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MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - RWE auf Mehrjahreshoch

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten geht es am Montagmittag weiterhin etwas nach oben. Der DAX steigt um 0,1 Prozent auf 11.958 Punkte, und der Euro-Stoxx-50 zieht um 0,2 Prozent auf 3.434 Punkte an. Händler sprechen von einem ruhigen Geschäft, auch wegen des Feiertags in den USA. Die Wahlergebnisse in Brandenburg und Sachsen beeinflussen den Markt bisher kaum. Großer Gewinner ist die RWE-Aktie, deren Kurs mit einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs um 3,5 Prozent auf 26,83 Euro steigt, das ist der höchste Kurs seit Ende 2014. Goldman Sachs hat das Kursziel auf 35 von 32 Euro erhöht.

Am Gesamtmarkt wird die Stimmung etwas von neuen Daten aus China gestützt. Der von Caixin und Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor stieg im August 50,4 Punkte (Juli: 49,9) Punkte und kehrte wieder in den expansiven Bereich zurück. "Chinas verarbeitendes Gewerbe hat im August eine Erholung gezeigt, die größtenteils auf eine verbesserte Produktionstätigkeit zurückgeht", sagte Zhengsheng Zhong, Direktor für den Bereich makroökonomische Analysen bei der CEBM Group.

Gebremst wird die Nachfrage dagegen weiterhin von der wachsenden Gefahr eines "harten Brexit". Zudem wird auf "Dorian" geschaut, bei dem es sich um den zweitstärksten Hurrikan im Atlantikbecken seit Beginn der Aufzeichnungen handeln soll. Momentan wird damit gerechnet, dass er am Montagabend oder Dienstag (Ortszeit) die Ostküste erreicht.

Bei den Stoxx-Branchenindizes liegt der Versorger-Index mit einem Plus von einem Prozent an der Spitze, gestützt vor allem vom deutlichen Plus von RWE. Auch der Telekom-Index zieht deutlich an. Leicht im Minus liegen die Indizes der Technologiewerte und der Auto-Aktien. Bei den Autoaktien können auch Aussagen von Daimler zu einer erwarteten Trendwende bei der Nachfrage die Stimmung nicht heben, wobei sich Daimler mit einem Plus von 0,3 Prozent etwas besser hält als der Stoxx-Auto-Index, der 0,1 Prozent abgibt.

Thyssen vor DAX-Abstieg - MTU auf Allzeit-Hoch 
 

Verlierer Nummer eins im DAX sind Thyssen, die um 1,4 Prozent auf 10,96 Euro fallen. Thyssen wird den DAX-Platz aller Voraussicht nach an MTU verlieren, die Deutsche Börse überprüft ihre Indizes am Mittwochabend. MTU steigen um 1,3 Prozent auf den neuen Rekordkurs von 251,60 Euro.

Deutsche Börse gewinnen 2,1 Prozent auf 136,60 Euro, damit nehmen auch sie Kurs auf ihr Allzeit-Hoch. Die Aktien des Börsenbetreibers werden als heißer Kandidat für einen Aufstieg in den wichtigen europäischen Blue-Chip-Index Euro-Stoxx-50 gehandelt.

Neue Rekordstände markieren auch Beiersdorf mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 116 Euro. Händler verweisen darauf, dass zuletzt mehrere Analysten ihre skeptische Haltung gegenüber der Aktie aufgegeben haben.

Im SDAX fallen Borussia Dortmund um 6,8 Prozent auf 9,13 Euro. Händler verweisen auf die überraschende 3-zu-1-Niederlage beim Aufsteiger Union Berlin.

=== 
Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.438,78       0,35       12,02          14,57 
Stoxx-50                3.156,67       0,65       20,44          14,37 
DAX                    11.976,35       0,31       37,07          13,42 
MDAX                   25.763,37       0,17       43,41          19,34 
TecDAX                  2.786,59       0,05        1,37          13,73 
SDAX                   10.744,75      -0,55      -59,61          12,99 
FTSE                    7.299,53       1,28       92,35           7,12 
CAC                     5.495,88       0,28       15,40          16,18 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,69                   0,01          -0,93 
US-Zehnjahresrendite        1,50                   0,00          -1,18 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %    Mo, 8:26  Fr, 17:25 Uhr    % YTD 
EUR/USD                   1,0966     -0,19%      1,0991         1,0999    -4,3% 
EUR/JPY                   116,62     +0,14%      116,72         116,80    -7,3% 
EUR/CHF                   1,0870     -0,07%      1,0890         1,0881    -3,4% 
EUR/GBP                   0,9078     +0,38%      0,9031         0,9026    +0,9% 
USD/JPY                   106,35     +0,34%      106,19         106,19    -3,0% 
GBP/USD                   1,2081     -0,56%      1,2171         1,2185    -5,4% 
USD/CNY                   7,1702     +0,19%      7,1596         7,1555    +4,2% 
Bitcoin 
BTC/USD                 9.790,00     +0,98%    9.764,75       9.566,75  +163,2% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.       +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  55,03      55,10       -0,1%          -0,07   +14,6% 
Brent/ICE                  59,01      59,25       -0,4%          -0,24    +6,6% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.524,95   1.520,45       +0,3%          +4,50   +18,9% 
Silber (Spot)              18,41      18,37       +0,2%          +0,04   +18,8% 
Platin (Spot)             930,35     928,50       +0,2%          +1,85   +16,8% 
Kupfer-Future               2,53       2,53       -0,1%          -0,00    -4,3% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/raz

(END) Dow Jones Newswires

September 02, 2019 06:27 ET (10:27 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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