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Wirtschaftskommentar des Mannheimer Morgen

Mannheimer Morgen über den Kurs der Europäischen Zentralbank 
 
Überschrift: Zweifel sind angebracht 
 
Jetzt also auch die Sozialkassen. Nicht genug, dass deutsche Sparer und Lebensversicherte seit Jahren mit Minizinsen abgespeist werden. Mittlerweile werden bei der Rentenkasse sowie beim Gesundheitsfonds Negativzinsen fällig, die die Rücklagen für Rentner und Patienten schmälern. All dies sind Folgen der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Dass Kreditnehmer vom aktuellen Zinsumfeld profitieren, verbessert die Situation von Sparern und Anlegern leider nicht. 
Die EZB für ihren geldpolitischen Kurs zu verdammen, ist aber gerade für Deutschland heikel. Schließlich galten die D-Mark und die Bundesbank als Vorbild für die europäische Gemeinschaftswährung sowie die gemeinsame Notenbank. Und herausragende Eigenschaft der Bundesbank war ihre Unabhängigkeit von der Politik. 
Gleichwohl sind mittlerweile erhebliche Zweifel an der Entscheidungsfreiheit der EZB angebracht. Nullzinspolitik und Staatsanleihekäufe haben der Konjunktur in der Eurozone nicht in dem Umfang auf die Beine geholfen wie beabsichtigt, Gleiches gilt für eine höhere Inflation. Stattdessen helfen Anleihekäufe und Niedrigzins den am höchsten verschuldeten EU-Mitgliedsländern, ihre Staatsdefizite einigermaßen im Griff zu behalten. Man kann also durchaus zu dem Schluss kommen, dass die Interessen von - nicht nur deutschen - Sparern und Anlegern denen von Staatsschulden-Königen geopfert werden. Ein Zeichen echter politischer Unabhängigkeit sieht anders aus. 
 
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MANNHEIMER MORGEN 
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Sitz der Gesellschaft und Handelsregister Mannheim, HRB 2664 
Florian Kranefuß - Sprecher der Geschäftsführung 
Jost Bauer - Kaufmännischer Geschäftsführer 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 29, 2019 13:19 ET (17:19 GMT)

© 2019 Dow Jones News
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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