BADEN-BADEN (dpa-AFX) - Der Finanzierungsdienstleister Grenke verliert ein Aufsichtsratsmitglied nach nur drei Monaten. Heinz Panter lege mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder und scheide aus dem Aufsichtsrat aus, teilte der MDax-Konzern am Dienstag in Baden-Baden mit. Der 68-jährige Panter wurde erst im Mai 2019 in den Grenke-Aufsichtrat gewählt. Einen Grund für diesen Schritt nannte das Unternehmen nicht. Ein Nachfolger soll auf der Hauptversammlung im kommenden Jahr gewählt werden. Die Aktie notiert am Dienstag leicht im Plus./mne/fba
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.
Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.
Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.
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