Anzeige
Mehr »
Freitag, 15.05.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Entsteht hier gerade der nächste AI-Infrastruktur-Highflyer?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
1.055 Leser
Artikel bewerten:
(2)

EZB: Quote notleidender Kredite sinkt 2018 um 19 Prozent

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Das Volumen der notleidenden Kredite (NPL) der im Euroraum tätigen Inlandsbanken hat sich im vergangenen Jahr deutlich verringert. Wie aus Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht, sank das NPL-Volumen per Ende 2018 um 19 Prozent auf 619 (2017: 768) Milliarden Euro. Diese Zahl umfasst die in den 19 Ländern des Euroraums ansässigen Banken.

Die Daten zeigen, dass absolut gesehen besonders Italien (minus 28 Prozent) große Fortschritte beim Abbau notleidender Kredite gemacht hat. Leichte Anstiege verzeichneten hingegen Zypern, Finnland und Luxemburg. Im ersten Quartal sind die NPL-Quoten einiger Länder leicht gestiegen.

Oft umgehen Banken eine Deklarierung eines Kredits als "notleidend", indem sie beispielsweise den Kredit umstrukturieren, stunden oder die Zahlungsfrist verlängern, ehe jene 90 Tage ohne Zahlung abgelaufen sind, die aus einem Kredit ein notleidendes Darlehen machen. Diese Praxis wird "Evergreening" genannt. Die EZB spricht von "forebearance measures".

Auch bei diesen Krediten war das Volumen rückläufig, es ging um 18 Prozent auf 222,5 (270,5) Milliarden Euro zurück. In Spanien und Italien allerdings blieb es mit 39,7 (46,3) und 79,2 (104,7) Milliarden Euro auffällig hoch.

Das Niveau der notleidenden Kredite sinkt im Trend seit einigen Jahren. Gleichwohl stellen sie immer noch ein Hindernis für die Vollendung der Bankenunion dar, die nach Auffassung von EU-Kommission und EZB eine gemeinsame Bankeinlagensicherung umfassen soll. Die EZB hat die Verringerung notleidender Kredite inzwischen zum Thema ihres laufenden Aufsichtsdialogs mit den einzelnen Instituten gemacht.

Für den Umgang mit neu entstehenden NPL gibt es einen Leitfaden, der Fristen für deren Anerkennung und Abbau enthält. Dieses Thema dürfte relevant werden, wenn sich das Wirtschaftswachstum im Euroraum weiter abschwächen oder es zu einer Rezession kommen sollte. Aktuelle EZB-Daten zeigen für das erste Quartal 2019 steigende NPL-Quoten etwa für Italien, Griechenland und Belgien.

Inklusive der Außenstellen und Niederlassungen von Banken, die ihren Sitz außerhalb des Euroraums haben, verringert sich die NPL-Quote im vergangenen Jahr etwas weniger deutlich, um 18 Prozent. Eine NPL-Quote berechnet die EZB hierzu nicht.

== 
                       Inlandsbanken 
 
         NPL       NPL-Quote*    Evergreening        AI** 
      (Mrd Euro)     (%)          (Mrd Euro)      (Mrd Euro) 
     2018   2017   2018  2017     2018   2017      2018   2017 
 
AT   12,2   14,9   2,5   3,4      2,4    2,9      6,4    7,9 
BE    9,3   11,7   2,4   3,0      1,9    2,1      4,5    5,3 
CY    7,8   17,7  20,1  32,3      1,8    3,0      3,5    8,0 
DE   47,3   66,4   1,3   1,8     12,6   16,0      k.A.   k.A. 
EE    0,2    0,2   2,2   3,6      0,0    0,1      0,0    0,0 
ES   92,3  110,0   3,7   4,5     43,8   57,6     39,7   46,3 
FI    8,4   k.A.   1,6   1,2      3,9   k.A.      2,2    k.A. 
FR  126,1  136,4   2,8   3,1     13,3   14,4     64,3   69,7 
GR   89,4  103,7  41,6  45,0     16,3   17,3      k.A.   k.A. 
IE   k.A.   k.A.   7,2  12,1     k.A.   k.A.      k.A.   k.A. 
IT  150,2  207,6   8,5  11,4     25,6   26,6     79,2  104,7 
LT   k.A.   k.A.   5,6   6,4     k.A.   k.A.      k.A.   k.A. 
LU    1,4    1,7   1,9   2,5      0,3    0,4      0,4    0,6 
LV    0,6    0,6  12,1   8,0      0,4    0,5      0,2    0,2 
MT    0,5    0,5   3,4   3,8      0,1    0,1      0,2    0,2 
NL   37,6   40,6   1,9   2,2     13,9   15,6      9,9   11,9 
PT   21,2   30,0  11,9  16,0      4,6    6,0     11,0   14,8 
SI    1,1    1,5   6,3   9,3      0,1    0,2      0,6    0,9 
SK    0,5   k.A.   5,2   8,9      0,1   k.A.      0,4   k.A. 
 
EZ  618,7  768,0   3,7   4,8    146,3  171,3    222,5  270,5 
 
                     Alle Banken 
 
         NPL       NPL-Quote*    Evergreening        AI** 
      (Mrd Euro)     (%)          (Mrd Euro)     (Mrd Euro) 
      2018   2017   2018  2017     2018   2017    2018   2017 
 
AT   16,5   10,2    2,6   3,5      3,3   3,8      8,6   10,6 
BE   17,5   20,0    2,3   2,7      3,2   3,1      7,7    8,5 
CY   10,4   20,9   20,2  30,7      2,1   3,4      5,2    9,7 
DE   58,3   72,1    1,4   1,8     14,3  16,9      k.A.   k.A. 
EE    0,3    0,5    1,3   1,9      0,1   0,2      0,1    1,2 
ES   96,7  114,6    3,7   4,4     45,2  60,0     42,0   48,6 
FI    9,2    4,3    1,5   1,2      4,5   3,4      2,4    1,2 
FR  129,0  138,9    2,7   3,1     13,7  15,3     65,1   70,3 
GR   89,4  103,8   41,6  45,0     16,3  17,3     42,9   48,3 
IE   19,5   31,8    5,5   9,9      6,9   7,8      5,5    9,5 
IT  164,5  225,3    8,4  11,2     26,7  28,0     87,1  113,8 
LT    0,6    0,8    2,6   3,2      0,1   0,1      0,2    0,2 
LU    5,5    4,5    0,8   0,7      1,0   1,2      2,1    1,7 
LV    1,0    1,3    5,3   5,6      0,5   0,7      0,3    0,5 
MT    0,9    0,9    3,1   3,1      0,3   0,4      0,3    0,3 
NL   38,3   41,1    1,9   2,1     14,0  20,7     10,0   12,2 
PT   25,9   37,0    9,4  13,3      6,0   8,2     13,4   18,3 
SI    1,9    2,8    6,0   9,1      3,0   3,7      1,1    1,7 
SK    1,9    1,8    3,2   3,7      3,8   2,0      1,3    1,1 
 
EZ  687,2  842,4    k.A.  k.A.   165,0 196,2    295,3  368,3 
 

NPL - Non Performing Loans (notleidende Kredite)

NPL-Quote - in % der insgesamt ausstehenden Kredite

*4. Quartal

**Kumulierte Wertminderung, kumulierte Änderungen des Fairen Werts durch Kreditrisiken und Rückstellungen

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/hab/jhe

(END) Dow Jones Newswires

August 15, 2019 10:22 ET (14:22 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

Für Anleger bedeutet das nicht nur Risiken, sondern enorme Chancen. Denn während klassische Märkte unter Druck geraten könnten, entsteht auf den Feldern und Plantagen der nächste große Rohstoffzyklus. Wer sich jetzt richtig positioniert, kann von einer Entwicklung profitieren, die weit über Öl und Metalle hinausgeht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die besonders aussichtsreich sind, um von diesem Trend zu profitieren – solide positioniert, strategisch relevant und mit erheblichem Aufwärtspotenzial.



Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Agrar-Boom voll durchschlägt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.