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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Streit mit China drückt weiter stark auf die Stimmung

NEW YORK (Dow Jones)--Die jüngste Entwicklung im Handelsstreit mit China und Vorwürfe von Währungsmanipulation dürften am Montag den Start an den US-Börsen verhageln. Die Futures auf die wichtigen US-Aktienindizes deuten eine schwache Handelseröffnung an, nachdem diese schon zum Ausklang der vergangenen Woche unter der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump gelitten hatten, neue Strafzölle auf Importe aus China zu erheben. Trump hatte dies damit begründet, dass China sein Versprechen, mehr US-Agrarprodukte zu kaufen, bislang nicht eingelöst habe.

In Asien gaben die Aktienkurse daraufhin am Montag kräftig nach, und die chinesische Währung wertet zum Dollar deutlicher ab, bereits den dritten Handelstag in Folge. Der schwache Yuan ist Präsident Trump ein Dorn im Auge; er sieht darin einen unfairen Wettbewerbsvorteil Chinas. Die chinesische Zentralbank (PBoC) sagte, die Schwäche der Währung sei die Folge der protektionistischen US-Handelspolitik. Gegen einen handelsgewichteten Währungskorb sei der Yuan stabil, so die PBoC. Sie versicherte, gegen kurzfristige Spekulationen im Yuan vorzugehen.

Unter den Anlegern wächst derweil die Furcht, dass der Handelskonflikt zu einer Rezession führen könnte. Der am Montag veröffentlichte Caixin-Einkaufsmanagerindex für den chinesischen Dienstleistungssektor ist im Juli auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten gefallen, auch wenn er noch im Expansion andeutenden Bereich liegt. Auch in der Eurozone ist der aggregierte Einkaufsmanagerindex im vergangenen Monat gesunken. Nun warten die Anleger gespannt auf die Einkaufsmanagerindizes von ISM und Markit für das nicht-verarbeitende Gewerbe in den USA, die kurz nach Handelsbeginn an der Wall Street veröffentlicht werden.

Handelsstreit belastet Ölpreise - Gold und Fluchtwährungen gesucht 
 

Die Furcht vor einer einer schwachen Konjunktur lastet auf den Ölpreisen. Ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 1,2 Prozent auf 54,98 Dollar. Brent gibt um 1,2 Prozent nach auf 61,13 Dollar.

Das Gold profitiert derweil von der Verunsicherung der Anleger und vom schwächeren Dollar. Die Feinunze steigt um 1,4 Prozent auf 1.461 Dollar. Mit 1.463,70 Dollar erreichte der Goldpreis am Montag seinen bisher höchsten Stand in diesem Jahr.

Regen Zulauf verzeichnet auch der Anleihemarkt, der ebenfalls als sicherer Hafen gilt. Dort sinkt die Rendite zehnjähriger US-Anleihen um 6 Basispunkte auf 1,78 Prozent.

Am Devisenmarkt hat der Dollar erstmals seit über zehn Jahren die Marke von 7 Yuan geknackt, die von vielen Marktteilnehmern als eine Art rote Linie betrachtet wird. Aktuell liegt der Kurs bei 7,0449 Yuan.

Gegen andere Währungen gibt der Dollar jedoch nach, belastet vom Handelsstreit aber auch der US-Zinssenkung in der Vorwoche. Vor allem Fluchtwährungen wie Yen und Schweizer Franken sind gesucht. Zeitweise wurden für einen Dollar nur 105,77 Yen gezahlt. Das war der tiefste Stand seit sieben Monaten. Aktuell notiert der Greenback bei etwa 106,20 Yen. Der Euro rückt auf rund 1,1175 Dollar vor. Am Donnerstag vergangener Woche hatte die Gemeinschaftswährung bei rund 1,1030 Dollar noch ihr bisheriges Jahrestief markiert.

Gewonnener Rechtsstreit könnte J&J stützen 
 

Unter den Einzelwerten könnten sich Johnson & Johnson (J&J) etwas besser halten als der Markt, erwarten Beobachter. Der Konsumgüterkonzern hat einen Prozess gewonnen, bei dem es um vermeintlich verseuchten Babypuder und Krebsgefahren ging. Vorbörslich tendieren die Aktien knapp behauptet.

Rund 1,5 Prozent fester zeigen sich die auch in den USA notierten Aktien von Linde, nachdem das Unternehmen bei der Vorlage der Quartalszahlen seinen Ausblick angehoben hat.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit         Rendite   Bp zu VT     Rendite VT      +/-Bp YTD 
2 Jahre             1,62       -8,8           1,71           41,9 
5 Jahre             1,59       -7,0           1,66          -33,8 
7 Jahre             1,67       -6,9           1,74          -57,9 
10 Jahre            1,78       -6,4           1,85          -66,3 
30 Jahre            2,32       -5,8           2,38          -74,2 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %  Mo, 08:11 Uhr  Fr, 17.12 Uhr    % YTD 
EUR/USD           1,1174     +0,60%         1,1127         1,1104    -2,5% 
EUR/JPY           118,63     +0,20%         117,84         118,40    -5,7% 
EUR/CHF           1,0891     -0,24%         1,0890         1,0917    -3,3% 
EUR/GBP           0,9188     +0,52%         0,9183         0,9154    +2,1% 
USD/JPY           106,22     -0,34%         105,90         106,64    -3,1% 
GBP/USD           1,2160     +0,08%         1,2118         1,2130    -4,7% 
Bitcoin 
BTC/USD        11.749,00     +7,25%      11.565,50      10.563,00  +215,9% 
 
ROHOEL           zuletzt  VT-Settl.          +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex          54,98      55,66          -1,2%          -0,68   +14,9% 
Brent/ICE          61,13      61,89          -1,2%          -0,76   +10,5% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag          +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)     1.461,28   1.440,76          +1,4%         +20,52   +13,9% 
Silber (Spot)      16,45      16,20          +1,5%          +0,25    +6,2% 
Platin (Spot)     858,46     846,56          +1,4%         +11,90    +7,8% 
Kupfer-Future       2,55       2,57          -1,0%          -0,03    -3,8% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/gos

(END) Dow Jones Newswires

August 05, 2019 08:56 ET (12:56 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
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