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MÄRKTE EUROPA/Aktien weiter aufwärts - Euro zieht mit

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen die Kursgewinne am Freitagmittag etwas aus. Der DAX steigt um 0,4 Prozent auf 12.465 Punkte und der Euro-Stoxx-50 zieht um ebenfalls 0,4 Prozent auf 3.553 Punkte an. Damit profitieren die Märkte weiter von der geldpolitischen Lockerung der Europäischen Zentralbank, der die US-Notenbank voraussichtlich kommende Woche mit einer Zinssenkung folgen wird. Der Euro erholt sich und notiert wieder über der Marke von 1,11 Dollar.

Die US-Regierung hat eine für den 1. Oktober angekündigte Anhebung von Strafzöllen auf Importe aus China um zwei Wochen verschoben. Es handele sich um eine "Geste des guten Willens", erklärte US-Präsident Donald Trump. Die chinesische Regierung hatte zuvor ihrerseits angekündigt, diverse US-Produkte von bereits geltenden Strafzöllen zunächst wieder zu befreien. Laut "People's Daily" wird China einige US-Agrarimporte, darunter Sojabohnen- und Schweinefleich, von zusätzlichen Importzöllen auf US-Einfuhren ausnehmen. Medienberichte, laut denen sich beide Länder auf eine Übergangslösung geeinigt hätten, wurden allerdings vom Weißen Haus dementiert.

Marktbreite bleibt günstig - Banken gesucht 

Positiv gesehen wird von Marktanalysten die Breite des Aufschwungs. Lediglich die defensiven Nahrungsmittel-, Versorger- und Pharma-Aktien geben am Freitag nennenswert nach. Angeführt wird der Aufschwung von den Bankenaktien, deren Index 2,1 Prozent gewinnt. Damit geht die Erholung hier weiter. Die EZB hat am Donnerstag beschlossen, dass sie ab Ende Oktober das sechsfache der Mindestreserve der Bankeneinlagen von den negativen Zinsen frei stellen wird. Unicredit gewinnen 3,3 Prozent, Commerzbank 4,7 und Deutsche Bank 3 Prozent. Damit stellen Deutsche Bank den größten DAX-Gewinner vor Infineon.

Auch Rohstoff- (plus 2,0 Prozent) und Autotitel (plus 1,4 Prozent) legen wieder überdurchschnittlich stark zu. Renault gewinnen 3,1 Prozent, Daimler 1,5 Prozent. Unternehmensnachrichten sind Mangelware. Der zum Hochtief-Konzern gehörende Bergbaudienstleister Thiess wird für weitere sechs Jahre eine Mine im australischen Bundesstaat Queensland betreuen. Der Auftrag hat ein Volumen von umgerechnet 800 Millionen Euro. Im Handel ist von einer Sentimentstory die Rede. Hochtief gewinnen 0,1 Prozent.

RIB Software mit höherer Prognose gesucht 

RIB Software ziehen um 4,7 Prozent an. Das TecDAX-Unternehmen hat nach einem Auftrag die Prognosen für Umsatz und operativen Gewinn leicht nach oben genommen. Allgeier geben um 0,9 Prozent nach. Das Unternehmen hat den geplanten Börsengang von Allgeier Experts abgeblasen. Die Geschäftsentwicklung sei vom Plan abgewichen.

Nach einer Hochstufung durch Bank of America-Merrill Lynch steigen Merck KGaA um 2 Prozent und nach einer Kaufempfehlung durch Warburg geht es für Telefonica Deutschland um 1,2 Prozent nach oben.

Fraport nach Verkehrszahlen schwach - Traton vor SDAX-Eintritt fest 

Daneben hat Fraport Verkehrszahlen vorgelegt. Die Zahl der Passagiere am Flughafen Frankfurt stieg im August um 1,7 Prozent. Das Frachtaufkommen hingegen war angesichts einer sinkenden Nachfrage im Welthandel um 5,2 Prozent rückläufig. Das drückt den Kurs um 1,5 Prozent.

Zum Handelsschluss kommt es in der DAX-Familie noch zu einigen Änderungen. Innogy, die den MDAX verlassen, werden durch CTS Eventim ersetzt. Für CTS rücken Traton in den SDAX auf. Die Aktien zeigen sich bis auf Traton unauffällig, die Titel steigen um 2,8 Prozent.

=== 
Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.552,71       0,39       13,85       18,37 
Stoxx-50                3.207,37      -0,05       -1,73       16,21 
DAX                    12.464,56       0,44       54,31       18,05 
MDAX                   26.228,80       0,18       46,26       21,50 
TecDAX                  2.872,10       0,13        3,86       17,22 
SDAX                   11.286,04       0,92      103,08       18,69 
FTSE                    7.334,21      -0,14      -10,46        9,16 
CAC                     5.667,04       0,43       24,18       19,79 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut     +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,49                   0,03       -0,73 
US-Zehnjahresrendite        1,80                   0,03       -0,88 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %   Fr, 8:38h  Do, 17:39h    % YTD 
EUR/USD                   1,1101     +0,33%      1,1085      1,1051    -3,2% 
EUR/JPY                   119,88     +0,22%      119,78      119,31    -4,7% 
EUR/CHF                   1,0946     -0,10%      1,0954      1,0947    -2,8% 
EUR/GBP                   0,8903     -0,72%      0,8962      0,8955    -1,1% 
USD/JPY                   108,00     -0,11%      108,03      107,99    -1,5% 
GBP/USD                   1,2468     +1,05%      1,2369      1,2339    -2,3% 
USD/CNY                   7,0794       0,0%      7,0794      7,0794    +2,9% 
Bitcoin 
BTC/USD                10.318,00     -0,80%   10.318,50   10.351,09  +177,4% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.       +/- %     +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  55,04      55,09       -0,1%       -0,05   +14,6% 
Brent/ICE                  60,21      60,38       -0,3%       -0,17    +8,7% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %     +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.506,84   1.498,40       +0,6%       +8,44   +17,5% 
Silber (Spot)              18,16      18,06       +0,6%       +0,10   +17,2% 
Platin (Spot)             956,50     951,00       +0,6%       +5,50   +20,1% 
Kupfer-Future               2,64       2,62       +0,6%       +0,02    -0,2% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 13, 2019 06:39 ET (10:39 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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