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XETRA-SCHLUSS/Gehetzter DAX endet im Minus - Anleihen auf Rekordhoch

Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt ist es am Donnerstag erneut nach unten gegangen. Der Tag hatte es einmal mehr in sich. Das Kursbarometer DAX wurde von der Nachrichtenlage hin und her gehetzt. Neue Sorgen um die US-chinesische Handelspolitik sorgten erst für den Abverkauf, zudem belasteten Aussagen zum Brexit. Am Nachmittag brachte dann die Hoffnung auf ein deutliches Signal der Europäischen Zentralbank die Käufer zurück. Der Euro fiel zeitweise unter 1,11 Dollar, die Anleihen stiegen. Die Zehnjahresrendite fiel im Gegenzug mit minus 0,70 Prozent auf Rekordtief. Der DAX schloss 0,7 Prozent tiefer bei 11.413 Punkten.

Zykliker werden verkauft - Defensive Titel gesucht 
 

Während es für den Index nach unten ging, wurden die Depots sturmsicher gemacht. Defensive Titel, die teils auch von der Entwicklung an der Zinsfront profitieren, wurden gekauft. So ging es für Beiersdorf, Vonovia oder auch Munich Re nach oben. Der Abverkauf bei den Zyklikern ging weiter, so notierten Continental und Lufthansa auf neuen Jahrestiefs. Bei der Deutschen Bank belasteten weiter Sorgen über die Kapitalausstattung, die Aktie schloss mit Minus 2,7 Prozent bei 5,88 Euro in der Nähe des Rekordtiefs.

SGL brechen ein - teils irrationale Bewegungen 
 

Das Umfeld für den Aktienmarkt ist schwierig, die Orderlage an der Börse in Folge dünn, so dass es zu teils extremen Kursbewegungen kommt. So brach die Aktie von SGL Carbon um 30 Prozent ein. Das Unternehmen wurde beim Konzern-EBIT vorsichtiger, nachdem es in der vergangenen Woche die Prognose noch bestätigt hatte. Zudem tritt Vorstandschef Jürgen Köhler zurück.

1&1 Drillisch brachen um 12 Prozent ein, obwohl Analysten die gesenkte Prognose als "erklärbar" einstuften. Unter dem Minus litt auch der Kurs der Mutter United Internet (minus 6,3 Prozent), die ansonsten im zweiten Quartal die Markterwartungen erfüllten. Die gute Nachricht eines Aktienrückkaufs verpuffte in dem Umfeld vollständig. Nordex, die am Vortag nach Zahlen gekauft wurden, gaben nach Zahlen des Wettbewerbers Vestas nahezu alle Gewinne wieder ab und schlossen 11 Prozent im Minus.

Umgesetzt wurden im Xetra-Handel bei den DAX-Werten rund 116,7 (Vortag: 106,0) Millionen Aktien im Wert von rund 3,99 (Vortag: 3,81) Milliarden Euro. Es gab 7 Kursgewinner und 23 -verlierer.

=== 
INDEX          zuletzt   +/- %  +/- % YTD 
DAX          11.412,67  -0,70%     +8,09% 
DAX-Future   11.400,50  -0,64%     +7,79% 
XDAX         11.407,65  -0,27%     +7,81% 
MDAX         24.384,44  -1,12%    +12,95% 
TecDAX        2.643,04  -1,99%     +7,87% 
SDAX         10.204,25  -1,85%     +7,31% 
zuletzt      +/- Ticks 
Bund-Future     179,21      75 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/raz

(END) Dow Jones Newswires

August 15, 2019 11:56 ET (15:56 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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