marke Marlboro bekannte Konzern mit 1,49 Dollar 8 Cent mehr als im Vorjahresquartal.
Breko sieht EU-Entscheidung zu Vodafone-Kabeldeal kritisch
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) hat die Entscheidung der EU-Kommission kritisiert, nach der Vodafone das Liberty-Kabelgeschäft in Europa übernehmen darf. "Der Breko bleibt bei seiner nachdrücklich geäußerten Warnung vor dem Zusammenschluss zwischen Vodafone und Unitymedia", erklärte der Verband. Dieser werde "zu einer erheblichen Einschränkung des Wettbewerbs" und damit zu Nachteilen für Bürger und Unternehmen führen.
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July 18, 2019 12:22 ET (16:22 GMT)
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