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Aktien Schweiz beenden zweitägige Rally

ZÜRICH (Dow Jones)--Am schweizerischen Aktienmarkt ist am Dienstagnachmittag etwas Abgabedruck aufgekommen und die Börse hat leichter geschlossen. Händler charakterisierten die Abgaben als Rücksetzer mit dünnen Umsätzen nach einer zweitägigen Erholungsrally. Zur Belastung für die Börse wurde der Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte. Die Regierungskoalition in Rom aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechtsradikaler Lega ist damit am Ende. Unklar war, wie es nun weitergeht. Der Franken war in diesem Umfeld als sicherer Hafen gesucht und legte zum Euro etwas zu und belastete damit den eidgenössischen Aktienmarkt. Der Devisenmarkt reagierte aber nicht unmittelbar auf die Schlagzeilen aus Rom.

Marktteilnehmer sprachen aber auch von einer gewissen Kaufzurückhaltung im Vorfeld wichtiger Notenbankereignisse. Dabei stand das Zentralbankertreffen in Jackson Hole im Fokus. Am Freitag wird dort US-Notenbankchef Jerome Powell sprechen und Börsianer erhoffen sich Hinweise über den weiteren Zinskurs der Federal Reserve. Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 9.770 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 17 Kursverlierer und drei -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 47,19 (zuvor: 54,08) Millionen Aktien.

Als eine der wenigen Aktien im Plus kletterten Zurich Insurance um 0,2 Prozent. Die Analysten von Jefferies hatten die Titel auf "Kaufen" erhöht und auch das Kursziel angehoben. Im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld sah Jefferies Zurich als einen der bestpositionierten Versicherer. Nach überraschend positiv ausgefallenen Daten zu den Uhrenexporten hielten sich Richemont und Swatch an der Börse wacker. Analysten hatten angesichts der Unruhen am wichtigen Absatzmarkt Hongkong mit schwachen Daten gerechnet. Richemont gewannen 0,2 Prozent, Swatch bewiesen mit minus 0,3 Prozent relative Stärke.

Hochdorf schockt Börsianer 
 

Aus der zweiten Reihe galt es eine Reihe von Geschäftszahlen zu verarbeiten. Dabei stachen Hochdorf mit einem Einbruch um 27,7 Prozent heraus. Der Milchverarbeiter sprach selbst von einer "ernstzunehmenden Krise". Die Gesellschaft verbuchte einen massiven Gewinneinbruch und schrieb rote Zahlen. Der neu zusammengesetzte Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung arbeiten nun mit Hochdruck an der Restrukturierung.

Von einem schwachen ersten Halbjahr des Medizintechnikers Medartis sprachen die Analysten von Bryan Garnier. Die Titel gaben um 9,2 Prozent nach. Besser lief es bei Basilea. Das Pharma-Unternehmen zeigte zum Halbjahr 2019 eine signifikante Zunahme von Cash-generierenden Umsätzen - die Papiere legten um 5,9 Prozent zu.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 20, 2019 11:42 ET (15:42 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
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