Die staatliche Förderbank KfW hat dank niedrigerer Vorsorge für faule Kredite ihren Gewinn im ersten Halbjahr gesteigert. Mit 904 Millionen Euro lag das Konzernergebnis deutlich über den 822 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. "Die erfreuliche Ertragsentwicklung der KfW im ersten Quartal 2019 hat sich im zweiten Quartal fortgesetzt und unsere Erwartungen deutlich übertroffen", sagte Vorstandschef Günther Bräunig am Mittwoch.
Maßgeblich für den Gewinnzuwachs sei unter anderem der unter den Erwartungen liegende Vorsorgebedarf für ausfallgefährdete Kredite. Zudem hätten positive Effekte bei der Bewertung von Derivaten die Ertragslage verbessert.
Da der Gewinn durch mehrere Sondereffekte beeinflusst worden sei, sei jedoch eine Hochrechnung auf das Jahresergebnis nicht möglich, sagte Bräunig. Im vergangenen Jahr hatte die KfW, die zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den Ländern gehört, 1,64 Milliarden Euro verdient.
In den ersten sechs Monaten 2019 zahlte die Bank Fördergelder in Höhe von 33,6 Milliarden Euro aus. Damit fiel das Fördervolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (36,1 Mrd.) geringer aus. Insbesondere im Inland ging aufgrund anderweitiger guter Finanzierungsbedingungen angesichts der Niedrigzinsen das Fördergeschäft deutlich von 27,1 Milliarden Euro auf 20,8 Milliarden Euro zurück./wpi/DP/stk
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