FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport profitiert weiter von der anhaltenden Reiselust. Im zweiten Quartal sei der Umsatz um gut 15 Prozent auf rund 979 Millionen Euro gestiegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Gewinn zog um 13 Prozent auf fast 137 Millionen Euro an. Das Ergebnis fiel damit in etwa so aus wie es die von Bloomberg befragten Experten erwartet hatten. Der Konzern bestätigte zudem erwartungsgemäß die Prognosen für das Gesamtjahr./zb/jha/
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.
Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.
Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.
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