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Wirtschaftskommentar des Mannheimer Morgen

Mannheimer Morgen zu Warnungen des Arbeitgeberpräsidenten 
 
Überschrift: Überzogenes Szenario 
 
Handelsstreit, Hängepartie beim Brexit, schwächelnder Export: Zweifellos, der Gegenwind für die deutschen Unternehmen wird rauer. Insofern ist es verständlich, dass Gesamtmetallchef Rainer Dulger die Erwartungen der Beschäftigten an die nächste Tarifrunde möglichst früh drosseln will. 
Dass er dabei gleich das Ende des Flächentarifvertrags als Schreckensszenario an die Wand malt, ist allerdings deutlich überzogen - und bringt einen unangemessen scharfen Ton in die Tarifpartnerschaft der Metall- und Elektroindustrie. Denn die hat sich über viele Jahrzehnte bewährt, selbst in wirklich harten Zeiten wie der Finanzkrise. Dabei haben die Unternehmen von der Zusammenarbeit mindestens genauso profitiert wie die Beschäftigten. In puncto Streik kommen deutsche Firmen im internationalen Vergleich relativ glimpflich davon. 
Dass die Tarifbindung trotzdem seit Jahren sinkt, kann jedenfalls kaum der IG Metall allein in die Schuhe geschoben werden - schließlich gab es in der Vergangenheit durchaus auch Jahre mit moderaten Abschlüssen. Und die Strategie mancher Unternehmen, aus dem Flächentarifvertrag auszusteigen, um Kosten zu sparen, dürfte angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels ohnehin immer seltener aufgehen. 
 
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MANNHEIMER MORGEN 
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Redaktionssekretärin 
 
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68167 Mannheim 
www.mannheimer-morgen.de 
 
Sitz der Gesellschaft und Handelsregister Mannheim, HRB 2664 
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Jost Bauer - Kaufmännischer Geschäftsführer 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 23, 2019 13:41 ET (17:41 GMT)

© 2019 Dow Jones News
SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

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