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Umwelthilfe fordert Ausstieg aus Verbrennungsmotor bis 2025

BERLIN (Dow Jones)--Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat vor einem drastischen Niedergang der deutschen Automobilbranche gewarnt und eine sofortige Wende zur Elektromobilität gefordert. In einem Zwölf-Punkte-Plan ruft der Verein die Bundesregierung zu einem Mix an Ordnungsrecht, Verboten und Investitionen auf. So dürften ab 1. Januar 2025 keine Verbrenner-Pkw mehr neu zugelassen werden, heißt es in dem in Berlin vorgestellten Papier. Dies soll ein klares Signal an Autokonzerne senden und eine ausreichende Nachfrage sicherstellen. Andernfalls drohe deutschen Autobauern das Schicksal des einstigen Handy-Weltmarktführers Nokia.

DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch rief die Hersteller zu einem "radikalen Modellwechsel" und einem freiwilligen Stopp bei der Entwicklung schwerer SUVs auf. "Ein Monster-SUV" gehöre nicht in die Hände der Verbraucher. "Wir müssen abrüsten, was die Schwere und Größe der Fahrzeuge angeht."

Aufruf zum "Verbrenner-Fasten" 
 

Das Ziel, bis 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen, werde auch nicht erreicht. Zu Jahresbeginn waren es 83.000 - gerade einmal 0,2 Prozent der 47,1 Millionen zugelassenen Pkw.

Die Deutsche Umwelthilfe rief die Autohersteller zudem auf, alle 11 Millionen Diesel-Pkw der Abgasstufe Euro 5 und 6 kostenlos nachzurüsten. Zudem müsse die Bundesregierung eine Ordnungsstrafe verhängen, in alternative Antrieb zu investieren und ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen einzuführen. Die Zuständigkeit für CO2- oder Abgaskontrollen müsse zudem an das Umweltbundesamt übertragen werden. Die Verbraucher rief der Verein zu einem "Verbrenner-Fasten" auf. Es dürften keine Autos mehr mit reinem Verbrennungsmotor gekauft werden.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/apo

(END) Dow Jones Newswires

August 20, 2019 05:40 ET (09:40 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
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