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Dow Jones News
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Wirtschaftskommentar des Mannheimer Morgen

Mannheimer Morgen zu: zum Streit um die Steuermilliarden 
 
Überschrift: Ohne Akzeptanz 
 
Im Fall Apple geht es nicht um illegale Steuerpraktiken. Die Frage lautet vielmehr: Findet die Wertschöpfung dort statt, wo iPhones und iMacs entworfen oder wo sie verkauft werden? Inzwischen haben sich die Brüsseler Kommission und die europäischen Finanzminister weitgehend darauf geeinigt, dass Abgaben dort gezahlt werden sollen, wo die Gewinne erwirtschaftet werden. 
Das macht Sinn, war aber zu der Zeit, in der der Fall Apple spielt, noch keineswegs einhellige Meinung. Ob man daraus den Vorwurf der wettbewerbsverzerrenden Staatsbeihilfe konstruieren kann, wird das oberste EU-Gericht nun klären - und damit eine Blaupause für ähnliche Fälle schaffen. Trotzdem darf die EU nicht zur Ruhe kommen. Denn diese Praxis hat rein gar nichts mit Steuerparadiesen oder dem selbst vom EuGH gebilligten Standortwettbewerb über Niedrigsteuersätze zu tun. 
Die Luxemburger Juristen haben in einem anderen Verfahren festgehalten, dass die Mitgliedstaaten ihre Abgabensätze sehr wohl niedrig ansetzen dürfen, um Unternehmen anzulocken. Dennoch muss sich die EU - aber auch jedes einzelne Land - darüber im Klaren sein, dass Sonderregelungen, Ausnahmen und vor allem wenig nachvollziehbare Steuersätze in der Öffentlichkeit nicht länger akzeptiert werden. Denn mit Gerechtigkeit hat es rein gar nichts mehr zu tun, wenn die Steuerhinterziehung im einen Fall ein schweres Vergehen ist, im anderen Fall aber staatlich angeboten wird. 
 
Unsere Kommentare im Morgenweb: 
 
Politik: http://bit.ly/1MCIyI0 
Wirtschaft: http://bit.ly/1RymHTn 
Vermischtes: http://bit.ly/22G267s 
Kultur: http://bit.ly/1Rh6cix 
Sport: http://bit.ly/1MCJg88 
 
MANNHEIMER MORGEN 
Großdruckerei und Verlag GmbH 
Redaktion 
 
Andrea Marx 
Redaktionssekretärin 
 
amarx@mamo.de 
T +49 (0) 621 392-1332 
F +49 (0) 621 392-261490 
Dudenstraße 12-26 
68167 Mannheim 
www.mannheimer-morgen.de 
 
Sitz der Gesellschaft und Handelsregister Mannheim, HRB 2664 
Florian Kranefuß - Sprecher der Geschäftsführung 
Jost Bauer - Kaufmännischer Geschäftsführer 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

September 17, 2019 14:06 ET (18:06 GMT)

© 2019 Dow Jones News
KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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