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(2)

Original-Research: HAEMATO AG (von GBC AG): Kaufen

Original-Research: HAEMATO AG - von GBC AG 
 
Einstufung von GBC AG zu HAEMATO AG 
 
Unternehmen: HAEMATO AG 
ISIN: DE0006190705 
 
Anlass der Studie: Research Note 
Empfehlung: Kaufen 
Kursziel: 6,00 Euro 
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2020 
Letzte Ratingänderung: 
Analyst: Cosmin Filker, Matthias Greiffenberger 
 
Die Entwicklung des ersten Halbjahres 2019 war bei der HAEMATO AG von 
mehreren Belastungsfaktoren geprägt. Einerseits hatte die Gesellschaft im 
vergangenen Geschäftsjahr eine Reihe von vergleichsweise margenschwachen 
Produkten aus dem Angebotsportfolio entfernt. Da bislang noch nicht im 
ausreichenden Maße Nachfolgeprodukte hinzugewonnen wurden, haben sich 
die Umsätze auf niedrigerem Niveau eingependelt. Gemäß 
Unternehmensangaben werden aber im Laufe des zweiten Halbjahres 2019 neue 
Produkte in die Pipeline aufgenommen werden, wobei erst gegen Ende 2019 mit 
positiven Umsatzimpulsen zu rechnen ist. 
 
Auf der anderen Seite kam es im Zuge der im Februar 2019 eingeführten EUF 
älschungsschutzrichtlinie zu einer Verlangsamung der 
Umschlagsgeschwindigkeit. Hier dürften mit der zunehmenden Etablierung der 
Prozesse im zweiten Halbjahr 2019 nur noch geringe Auswirkungen zu spüren 
sein. Darüber hinaus liegt nun mit dem Abschluss des Rahmenvertrages 
zwischen dem GKV (Spitzenverband der Krankenkassen) und dem Deutschen 
Apothekenverband, wonach eine Einsparquote durch Parallelimporte gesetzlich 
festgelegt wurde, eine gute Grundlage für eine weiterhin hohe Nachfrage nach 
HAEMATO-Produkten vor. 
 
Künftig plant die Gesellschaft zudem neue Erlösquellen zu erschließen. 
So soll neben dem Geschäftssegment Parallelimporte künftig der Bereich der 
pharmazeutischen, medizinischen und medizintechnischen Produkte für 
ästhetische Behandlungen und Kosmetik adressiert werden. Hier wurden bereits 
in 2018 die ersten Produkte auf Hyaluronsäure-Basis, welche über das 
Apothekennetzwerk vertrieben werden, in Deutschland eingeführt. Als 
besonders vielversprechend dürfte sich auch die geplante Erweiterung der 
Produktpallette um den Bereich der Betäubungsmittel (Import von 
medizinischem Cannabis) erweisen. Um dieses Segment abzudecken, verfügt die 
HAEMATO AG über die dafür notwendigen Importlizenzen und befindet sich 
derzeit in der Errichtung des vorgeschrieben Hochsicherheitslagers. Unserer 
Ansicht nach stellt der Import von Arzneimitteln auf Cannabisbasis, speziell 
vor dem Hintergrund des derzeit hohen Nachfrageüberhangs in diesem Bereich, 
ein sehr attraktives Geschäftsmodell dar. Zudem verfügt die Gesellschaft 
über das hierfür notwendige Apothekennetzwerk, welches ohnehin auf den 
besonders für Cannabis-Produkte relevanten Bereichen Onkologie und 
Neurologie spezialisiert ist. Wir rechnen mit den ersten Umsatzbeiträgen 
hieraus ab dem kommenden Geschäftsjahr 2020. 
 
Unsere bisherigen 2019er Umsatzprognosen (233,00 Mio. EUR) dürften sich 
angesichts der noch schwachen Entwicklung im ersten Halbjahr 2019 als etwas 
zu optimistisch erweisen und daher haben wir diese auf 211,07 Mio. EUR 
reduziert. Analog dazu haben wir auch unsere EBIT-Prognose auf 2,49 Mio. EUR 
(bisher: 5,60 Mio. EUR) gemindert. Unterm Strich dürfte die Gesellschaft, 
insbesondere aufgrund der Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen, 
erstmals ein negatives Ergebnis ausweisen. 
 
Im kommenden Geschäftsjahr 2020 sowie in 2021 sollte die HAEMATO AG aber vom 
sukzessiven Wegfall der dargestellten belastenden Umsatzfaktoren sowie 
darüber hinaus von einem zunehmenden Umsatzbeitrag des Kosmetik- und 
Cannabis-Bereiches profitieren. Ausgehend vom niedrigen 2019er Umsatzniveau 
haben wir zwar unsere Umsatzprognosen reduziert, rechnen jedoch mit einer 
höheren Umsatzdynamik als bisher. 
 
Der Wegfall margenschwächerer Produkte hatte bereits im ersten Halbjahr 2019 
eine Verbesserung der Rohertragsmarge nach sich gezogen. Mit zunehmenden 
Umsätzen sollte diese mit entsprechenden Skaleneffekten einhergehen und eine 
sukzessive Verbesserung der EBIT-Marge nach sich ziehen. Auch der zunehmende 
Umsatzbeitrag mit neuen höhermargigen Produkten der ästhetischen Medizin und 
Cannabis-Produkten sollte sich positiv auf das EBIT auswirken. 
 
Im Rahmen des DCF-Bewertungsmodells nehmen wir auf Basis der damit insgesamt 
reduzierten Umsatz- und Ergebnisprognosen eine leichte Kurszielreduktion auf 
6,00 EUR je Aktie (bisher: 6,15 EUR) vor. Ausgehend vom aktuellen Aktienkurs 
vergeben wir weiterhin das Rating KAUFEN. 
 
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 
http://www.more-ir.de/d/18905.pdf 
 
Kontakt für Rückfragen 
Jörg Grunwald 
Vorstand 
GBC AG 
Halderstraße 27 
86150 Augsburg 
0821 / 241133 0 
research@gbc-ag.de 
 
Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR 
Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher 
Interessenkonflikt gegeben: (5a,6a,11); Einen Katalog möglicher 
Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung 
 
Datum und Zeitpunkt der Fertigstellung der Studie: 03.09.2019 (15:50 Uhr) 
Datum und Zeitpunkt der ersten Weitergabe der Studie: 04.09.2019 (10:00 Uhr) 
 
=------------------übermittelt durch die EQS Group AG.------------------- 
 
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. 
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung 
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

September 04, 2019 04:01 ET (08:01 GMT)

© 2019 Dow Jones News
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