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MARKT-AUSBLICK/DAX mit Fed und Verfall vor Test des Jahreshochs

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Zutaten sind bereitet: Die Konsolidierung an den Weltmärkten, die in Europa schon länger als eineinhalb Jahre dauert, dürfte bald zu Ende gehen. Zunächst wird wohl der US-Markt neue Allzeithochs markieren, begleitet von ausgewählten Schwellenländer-Börsen, und schließlich auch die europäischen Aktienmärkte.

Geliefert werden die Zutaten wie so oft von den internationalen Notenbanken. Die Europäische Zentralbank hat mehr gemacht als erwartet, und die US-Notenbank wird ihr kommende Woche aller Voraussicht nach mit einer Zinssenkung folgen. Sollte der Euro gegen den Dollar dann weiter anziehen, gerät die EZB wieder unter Druck, bald nachzulegen. Die Liquiditätssituation an den internationalen Märkten wird sich also weiter verbessern. "Liquidität ist nicht alles, aber ohne Liquidität ist alles nichts", so einer der Leitsätze erfolgreicher Börsenstrategen.

Gewinner sind die Aktien- und die Immobilienmärkte. Die Anleihenmärkte dürften ihre Kurshochs und Renditetiefs dagegen hinter sich haben, so wie das bereits in den drei vergangenen QE-Phasen der Fed gewesen ist.

Wenn die Fed Anleihen kaufte, stiegen die Renditen, wenn sie eine QE-Pause einlegte oder gar die Bilanz verkleinerte, stiegen sie. Was auf den ersten Blick paradox erscheint, liegt laut Beobachtern daran, dass die Notenbank in den Lockerungsphasen die Konjunkturerwartungen und auch die Inflationserwartungen zumindest stabilisieren.

Drohende Verluste bei Anleihen führen zu Aktienkäufen 

An den Anleihenmärkten sind also nun Verluste zu erwarten: Nachdem zum Beispiel der 100-jährige österreichische Bond in der Spitze dieses Jahr 60 Prozent und die 30-jährige Bundesanleihe fast 30 Prozent Rendite abgeworfen haben, dürfte sich die Entwicklung nun umdrehen. Deshalb dürften Versicherungen und andere Kapitalanleger Anleihen nun zunehmend meiden oder verkaufen und stattdessen die Aktienquoten hochfahren.

In der kommenden Woche dürfte der DAX erst einmal sein Jahreshoch anlaufen. Nach der EZB könnte sich nun auch die Fed gezwungen sehen, etwas mehr zu liefern als erwartet. Zudem findet am Freitag der große Verfall an den Aktienmärkten statt, der die laufenden Trends im Vorfeld erfahrungsgemäß eher verlängert als umkehrt.

Eine Stabilisierung der Konjunkturerwartungen durch harte Fakten dürfte auch weiterhin die Zykliker und die Finanzwerte in den Blick rücken. Hier stehen der ZEW-Konjunktur-Index am Dienstag und der Konjunkturindex der US-Notenbankfiliale in Philadelphia am Donnerstag im Blick. Daneben könnten Impulse von Signalen im Handelsstreit ausgehen.

Solange die harten Fakten nicht zu einer konjunkturellen Bodenbildung kommen, bleibt die Hausse wohl noch wacklig. Normalerweise wäre der DAX nach 1.200 Punkten Plus reif für eine Konsolidierung. Dafür sprechen auch die Gaps, dessen unterstes bis 11.955 Punkte reicht. Aufgrund der guten Marktbreite, des Verfalls und der Spekulation um die Fed sind deutlichere Rückschläge zunächst aber kaum zu erwarten.

Kontakt zum Autor: herbert.rude@wsj.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 13, 2019 06:02 ET (10:02 GMT)

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