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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Berichtsperiode dürfte Aktien stützen

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street dürfte mit leichten Aufschlägen in eine erneut geschäftige Woche gehen. Der Aktienterminmarkt suggeriert eine etwas festere Handelseröffnung. Die Berichtsperiode wird weiterhin die wichtigsten Impulse liefern. In der laufenden Woche berichten 144 Unternehmen aus dem S&P-500 und ein Drittel der im Dow gelisteten Konzerne. Daneben dürfte aber auch die Europäische Zentralbank und die Revision des US-BIP im Wochenverlauf Aufmerksamkeit auf sich ziehen. "Der Optimismus der Investoren erhält etwas Rückenwind durch einen besser als gedacht ausgefallenen Start in die Berichtssaison im Hinblick auf die Gewinnentwicklung sowie von der Möglichkeit einer Zinssenkung Ende des Monats", sagt Chefmarktstratege Sam Stovall von CFRA.

"Im zweiten Quartal haben bislang 79 Prozent der im S&P-500 gelisteten Unternehmen die Gewinnprognosen übertroffen und 63 Prozent die Umsatzerwartungen", sagt Chefaktienstrategin Lori Calvasina von RBC Capital Markets. Bei der vorherigen Erhebung zum selben Quartal hatten noch 83 Prozent der Unternehmen die Gewinn- und 75 Prozent die Erlöserwartungen übertroffen.

Positiv wird auch zur Kenntnis genommen, dass im noch immer ungelösten US-chinesischen Handelsstreit wieder etwas Bewegung zu kommen scheint. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, dass mehrere chinesische Firmen Aufträge für US-Agrarprodukte platziert hätten und im Zuge dessen chinesische Regierungsbehörden um Abgabenbefreiungen gebeten hätten. Die Käufe von Agrarprodukten seitens Chinas waren eines der wichtigsten Themen der Handelsgespräche. Zudem kündigte China an, dass der nationale Finanzmarkt für ausländische Investoren weiter geöffnet werde. Laut chinesischen Kreiseberichten sollen des Weiteren US-Finanzminister Steven Mnuchin sowie der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer in der kommenden Woche nach China reisen, um wieder Gespräche zu führen.

Die jüngste Entwicklung im Irankonflikt gibt den Ölpreisen Auftrieb und könnte daher auch die Sektorwerte stützen. Am übrigen Aktienmarkt wird die Eskalation dagegen misstrauisch beäugt. Der Iran hatte in den internationalen Gewässern der Straße von Hormus einen britischen Tanker aufgebracht. Die britische Premierministerin Theresa May hat daher für Montag eine Krisensitzung des Kabinetts angesetzt. Saudi-Arabien hat derweil der Stationierung von US-Soldaten in dem Königreich zugestimmt. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 0,9 Prozent auf 56,12 Dollar je Fass, die international gehandelte Sorte Brent um 1,3 Prozent auf 63,27 Dollar. "Auch wenn es noch keine Förderausfälle gibt, realisiert der Markt, dass der Konflikt weit entfernt von einer Lösung ist", heißt es bei Vermögensverwalter Giovanni Staunovon von der UBS. Allerdings ist der Markt derzeit gut versorgt. Gerade erst hat das größte Ölfeld in Libyen die Förderung mit halber Kapazität wieder aufgenommen.

Die Erwartung einer baldigen Zinssenkung in den USA in Verbindungen mit der Eskalation der Irankrise beschert dem US-Rentenmarkt etwas Zulauf. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt um 2,3 Basispunkte auf 2,03 Prozent. Auch der Goldpreis profitiert von beiden Entwicklungen, der Preis der Feinunze steigt um 0,1 Prozent auf 1.427 Dollar.

Am Devisenmarkt tut sich wenig, das Währungspaar Euro und Dollar bewegt sich kaum. Der Euro hatte zuletzt nachgegeben. Im Handel rechnet man mit taubenhaften Kommentaren der Europäischen Zentralbank nach der Sitzung am Donnerstag.

Unter den Einzelaktien ziehen Halliburton vorbörslich um 2,5 Prozent an. Im zweiten Quartal ist es für den Energiedienstleister auf dem Heimatmarkt schlecht gelaufen. Das Unternehmen verbuchte in Nordamerika einen Umsatzeinbruch um 13 Prozent, insgesamt um 4 Prozent. Damit wurden die Umsatzerwartungen verfehlt. Gewinnseitig toppte die Gesellschaft aber die Marktvorhersagen.

Die Regionalbank Cadence und der Eierproduzent Cal-Maine Foods haben beide die Prognosen verfehlt. Die Titel büßen 8,2 bzw. 5,1 Prozent ein.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit         Rendite   Bp zu VT    Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre             1,81       -1,6          1,82       60,4 
5 Jahre             1,79       -2,5          1,81      -13,4 
7 Jahre             1,90       -2,5          1,93      -34,5 
10 Jahre            2,03       -2,8          2,06      -41,6 
30 Jahre            2,54       -3,8          2,58      -52,5 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %  Mo, 8:27 Uhr  Do, 17:20    % YTD 
EUR/USD           1,1219     +0,01%       -0,0250     1,1222    -2,1% 
EUR/JPY           121,05     +0,15%          0,20     120,99    -3,7% 
EUR/CHF           1,1005     -0,14%        0,0998     1,1074    -2,2% 
EUR/GBP           0,8993     +0,27%        0,0693     0,8987    -0,1% 
USD/JPY           107,90     +0,14%          0,23     107,81    -1,6% 
GBP/USD           1,2475     -0,28%       -0,1043     1,2488    -2,3% 
Bitcoin 
BTC/USD        10.483,75     -0,72%          0,46  10.406,81  +181,9% 
 
ROHÖL            zuletzt  VT-Settl.         +/- %    +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex          56,28      55,63         +1,2%       0,65   +18,2% 
Brent/ICE          63,30      62,47         +1,3%       0,83   +14,6% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag         +/- %    +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)     1.426,70   1.425,27         +0,1%      +1,43   +11,2% 
Silber (Spot)      16,35      16,21         +0,9%      +0,14    +5,5% 
Platin (Spot)     850,68     848,25         +0,3%      +2,43    +6,8% 
Kupfer-Future       2,73       2,75         -0,7%      -0,02    +3,4% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/err

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July 22, 2019 08:59 ET (12:59 GMT)

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© 2019 Dow Jones News
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