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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Verhaltener Start - Anleger warten auf die Notenbanken

Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)--Verhalten agieren die Akteure an der Wall Street zur Wochenmitte. Dass China Listen mit Importprodukten veröffentlicht hat, die im Handelsstreit mit den USA von höheren Zöllen ausgenommen sein sollen, weil sich beide Seiten auf die nächste Runde der Handelsgespräche im Oktober vorbereiten, lockt sie zu Beginn des Handels nicht aus der Reserve. Dabei könnte auch eine Rolle spielen, dass laut einer Umfrage US-Unternehmen ihre Engagements in China wegen des sich dort verlangsamenden Wachstums und des andauernden Handelsstreits zurückfahren. In der Umfrage ist von sinkenden Umsätzen, verringerten Investitionen und Stellenabbau die Rede.

Der Dow-Jones-Index liegt kurz nach dem Handelsstart minimal zurück bei 26.900 Punkten. S&P-500 und die Nasdaq-Indizes bewegen sich ebenfalls um die Vortagesschlussstände.

Etwas dämpfend wirkt laut Marktbeobachtern, dass die Erwartungen an das EZB-Treffen am Donnerstag zuletzt etwas gesunken seien. So rechneten viele Akteure nun mit weniger geldpolitischen Stimuli für die lahmende Wirtschaft als noch vor einigen Tagen. Dabei geht es besonders darum, ob die EZB erneut damit beginnt, Wertpapiere zu kaufen, sogenanntes Quantative Easing. "Vor dem EZB-Treffen scheinen die Investoren angesichts der hochgeschraubten Erwartungen etwas Geld vom Tisch zu nehmen", sagt Rentenexperte Antoine Bouvet von ING.

Dollar und US-Renditen steigen 

Hinzu kommt der Dollar als Bremser. Mit einem Eurokurs um 1,10 Dollar bewegt sich der Greenback weiter im Bereich eines Zweieinhalbjahreshochs. Der Euro wird wegen der erwarteten geldpolitischen Lockerungen verkauft. Unter dem Strich verteuert das US-Exporte in die Eurozone. Dass US-Präsident Donald Trump erneut von der US-Notenbank drastisch niedrigere Zinsen eingefordert hat, wird am Devisenmarkt lediglich zur Kenntnis genommen, den Dollar belastet es nicht. Kommende Woche findet das nächste Zinstreffen der US-Notenbank statt.

Am Anleihemarkt legen die Renditen noch etwas weiter zu, nachdem sie am Dienstag erneut gestiegen waren. Die US-Zehnjahresrendite liegt bei 1,73 Prozent. Darin spiegelt sich laut Händlern die leichte Entspannung im Handelsstreit ebenso wider wie die gesunkenen Erwartungen an die EZB.

Dass die US-Erzeugerpreise im August einen Tick stärker als erwartet gestiegen sind, spielt keine erkennbare Rolle.

Am Aktienmarkt könnten wie zuletzt bereits gesehen sogenannte Value-Aktien, die in den vergangenen Monaten gegenüber Wachstumstiteln eher zurückgeblieben waren, weiter den Vorzug erhalten. Laut Marktbeobachtern mehren sich die Stimmen jener Strategen, die in nächster Zeit auf eine solche Rotation setzen.

Baker Hughes leiden unter GE-Rückzug 

Unter den Einzelwerten zeigen sich Apple 1,3 Prozent fester. Am Dienstag hatte die Aktie auf die Präsentation neuer Produkte - darunter drei neue iPhone-Modelle - moderat positiv reagiert und gut 1 Prozent fester geschlossen.

Baker Hughes kommen um fast 3 Prozent zurück, nachdem General Electric mitgeteilt hat, die Kontrollmehrheit an dem Ölfelddienstleister aufzugeben und damit rund 3 Milliarden Dollar einzunehmen. General Electric liegen auf Nasdaq.com gut behauptet

Gamestop brechen um rund 20 Prozent ein. Der Videospieleinzelhändler will 180 bis 200 seiner insgesamt 5.700 Geschäfte schließen, weil er darunter leidet, dass Kunden vermehrt Spiele auf ihre Konsolen laden und vom Kauf der Software auf Datenträgern absehen. Das Unternehmen hatte zuvor einen Verlust von mehr als 400 Millionen Dollar mitgeteilt.

Ölpreise ziehen trotz skeptischerer Opec an 

Die Ölpreise ziehen etwas an vor der Bekanntgabe der US-Lagerbestände. Am Vorabend hatte ein US-Branchenverband einen deutlich stärkeren Rückgang seiner Bestände in der vergangenen Woche gemeldet als er für die offiziellen Daten mit 2,4 Millionen Barrel erwartet wird. Die Vorratsdaten überlagern, dass die Opec in ihrem Monatsbericht die Wachstumsprognose für die Ölnachfrage 2019 den zweiten Monat in Folge gesenkt hat, weil sie von einem schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft ausgeht.

INDEX            zuletzt      +/- %     absolut   +/- % YTD 
DJIA           26.893,16      -0,06      -16,27       15,29 
S&P-500         2.976,51      -0,10       -2,88       18,74 
Nasdaq-Comp.    8.084,83       0,01        0,67       21,85 
Nasdaq-100      7.818,25       0,04        3,50       23,51 
 
US-Anleihen 
Laufzeit         Rendite   Bp zu VT  Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre             1,67       -1,2        1,68        46,4 
5 Jahre             1,59       -0,8        1,60       -33,6 
7 Jahre             1,67       -0,6        1,67       -58,2 
10 Jahre            1,73        0,1        1,73       -71,1 
30 Jahre            2,21       -0,7        2,22       -85,7 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %   Mi, 7:40h  Di, 17:30h    % YTD 
EUR/USD           1,0997     -0,47%      1,1049      1,1048    -4,1% 
EUR/JPY           118,47     -0,28%      119,12      118,51    -5,8% 
EUR/CHF           1,0926     -0,28%      1,0964      1,0935    -2,9% 
EUR/GBP           0,8922     -0,23%      0,8938      0,8945    -0,9% 
USD/JPY           107,73     +0,20%      107,80      107,28    -1,8% 
GBP/USD           1,2325     -0,24%      1,2366      1,2352    -3,4% 
USD/CNY           7,1172     +0,06%      7,1104      7,1126    +3,5% 
Bitcoin 
BTC/USD        10.033,25     -0,56%   10.010,87   10.174,50  +169,8% 
 
ROHOEL           zuletzt  VT-Settl.       +/- %     +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex          57,44      57,40       +0,1%        0,04   +19,6% 
Brent/ICE          62,78      62,38       +0,6%        0,40   +13,4% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag       +/- %     +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)     1.490,26   1.486,00       +0,3%       +4,26   +16,2% 
Silber (Spot)      18,00      18,02       -0,1%       -0,02   +16,1% 
Platin (Spot)     941,41     931,00       +1,1%      +10,41   +18,2% 
Kupfer-Future       2,60       2,61       -0,2%       -0,01    -1,5% 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

September 11, 2019 09:41 ET (13:41 GMT)

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© 2019 Dow Jones News
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