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Der Schock wirkt nach, boomender Paket-Markt beflügelt die Deutsche Post

Nach den kräftigen Kursverlusten der vergangenen Handelstage aufgrund der jüngsten Eskalation im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit hat sich die Lage an den Börsen zeitweise etwas beruhigt. Zwischenzeitlich konnte sich der DAX am heutigen Dienstag stabilisieren und bewegte sich in der Nähe der bei 11.640 Punkten verlaufenden 200-Tage-Linie. Allerdings wurden diese Kursgewinne im späten Handel wieder abgegeben und der Index rutschte deutlich in den roten Bereich.

Das war heute los. Die deutsche Industrie hat im Juni dank vieler Großaufträge überraschend viele Bestellungen verbucht. Das Neugeschäft verbesserte sich um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat und damit so stark wie zuletzt im August 2017, wie das Statistische Bundesamt erklärte. Laut dem Bundeswirtschaftsministerium hat sich bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe die Abwärtstendenz im zweiten Quartal zwar merklich verlangsamt. Doch der konjunkturelle Wendepunkt in der Industrie steht noch aus, so dass sich der Anlegerjubel in Grenzen hielt.

Nachdem der US-Dollar im Vergleich zum chinesischen Yuan in den ersten August-Tagen einen kräftigen Zuwachs von rund 2 Prozent auf 7,04 Yuan verzeichnete, stabilisierte sich der Kurs heute im Bereich von 7,03 Yuan. Allerdings könnte die chinesische Notenbank von ihrer bisherigen Strategie der Yuan-Stützungskäufe abschwenken und die heimische Währung stattdessen abwerten, um im laufenden Handelskonflikt die chinesischen Exporte zu unterstützen. Trotz der Beruhigung an den Aktienmärkten blieb Gold weiter gefragt. Das Edelmetall erreichte den höchsten Kursstand seit Mai 2013.

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